__NOTOC__ Die Wert-Erwartungstheorie ist eine psychologische Handlungstheorie (Vgl. Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie), die dem Rational-Choice-Ansatz zugerechnet werden kann. Die Grundidee dieser Theorie lautet:
Die Wert-Erwartungstheorie geht dabei von sechs Annahmen aus: Jedes Handeln ist eine Wahl zwischen Alternativen. Jedes Handeln hat Folgen. Die Folgen werden vom Akteur bewertet. Die Folgen treten mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit auf (beim Akteur: Erwartungen). Handlungsalternativen werden einer Evaluation (bzw. Gewichtung) unterzogen („WE-Gewicht“). Es wird stets die Handlungsalternative ausgewählt, deren „WE-Gewicht“ maximal ist.
Geschichte Die Grundlagen wurden vom Philosophen Jeremy Bentham und dem Statistiker Daniel Bernoulli im 18. Jahrhundert gelegt. Während Bentham das Nutzenkonzept in das ökonomische Denken einführte, stammt von Bernoulli die Vermutung, dass diejenige Alternative gewählt wird, deren Erwartungswert am höchsten ist.
Siehe auch Erwartung-mal-Wert-Modell Verhaltensökonomik
Literatur Hartmut Esser: Soziologie. Spezielle Grundlagen. Band 1: Situationslogik und Handeln. Frankfurt/New York 1999, S. 247–293.
Einzelnachweise
Kategorie:Allgemeine Psychologie Kategorie:Handlung und Verhalten Kategorie:Entscheidungstheorie Kategorie:Theorie der rationalen Entscheidung