Der Wahlkreis Waiblingen (Wahlkreis 264, vor 2009: Wahlkreis 265) ist seit 1949 ein Bundestagswahlkreis in Baden-Württemberg.
Wahlkreis Der Wahlkreis umfasst den Südteil des Rems-Murr-Kreises mit den Gemeinden Alfdorf, Berglen, Fellbach, Kaisersbach, Kernen im Remstal, Korb, Leutenbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Schorndorf, Schwaikheim, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim, Winnenden und Winterbach.
Wahlkreisgeschichte Wahl Wahlkreisname Gebiet 1949 12 WaiblingenLandkreis Waiblingen 1953–1961 174 Waiblingen 1965–1972 177 Waiblingen 1976 177 Waiblingen vom Rems-Murr-Kreis die Gemeinden Berglen, Fellbach, Kaisersbach, Kernen im Remstal, Korb, Leutenbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Schorndorf, Schwaikheim, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim, Winnenden und Winterbach 1980–1998 168 Waiblingenvom Rems-Murr-Kreis die Gemeinden Alfdorf, Berglen, Fellbach, Kaisersbach, Kernen im Remstal, Korb, Leutenbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Schorndorf, Schwaikheim, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim, Winnenden und Winterbach 2002–2005 265 Waiblingen seit 2009 264 Waiblingen
Wahlkreisabgeordnete Wahl Abgeordneter Partei Stimmenin % 1949 1953 1957 1961 1965 1969 1972 1976 1980 1983 1987 1990 1994 1998 2002 2005 2009 43,0 2013 51,5 2017 36,8 2021 29,0 2025 37,7
Wahlergebnisse Bundestagswahl 2025
Bereits ab Frühjahr 2024 konnten Delegierte und Kandidaten für die turnusgemäß auf den 25. September 2025 terminierte Bundestagswahl 2025 gewählt werden. Von den drei bisherigen Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises treten zwei wieder an. Anfang Juli 2024 wurde MdB Christina Stumpp, Gewinnerin des Direktmandates 2021 und seit 2022 stellvertretende Generalsekretärin der CDU, wieder für den Wahlkreis aufgestellthttps://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bundestagskandidatin-christina-stumpp-nominierung-statt-palastrevolution.24e1fb49-c82b-4f03-92ed-8db4e49d7944.html und zudem auf Landeslistenplatz 5.https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/zugelassene-landeslisten-fuer-die-bundestagswahl Aufgrund der Änderung des Wahlrechts zur Verkleinerung des Bundestags mit Streichung von Überhangmandaten wird nicht mehr jedem Wahlkreissieger automatisch ein Direktmandat zugeteilt, so dass die nach Prozentanteil schwächsten Wahlkreissiege der im Bundesland stärksten Partei verfallen können falls diese mehr Wahlkreise gewinnt als der Zweitstimmenanteil abdeckt. In diesem Fall bekommt auch niemand über die Landesliste ein Mandat.
Ende Juli 2024 wurde von der FDP im Rems-Murr-Kreishttps://www.fdp-rems-murr.de/ruben-huehnerbein-tritt-backnang-schwaebisch-gmuend-fuer-fdp-zur-bundestagswahl sowohl MdB Stephan Seiter erneut für den Wahlkreis (im November auch auf Landeslistenplatz 9https://www.fdp-rems-murr.de/landesvertreterversammlung-zur-bundestagswahl-0) nominiert, als auch Ruben Hühnerbein im benachbarten „Zwei-Kreise-Wahlkreis“ Backnang – Schwäbisch Gmünd (und Platz 29). Bei der Aufstellung der Landesliste der AfD Baden-Württemberg Anfang Oktober unterlag MdB Jürgen Braun in der Wahl für Platz 6, bekam keinen Listenplatz und verzichtete auf eine dritte Wahlkreisbewerbung zumal der Kreisverbandsvorsitzende Lars Haise auf Landeslistenplatz 10 erfolgreich war. Der Schorndorfer Stadtrat wurde später auch als AfD-Direktkandidat nominiert.https://afd-rems-murr.de/pressemitteilung/lars-haise-zum-kandidaten-im-bundestagswahlkreis-waiblingen-gewaehlt/
Ab 6. November 2024 kam durch den Bruch der Ampelkoalition eine vorgezogene Neuwahl bereits im Februar 2025 in die Diskussion. Für die Grünen kandidierte Sarah Heimhttps://www.zvw.de/rems-murr-kreis/sarah-heim-aus-fellbach-wird-bundestagskandidatin-f%C3%BCr-die-rems-murr-kreis-gr%C3%BCnen_arid-867496https://gruene-waiblingen.de/2024/09/19/gruene-nominieren-sarah-heim-zur-bundestagskandidatin-fuer-den-wahlkreis-waiblingen/ auch auf Listenplatz 23.https://www.gruene-bw.de/wahlen/bundestagswahl-2025/landesliste-fuer-den-bundestag-2025/ Die SPD schickte erneut Urs Abelein ins Rennen, im Wahlkreis 264 Waiblingen und auf Landeslistenplatz 35.https://www.spd-bw.de/dl/241216_gewaehlte_Liste_LVV_2024.pdf
Der Kreiswahlausschuss des Wahlkreises Nr. 264 Waiblingen hatte zwar am 24. Januar 2025 alle neunhttps://www.rems-murr-kreis.de/landratsamt-und-politik/aktuelles?tx_hwnews_hwnews%5Baction%5D=show&tx_hwnews_hwnews%5Bcontroller%5D=Newsartikel&tx_hwnews_hwnews%5BnewsartikelId%5D=2644&cHash=2d0307f54e8dc1e5ea01953a62d263c8 eingereichten Vorschläge zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025 zugelassen, es standen jedoch nur achthttps://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/2025/wahlbewerber/bund-99/land-8/wahlkreis-264.html Kreiswahlvorschläge für die Erststimme im Wahlkreis Waiblingen auf dem Stimmzettel da der Regionalrat Philip Köngeter zwar vom Kreiswahlausschuss als Wahlkreiskandidat der Piratenpartei zugelassen wurde, der Landeswahlausschuss jedoch noch am selben Tag entschieden hat, die Piratenpartei in Baden-Württemberg nicht zuzulassen, weil die nötigen Unterschriften von Unterstützenden fehlten. Zur Bundestagswahl 2025 am 23. Februar wurden im Wahlkreis somit 8 Direktkandidaten und landesweit 16 Parteilisten zugelassen.
Christina Stumpp (CDU) verteidigte den Wahlkreissieg, bekam mit 37,7 % der Erststimmen ein Direktmandat das nicht mehr automatisch für den Wahlsieg zugeteilt wird, sondern nur den besten Bewerbern, mit Anzahl gemäß landesweiter Zweitstimmendeckung. Sechs Wahlkreissieger der CDU in BaWü gingen leer aus, die erfolgreichen CDU-Kandidatenhttps://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/2025/gewaehlte/bund-99/land-8.html erzielten 35,0 bis 42,8 % der Erststimmen. Ex-Lokführer Lars Haise kommt wie bislang Jürgen Braun über die AfD-Landesliste zum Zug. Die FDP verfehlte bundesweit die 5-%-Hürde, Stephan Seiter bekommt somit kein Mandat mehr. Mit einer Wahlbeteiligung von 84,19 % ergab sich folgendes Ergebnis:https://wahlergebnisse.komm.one/lb/produktion/wahltermin-20250223/08119000/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=8310&stimmentyp=0&id=ebene_-21758_id_32834
Bundestagswahl 2021
Fünf der sechs im Bundestag vertretenen Parteien haben im Wahlkreis Waiblingen ihre Kandidatenplätze zur Bundestagswahl 2021 neu besetzt, nur die AfD schickte wieder MdB Jürgen Braun ins Rennen, im Wahlkreis und auf Landeslistenplatz 10. Auf ähnlich aussichtsreichen Plätzen wurden die Kandidaten der Linken und der FDP aufgestellt, während die Vertreter von SPD und CDU keine Landeslistenplätze innehatten. Joachim Pfeiffer war für die CDU erneut nominiert, hat aber im April nach diversen Vorwürfen seinen Rückzug aus der Bundespolitik erklärt. Als Ersatz nominierte die CDU Christina Stumpp, sie gewann das 2021 noch automatisch für den Wahlkreissieg vergebene Direktmandat mit 29,0 %, damit lag sie auf Rang 26 der 33 von 38 Wahlkreisen in Baden-Württemberg die von der CDU gewonnen wurden.
Es waren 221.775 Personen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 79,3 %. Der Wahlkreis wurde von drei MdB repräsentiert.https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2021/ergebnisse/bund-99/land-8/wahlkreis-264.html
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Christina Stumpp CDU 29,0 25,7 Urs Abelein SPD 22,7 21,6 Stephan Seiter FDP 15,6 17,7 Anne Kowatsch Grüne 15,0 15,5 Jürgen Braun AfD 8,7 8,9 Luigi Pantisano Die Linke 2,6 2,9 Brigitte Aldinger dieBasis 2,4 2,0 Volker Walfried Hepp Freie Wähler 1,9 1,4 Friedrich Häfner Die PARTEI 1,4 0,9 Anna Marie Schorn Volt 0,4 0,3 Kai Steffen Dorra DiB 0,3 0,1 Dieter Böttcher MLPD 0,1 0,0
Bundestagswahl 2017
Zur Bundestagswahl am 24. September 2017 kandidierten die folgenden Direktkandidaten: Über den AfD-Landeslistenplatz 6 zog auch Jürgen Braun in den Bundestag ein.
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Joachim Pfeiffer CDU 36,8 33,0 Sybille Mack SPD 19,2 15,9 Lisa Walter FDP 13,4 16,2 Jürgen Braun AfD 12,4 12,9 Andrea Sieber GRÜNE 12,2 12,2 Reinhard Neudorfer Die Linke 4,9 5,6 Uwe Olschenka ÖDP 0,9 0,4 Dieter Böttcher MLPD 0,2 0,1
Bundestagswahl 2013
Bei der Bundestagswahl 2013 waren 220.617 Personen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 %. Es ergab sich folgendes Ergebnis: Abgerufen am 25. September 2013
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2009Zweitstimmen in % Joachim Pfeiffer CDU 51,5 45,7 33,2 Alexander Bauer SPD 22,9 20,1 19,4 Andrea Sieber Bündnis 90/Die Grünen 10,5 10,3 14,1 Hartfrid Wolff FDP 3,7 7,8 20,7 – REP – 0,4 0,9 Udo Rauhut Die Linke. 3,7 4,5 6,5 – PBC – 0,4 0,6 Jürgen Wehner NPD 1,3 1,1 1,1 Volker Dyken PIRATEN 2,2 2,1 1,8 – BüSo – 0,0 0,0 – ödp – 0,3 0,5 – MLPD – 0,1 0,1 Thomas Bezler DIE VIOLETTEN 0,3 – 0,3 – Tierschutzpartei – 0,8 0,6 Dieter Bielang AfD 3,8 5,4 – – Volksabstimmung – 0,2 0,2 – BIG – 0,1 – – pro Deutschland – 0,1 – – Freie Wähler – 0,3 – – Partei der Vernunft – 0,1 – – Rentner – 0,4 –
Bundestagswahl 2009
Bei der Bundestagswahl 2009 waren 220.220 Personen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 74,7 %. Es ergab sich folgendes Ergebnis: Abgerufen am 25. September 2013
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005Zweitstimmen in % Joachim Pfeiffer CDU 43,0 33,2 38,4 Hermann Scheer SPD 27,2 19,4 29,3 Daniel Mouratidis Bündnis 90/Die Grünen 9,5 14,1 11,2 Hartfrid Wolff FDP 12,2 20,7 13,7 – REP – 0,9 1,2 Reinhard Neudorfer Die Linke. 5,3 6,5 3,2 – PBC – 0,6 0,7 Jürgen Wehner NPD 1,7 1,1 0,9 – PIRATEN – 1,8 – – BüSo – 0,0 0,1 Karl-Heinz Bok ödp 0,9 0,5 – Angelika Göhner-Feller MLPD 0,2 0,1 0,1 – DIE VIOLETTEN – 0,3 – – Tierschutzpartei – 0,6 – – Volksabstimmung – 0,2 – – ADM – 0,1 – – DVU – 0,1 –
Weblinks Strukturdaten des Wahlkreises Waiblingen beim Bundeswahlleiter
Einzelnachweise
Waiblingen Kategorie:Politik (Rems-Murr-Kreis) Waiblingen