mini|hochkant|Uschi Brüning (September 2018)|alternativtext=Uschi Brüning ist ein Mikrofon halten au einer Farbfotografie im Hochformat abgebildet. Sie hat kurzes braunes Haar und trägt eine Brille. Uschi Brüning (* 4. März 1947 in Leipzig) ist eine deutsche Jazz- und Soul-Sängerin und Songwriterin.

Leben und Wirken mini|hochkant|Brüning im Konzert mit Stephan König (Grimma, Gymnasium St. Augustin, September 2018)|alternativtext=Uschi Brüning ist auf einem Klappstuhl sitzend vor einem Notenständer abgebildet. Sie trägt einen dunklen Blazer und eine graue Hose. In der linken Hand hält sie ein Mikrofon an ihren Mund. Brüning debütierte öffentlich 1960 mit Schlagern. Mit 17 Jahren sang sie in der Amateurband Studio Team, mit der sie in den nächsten Jahren in Sachsen tourte. Sie erhielt zunächst keine Zulassung zum Musikstudium am Konservatorium in Zwickau und wurde Gerichtssekretärin. Dann besuchte sie ab 1969 in der Musikschule Friedrichshain in Berlin-Friedrichshain die Spezialklasse Tanzmusik und Gesang und sang mit der Klaus-Lenz-Band. Seit 1970 arbeitete sie als Berufssängerin. In diesem Jahr unternahm sie ihre erste DDR-Tournee mit dem Günther-Fischer-Quintett und Manfred Krug. 1972 erhielt sie den zweiten Preis beim Internationalen Schlagerfestival in Dresden.

Seit 1975 arbeitete sie mit der eigenen Band Uschi Brüning & Co., zu der unter anderem der Saxophonist Helmut Forsthoff gehörte. Ihre Unterschrift gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann 1976 zog sie zurück, nachdem die Stasi sie unter Druck gesetzt hatte. 1977 trat sie auf der 1. Jazzbühne Berlin auf und erhielt 1981 den dritten Preis beim Festival Kärnten International in Österreich. Seit dieser Zeit arbeitete sie mit Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky zusammen, mit dem sie seit 1982 verheiratet war. 1985 nahm sie an den 1. Jazztagen der DDR in Weimar und 1986 am 1. Internationalen Frauen-Jazz-Festival in Frankfurt am Main teil. 1989 war sie auf Tournee mit dem European Jazz Ensemble und trat in dem Programm Ich mach ein Lied aus Stille mit Eva Strittmatter auf. 1993 nahm sie am JazzFest Berlin teil und trat im Programm Vier im Konzert mit Annekathrin Bürger, Barbara Kellerbauer und Carola Nossek auf. 2008 sang sie mit Georgie Fame in der Berliner Philharmonie.Georgie Fame mit Uschi Brüning & Alan Skidmore Quartet A Declaration of Love (ITM 2015)

Von 2015 bis zu dessen Tod 2016 trat Brüning mit Manfred Krug unter dem Titel Manfred Krug liest und s(w)ingt auf.Spielplan des Nationaltheaters Weimar, abgerufen am 27. Oktober 2016. Ihr von Andreas Bicking produziertes Album So wie ich wurde in der Kategorie Sänger/National für den Echo Jazz 2017 nominiert. In der 32. Folge der Augustiner-Konzerte am Gymnasium St. Augustin in Grimma brachte Uschi Brüning am 14. September 2018 ihr Programm Herzenslieder mit Stephan König zur Aufführung, das sie gemeinsam mit diesem erarbeitet hat.

Uschi Brüning wirkte 2024 am Song NAWW (Nach Allem Was War) des Rappers Trettmann aus Leipzig mit – ihr Gesangs-Part ist am Ende des Liedes zu hören.Brüning: Teile Trettmanns Sicht auf Wendezeit, mdr.de (MDR Kultur), 15. April 2024, abgerufen am 10. Juli 2025

Im August 2024 nahm Brüning mit dem Gitarristen Eberhard Klunker, mit dem sie bereits 1974 beim Günther-Fischer-Quintett zusammengearbeitet hatte, dessen Komposition "Regenbogen" auf, die Wochen später auf dem Label 7Jazz der Winnender Labelfamilie 7us media group (Jan Hammer, Albie Donelly, Wolfgang Lippert) veröffentlicht wurde.

Auszeichnungen Uschi Brüning erhielt 2020 den Verdienstorden des Landes Berlin.Michael Müller verleiht den Berliner Landesorden, Pressemeldung, archivierte Website, abgerufen am 10. Juli 2025 Im April 2024 wurde Uschi Brüning mit dem Verdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) ausgezeichnet. Im Mai 2025 bekam Brüning für ihr Lebenswerk den Deutschen Jazzpreis.

Diskografie Alben (Auswahl)

1973: Uschi Brüning und das Günther-Fischer-Quintett 1974: Uschi Brüning und Günther Fischer 1982: Uschi Brüning 1988: Kontraste – Uschi Brüning/Ernst-Ludwig Petrowsky 1992: Features of Usel 1992: Enfant 2000: Breitmaulfrösche 2002: Dein Name, das Porträt 2005: Swingin’ Ballads 2010: Uschi Brüning: Das Portrait (Original Amiga Masters) 2013: Ernst-Ludwig Petrowsky / Uschi Brüning / Michael Griener Ein Résumé 2014: Auserwählt (zusammen mit Manfred Krug) 2015: So wie ich 2016: Live (mit Engerling featuring Ernst-Ludwig Petrowsky) 2022: Es sungen drei Engel (mit Samtblech)

Singles 1971: Komm doch zu mir / Lichterglänzendes Rad 1972: Dein Name / Bunte Bilder 1974: Es war lieb von dir / Die Angst in der Nacht 1974: Ich steig’ aufs Dach / Mach deine Augen zu 1975: Hochzeitsnacht / Einer wie du 2024: Regenbogen (Video: Phil Mueller)

Autobiografie So wie ich. Berlin 2019, ISBN 978-3-550-05020-6

Sonstiges Der Schriftsteller Ulrich Plenzdorf hat in seinem Werk Die neuen Leiden des jungen W. Uschi Brüning literarisch verewigt:

Literatur

Weblinks

Website von Uschi Brüning

Einzelnachweise

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