Die Künstlergruppe Der Fels existierte von circa 1920 bis 1927. Ein exaktes Gründungsdatum ist unbekannt. Sie geht zurück auf das Zusammentreffen von Franz Bronstert, Fritz Fuhrken und Georg Philipp Wörlen im Kriegsgefangenenlager Ripon in Yorkshire, England. Die Idee zum Zusammenschluss, und der Name "der Fels" stammen von Bronstert der auch bei der Organisation der gemeinsamen Ausstellungen besonders engagiert war.

Die spontane Namensgebung wurde von Wörlen und Fuhrken akzeptiert und später gemeinsam programmatisch ausgebaut. Später kamen noch Reinhard Hilker und der österreichische Maler und Grafiker Carry Hauser dazu. An der letzten gemeinsamen Ausstellung dieser expressionistischen Künstler, die später in der Zeit des Nationalsozialismus allesamt als „entartet“ galten, beteiligte sich auch Fritz Stuckenberg.

Der Fels publizierte in dieser Zeit eine Folge von acht Mappen mit Einblattdrucken (Verlag Krieg, Leipzig). Der ersten Folge beigelegt war ein Manifest von Heinz Klapproth:

Seht Ihr die Dinge wie sie sind? Form ist Verkleidung, Augentrug. Die Dinge sind nicht, wie Ihr sie zu sehen glaubt! Drum werdet still und einfach, denn Ihr schaut aus Euren Augen und schaut nur die Oberfläche. Der Künstler kämpft Titanenkampf, den Dingen die Seele abzugewinnen, in ihre Tiefe zu dringen, die Oberfläche zu überwinden. So wird AUSDRUCK. - Und solches eint die Felsleute.zitiert nach Franz X. Hofer: Woran „Der Fels“ zerbrach, Essay in „Der Fels, Künstlergemeinschaft 1921–1927“ (siehe Literaturangaben)

Gruppenausstellungen (Auswahl) 1921: Museum Folkwang Hagen 1921: Hagen, Kunst-Kabinett Kollock 1921: Landesmuseum Münster 1922: Bremen, Graphisches Kabinett Fedelhören 1922: Kunsthalle Düsseldorf 1922: Kunsthalle Bremerhaven 1922: Hamburg, Kunstsalon Maria Kunde (Graphik) 1922: Salzburg, Moderne Galerie (Staatsgalerie) 1922: Pfalzgalerie Kaiserslautern 1922: Berlin, Kunstsalon Heller 1923: Werkbundhaus Essen 1923: Barmer Ruhmeshalle 1923: Oldenburg, Kunstsalon Lappan 1923: Ulm, Hermelin-Verlag 1923: Kunsthalle zu Kiel 1923: Kunsthalle Barmen 1924: Landesmuseum Münster 1924: Städtisches Museum Elberfeld 1925: Städtisches Museum Gelsenkirchen 1926: Wien, Kunstsalon Würthle 1926: Eisenach, Kunstsalon Messing 1927: Städtische Gemäldegalerie Bochum 1991: Museum Moderner Kunst (Passau) (Retrospektive)

Literatur Otto Breicha, Franz X. Hofer und Franz T. Czokor: Der Fels, Künstlergemeinschaft, 1921–1927, Stiftung Wörlen, Passau 1991, ISBN 3-9802307-9-1 (Museumskatalog, Landstrich; Nr. 15)

Einzelnachweise

Kategorie:Künstlergruppe (Bildende Kunst) Kategorie:Gegründet in den 1920er Jahren Kategorie:Aufgelöst 1927