Die 16. Armee / Armeeoberkommando 16 (AOK 16) war eine Kommandobehörde des Heeres der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Sie war Oberkommando jeweils wechselnder Armeekorps sowie zahlreicher Spezialtruppen.

Geschichte Die 16. Armee wurde am 22. Oktober 1939 aufgestellt. Der Personalstamm wurde durch das Infanterie-Ersatz-Bataillon 1 in Königsberg gestellt.

Sie nahm am Westfeldzug und am Krieg gegen die Sowjetunion teil, wo ihr II. Armeekorps im Januar 1942 bei Demjansk und eine weitere Kampfgruppe bei Cholm eingeschlossen und erst im Frühjahr 1942 befreit wurden. Der zur Festung erklärte Frontvorsprung von Demjansk wurde aufgrund eines Führerbefehls gehalten und erst nach der Niederlage von Stalingrad im Februar 1943 geräumt.

Als die 2. Baltische Front am 19. Februar 1944 beiderseits Cholm angriff, erlitt die 16. Armee schwere Verluste und wurde bis Herbst 1944 schrittweise auf Kurland zurückgedrängt, wo sie zusammen mit der 18. Armee am 8. Mai 1945 kapitulierte.

Oberbefehlshaber von bis Dienstgrad NameJanuar 1940 12. Oktober 1943 Generalfeldmarschall Ernst Busch12. Oktober 1943 1. Juni 1944 General der Artillerie Christian Hansen1. Juni 1944 3. September 1944 General der Infanterie Paul Laux3. September 1944 10. März 1945 Generaloberst Carl Hilpert10. März 1945 16. März 1945 General der Infanterie Ernst-Anton von Krosigk16. März 1945 8. Mai 1945 General der Gebirgstruppe Friedrich Jobst Volckamer von Kirchensittenbach

Chefs des Generalstabes

Generalmajor/Generalleutnant Walter Model: von der Aufstellung bis Mitte November 1940 Oberst i. G. Rolf Wuthmann: von Mitte November 1940 bis Mitte Januar 1942 Oberst/Generalmajor Hans Boeckh-Behrens: von Mitte Januar 1942 bis Juli 1943, vorher Erster Generalstabsoffizier Generalmajor Paul Herrmann: von Juli 1943 bis Oktober 1944 Generalmajor Curt-Ulrich von Gersdorff: von Oktober 1944 bis Kriegsende

Erste Generalstabsoffiziere

Oberst i. G. Hans Boeckh-Behrens: von der Aufstellung bis Januar 1942, anschließend Chef des Generalstabes Oberst i. G. Kurt Brandstädter: von Januar 1943 bis Mai 1943Thun Oberst i. G. Hanns-Horst von Necker: von Mai 1943 bis Dezember 1943 unbekannt Oberstleutnant i. G. Albert Bach: ab September 1944

Unterstellung von bis Heeresgruppe EinsatzraumDezember 1939April 1941 Heeresgruppe AMai 1941Mai 1941 Heeresgruppe A OstpreußenJuni 1941Januar 1945 Heeresgruppe NordAbschnitt Leningrad bis NewelJanuar 1945 Mai 1945 Heeresgruppe KurlandKurland

Siehe auch Schematische Kriegsgliederung der Wehrmacht für den Westfeldzug Schematische Kriegsgliederung der Wehrmacht für das Unternehmen Barbarossa

Literatur Bönninghausen, C., Freiherr von: Kampf und Ende rheinisch-westfälischer Infanteriedivisionen 1941–45, Coesfeld o. J. (im Selbstverlag). Haupt, Werner: Demjansk – Ein Bollwerk im Osten, Bad Nauheim 1963. Haupt, Werner: Heeresgruppe Nord, Bad Nauheim 1967. Haupt, Werner: Kurland 1944/45 – die vergessene Heeresgruppe, Friedberg 1979. Haupt, Werner: Leningrad, Wolchow, Kurland, 1976. Kurowski, Franz: Demjansk – Der Kessel im Eis, Wölfersheim-Berstadt 2001.

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