mini|hochkant=1.2|Jasmin Wagner (2019) Jasmin Schiøtz (geborene Wagner, geschiedene Sippel; * 20. April 1980 in Hamburg) ist eine deutsch-kroatischeJasmin Wagner auf ihrer Facebookseite: „Meine Mutter ist Kroatin und ich habe die doppelte Staatsbürgerschaft!“, vom 12. Mai 2021, 14:29 Uhr Schauspielerin, Pop-Sängerin und Moderatorin. Sie wurde mit deutschsprachigen Liedern der Genres Happy Hardcore und Eurodance unter dem Künstlernamen Blümchen in den 1990er-Jahren bekannt, verkaufte Millionen Platten und erhielt diverse renommierte Musikpreise wie den Echo. Wagner gilt als die erfolgreichste deutsche Solokünstlerin der 1990er-Jahre. Als Blossom () machte sie ab 1996 mit englischen Versionen ihrer Songs auch in Osteuropa und Asien Karriere.

Nach ihrer Zeit als Blümchen trat sie unter ihrem bürgerlichen Namen auf. 2003 erschien unter Jasmin Wagner eine erste Single, die auch zur Titelmelodie einer Castingshow wurde. 2006 folgte ein komplettes Album.

Inzwischen arbeitet sie vorwiegend als Schauspielerin in Theater-, Film- und Fernsehproduktionen sowie als Moderatorin. Seit 2019 absolviert Wagner im Rahmen einer „90er-Revival“-Tour noch einmal eine lange Serie von Auftritten als Blümchen. Im März 2025 verkündete sie das Ende ihrer musikalischen Karriere als Blümchen.

Privatleben Jasmin Wagner wurde am 20. April 1980 als Tochter eines Deutschen und einer Kroatin in Hamburg geboren und wuchs im Stadtteil Jenfeld auf. Noch vor dem Schulalter stand Wagner als Kindermodel für diverse Versandhauskataloge vor der Kamera. Sie erhielt schon früh Musikunterricht und erlernte das Klavier- und Querflötespielen. Gemeinsam mit Freunden gründete sie eine Band, die auf Schulfesten erste Bühnenerfahrungen sammelte.

Wagner war ab 1997 vier Jahre lang mit Lucas Cordalis liiert. Am 14. Februar 2015 heiratete sie in St. Moritz den Schweizer Unternehmer Frank Sippel. Das Paar lebte zunächst in Zürich, dann in Berlin. 2020 kam es zur Trennung und Wagner zog nach Hamburg-St. Georg.Medienbericht: "Blümchen"-Ehe nach 5 Jahren vor dem Aus bunte.de vom 28. August 2020, abgerufen am 1. November 2020 Im Juli 2022 wurde die Ehe geschieden. Seit etwa Anfang 2021 ist Wagner mit einem dänischen Modeunternehmer liiert, mit dem sie eine im November 2022 geborene Tochter hat. Sie heirateten Ende September 2023 in Prisdorf.

Musikalische Karriere Vor größerem Publikum trat Wagner im Alter von 14 Jahren bei Spielen des American-Football-Teams Hamburg Blue Devils als Cheerleader der Hamburg Blue Angels auf.

Durch ihre Gesangslehrerin, bei der sie schon mit acht Jahren Unterricht erhielt, wurde sie an den Musiker Arn Schlürmann, (genannt Paralyzer, ehemaliger Sänger der Deutschrap-Gruppe Hamburger Arroganz) und den ehemaligen Autoverkäufer Stani Djukanovic, genannt Silence, vermittelt,groups.google.de, Inhalte nicht mehr abrufbar, kein Archivlink auffindbar am 6. Oktober 2025 die eine Stimme und ein Gesicht für ein neues Musikprojekt suchten. Nach Unterzeichnung des Plattenvertrags begann die Aufnahme zum Song Herz an Herz, ein Cover des ursprünglich vom Duo Paso Doble gesungenen Titels aus dem Jahr 1985. Name des Projekts wurde ein Kosename, den Wagner von ihrer Mutter in Anlehnung an ihren Vornamen im Kindesalter erhalten hatte – „Blümchen“.

1995–1999: Erfolg als Blümchen Im Herbst 1995 wurde Herz an Herz veröffentlicht. Das Lied unterscheidet sich stark von dem von Paso Doble interpretierten Original, das der Neuen Deutschen Welle zugeschrieben wurde. Der Poptitel weist Techno- und Rave-Elemente auf, den veränderten Gesang Wagners und lange instrumentale Partien. Lediglich der Refrain des Originals wurde unverändert übernommen. Zunächst ein Ladenhüter, konnte der Song aufgrund hoher Rotation des Videoclips auf dem Musiksender VIVA und Berichten in diversen Zeitungen bis auf Platz vier der deutschen Singlecharts klettern. Frank Oberpichler, Mitglied von Paso Doble, komponierte oder textete auch andere Songs für Blümchen, unter anderem ihre zweite Single Kleiner Satellit (Piep, piep), die ebenfalls die Top 10 der deutschen Charts enterte.

Größere mediale Aufmerksamkeit erhielt Blümchen unter anderem durch die Jugendzeitschrift Bravo und den Musiksender VIVA, der ihre Videoclips spielte. Zudem war sie in vielen Fernsehsendungen zu Gast und steigerte ihre Popularität durch die Moderation verschiedener Jugendformate. So übernahm sie bereits 1996 die Moderation von Heart Attack. Die Entdeckung Wagners wurde in den ersten Jahren ihrer Karriere anders dargestellt, als sie eigentlich war. Das Zusammentreffen mit den Produzenten Paralyzer und Djukanovic sei rein zufällig auf einer Neue-Deutsche-Welle-Party geschehen, wo sie auffiel, da sie bei jedem Song laut mitgesungen habe. Nach dem Ende der Karriere als Blümchen dementierten sowohl Wagner als auch ihr Management diese Geschichte.

Nach dem erfolgreichen Start der Karriere begannen die Arbeiten an dem ersten Studioalbum der damals 16-Jährigen. Der Longplayer wurde mit dem Namen Herzfrequenz betitelt und im Mai 1996 erstmals veröffentlicht. Es folgten zwei weitere Songs aus dem Album, die beide die Top 20 der deutschen Single-Charts erreichten. Aufgrund des Erfolgs von Herzfrequenz – die CD hielt sich knapp ein Jahr lang in den deutschen Charts und wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet – erfolgte im Februar 1997 eine Wiederveröffentlichung. Darauf enthalten war auch die Coverversion des Queen-Songs Bicycle Race. Neben Blümchen coverten sechzehn weitere Musikprojekte wie Captain Jack, Mr. President oder DJ BoBo Titel von Queen für die Kompilation Queen Dance Traxx 1 in Eurodance- und Rave-Versionen.

Nach dem zehnten Schuljahr verließ Wagner, die noch während ihrer ersten Veröffentlichungen die Otto-Hahn-Schule in Hamburg-Jenfeld besuchte, zugunsten ihrer Karriere die Schule mit einem Realschulabschluss. Sie erklärte 2010, dass sie plane, das Abitur nachzuholen.

Bald darauf folgten erste Versuche, Blümchen auch im Ausland zu etablieren. In Österreich und der Schweiz konnte sie mit den bis dahin veröffentlichten Singles Erfolge feiern, und auch das Album Herzfrequenz platzierte sich dort in den Charts. Chartnotierungen gab es auch in Norwegen, den Niederlanden und Ungarn. Unter dem Namen Blossom erfolgten 1996 erste Veröffentlichungen englischsprachiger Versionen der deutschen Songs in anderen Teilen Europas und auch in Asien. Eine zweiwöchige Promotiontour durch Asien – Ziele waren unter anderem die Philippinen, Taiwan und Japan – folgte im Jahr 1997.

Zu dieser Zeit wurde in Medien spekuliert, dass Jasmin Wagner in Wirklichkeit älter war, als in ihrer offiziellen Biographie angegeben. Diese Gerüchte wurden von ihr und ihrem Management ebenso dementiert wie Spekulationen darüber, ob Wagner nur das Gesicht Blümchens war und sie die veröffentlichten Songs gar nicht selbst singe. Letzteres wurde fünfzehn Jahre später wieder aufgegriffen (siehe unten).

Die Veröffentlichung der Vorabsingle Nur geträumt, im Original von Nena und ebenfalls eine Coverversion aus der Neuen Deutschen Welle, erfolgte im Frühjahr 1997. Stilistisch ähnelte dieser Song, ebenso wie die anderen Titel auf dem zweiten Studioalbum namens Verliebt …, den Songs, die auf dem Herzfrequenz-Album veröffentlicht wurden. Nena selbst bezeichnete die Cover-Version ihres Lieds als „süß“ und erzählte, dass die Produzenten anfragten, ob sie den Song mit Wagner gemeinsam im Duett singen wolle. Das Angebot lehnte sie allerdings ab. Zum ersten Mal erreichte Wagner mit einem ihrer Alben die Top 10 der deutschen Charts und wurde wiederum mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Es folgten drei weitere Singles von dem Longplayer.

Zur Albumveröffentlichung begann im Frühjahr 1997 unter dem Namen Verliebt …-Tour die erste Livetour durch mehrere Städte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Zur Präsentation ihrer ersten Ballade Gib’ Mir Noch Zeit absolvierte die damals 17-Jährige einen Gastauftritt in der Daily Soap Gute Zeiten, schlechte Zeiten auf RTL. Der Song konnte als vierte Single in ihrer Karriere die Top 10 der Charts erreichen, während die Live-Tour aufgrund großer Nachfrage im Winter des gleichen Jahres um weitere Termine verlängert wurde.

Im Spätsommer 1998 folgte unter dem Titel Jasmin das dritte Album von Blümchen. Es wurde ein Image- und Stilwechsel vollzogen. Zwar bewegten sich die Songs noch im Bereich des Genre Dance, konnten nun jedoch eher der Popmusik zugeschrieben werden, zudem beschränkten sich die Songs nicht mehr nur auf die Refrains, sondern enthielten nun auch Strophen. Wagner färbte sich zur Veröffentlichung der Vorabsingle Blaue Augen, ein Cover des Songs von Ideal aus den frühen 1980er Jahren, ihre Haare rot und präsentierte sich zunehmend „erwachsener“. Erstmals beteiligte sich die damals 18-Jährige an einem Song und schrieb den Text des Songs Hand In Hand (Gewalt ist doof).

Jasmin konnte wie das Vorgängeralbum die Top 10 der deutschen Charts erreichen. Zwar brachte das Album keine weitere Top-10-Single hervor, doch auch die Singleveröffentlichungen können als Erfolg bezeichnet werden. Begleitend zum Album tourte Wagner wieder durch größere Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ausschnitte von Tourauftritten wurden auf der VHS Blümchen '95 – '98 neben allen bisher gedrehten Musikvideos im November 1998 veröffentlicht. Erstmals seit ihrem Karrierestart nahm sich Jasmin Wagner nach der Veröffentlichung ihres dritten Albums eine längere Auszeit. Sie besuchte in den USA für drei Monate ein Schauspiel-College und bezog eine Wohngemeinschaft gemeinsam mit anderen Studenten.

mini|Blümchen (1999, Wien) Währenddessen erreichte sie mit der deutsch-französischen Neuaufnahme des Songs Du bist die Insel, der ursprünglich auf dem Album Verliebt … enthalten war, die französischen Charts. Tu es mon île platzierte sich im Duett mit der französischen Sängerin Yta Farrow auf Rang 48. In Schweden kam es sogar zu mehreren Veröffentlichungen. Das Video zum Song Ich bin wieder hier wurde im Dezember 1998 erstmals in der schwedischen Musikshow Voxpop ausgestrahlt. Es folgte ein erstes Radiointerview in Schweden. Nachdem der Song Platz 12 in den schwedischen Dance-Charts erreicht hatte, konnte das Rozalla-Cover auch im Januar 1999 die offiziellen schwedischen Charts entern und stieg bis auf Platz 28. Im April 1999 folgte die Veröffentlichung von Nur geträumt. Der ursprünglich zwei Jahre zuvor veröffentlichte Song platzierte sich ebenfalls in den Top 30 der schwedischen Charts. Ihren größten Erfolg in Schweden erzielte Wagner mit dem Song Heut’ ist mein Tag. Im Juli 1999 stieg der Song auf Platz 36 ein und kletterte in den folgenden Wochen bis auf Platz 10 der Charts und wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Insgesamt 21 Wochen blieb der Titel in den schwedischen Charts. Es folgten Promotion-Termine und weitere Veröffentlichungen in Schweden, unter anderem eine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Musiker E-Type. Im Nachbarland Norwegen konnte Heut’ ist mein Tag sogar Platz 1 der Charts erreichen – bis heute ist der Titel damit die einzige Nummer-1-Single in Wagners Karriere.norwegiancharts.com

In Deutschland wurde Heut’ ist mein Tag begleitend zur Veröffentlichung der Fan-Edition von Jasmin im Frühjahr 1999 herausgebracht. Letztmals konnte Blümchen zu aktiven Zeiten damit die Top 20 der deutschen Charts erreichen. Wenige Monate später, im Herbst 1999, erfolgte dann die Veröffentlichung des ersten Livealbums mit dem Titel Live in Berlin. Hierzu wurde das Konzert der Jasmin-Tour '98 in Berlin mitgeschnitten und zusammen mit dem Weihnachtssong Unterm Weihnachtsbaum veröffentlicht. Weder Album noch Single konnten an die alten Erfolge anknüpfen. Kritisiert wurde auch, dass der Musikstil Blümchens sich nicht für ein Livealbum eigne.