Rabenstein ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich, südlich von St. Pölten.

Geografie Rabenstein an der Pielach liegt inmitten des Pielachtales im Mostviertel in Niederösterreich. Die Marktgemeinde erstreckt sich in einer Seehöhe von 332 Meter (Pielach an der nördlichen Gemeindegrenze) bis zur höchsten Erhebung, dem Geisbühel, mit 849 Metern. Etwas östlich des Gipfels steht die Josef-Franz Hütte.

Die Fläche beträgt 36,23 Quadratkilometer, davon sind 48 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 46 Prozent bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst acht Ortschaften bzw. Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Deutschbach () samt Deutschbach-Siedlung und Deutschbachmühle Dorf-Au () samt Dorf-Au/Häusergruppe Königsbach () Markt () Röhrenbach () samt Mitter-Röhrenbach, Ober-Röhrenbach und Vorder-Röhrenbach Steinklamm () Tradigist () samt Christental, Roggenstatt und Tradigist-Siedlung Warth () samt Hundsdorf und Steiner

Die Gemeinde umfasst die einzige Katastralgemeinde Rabenstein.

Nachbargemeinden Je eine der vier Nachbargemeinden liegt im Bezirk Lilienfeld (LF), Bezirk St. Pölten (PL) und Bezirk Melk (ME).

Geschichte mini|Rabenstein an der Pielach um 1906 Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rabenstein im Jahr 1136 im Zusammenhang mit Wilhelm von Ramingstein, der dem Geschlecht der Babenberger angehörte. Der unterhalb der Burg angelegte Ort spielte als Herrschaftssitz eine wichtige Rolle in der Besiedelung des Pielachtals im 12. Jahrhundert. Bereits 1280 scheint Rabenstein erstmals als „Markt“ auf und ist damit der älteste Ort im Pielachtal. 1683, als die Türken einbrachen, wurde die Burg Rabenstein einen Monat hindurch belagert, doch konnte sie nicht eingenommen werden.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Ruine Rabenstein mini|Pfarrkirche Rabenstein an der Pielach mini|Mariahilfkapelle Tradigist

Bärntallacke: Zwei mächtige uralte Linden – eine davon mit acht Meter Umfang – bilden gemeinsam mit der Lacke dieses am Pielachtaler Rundwanderweg 652 situierte Naturdenkmal am sogenannten „Weg der ewigen Tränen“ zwischen Geiseben und Kaiserkogel. Burgruine Rabenstein, im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts auf einem bewaldeten Felsen in der Pielachschleife von einem Wichard von Rabenstein, der sich von Hohenstauf nannte, erbaut. Nach dem Erlöschen seines Geschlechts im Namensträgerstamm kam die dazugehörige Grundherrschaft teils an die Landesfürsten, teils an die Adelsfamilien der Landenberger; Maissauer; Scheck von Wald; die Seisenegger; Hohenberger u. a. und wurde von den Sinzendorfern mit der Grundherrschaft und Schloss Fridau vereinigt. Im 17. Jahrhundert verfiel die Burg zur Ruine. Auf einem Votivbild in der Rabensteiner Pfarrkirche hat sich eine Abbildung aus dieser Zeit erhalten.siehe: Gerhard Stenzel: Von Burg zu Burg in Österreich. Mit Luftbildaufnahmen von Lothar Beckel. Verlag Kremayr & Scheriau Wien, 2. verbesserte und erweiterte Auflage, 1973, ISBN 3-218-00278-8, S. 213. Geisbühel () mit Josef-Franz-Hütte () NAT-URwald am südwestlichen Rücken des Geisbühels Spitzmauer: Felsen am Geisbühel als Aussichtspunkt auf das obere Pielachtal und Ötscher sowie Schneeberg Katholische Pfarrkirche Rabenstein an der Pielach hl. Laurentius: spätgotische, dreischiffige Staffelkirche, in der Kardinal Franz König am 5. August 1905 getauft wurde Katholische Mariahilfkapelle Tradigist Pielachtalbad Rabensteiner Gemeinde- und Kulturzentrum (GuK) Westerndorf am „Greenhorn Hill“ 3K-Galerie „die Fabrik“ Andreaskirche, ein Gotteshaus (ohne Turm und Dorf) auf einer Anhöhe zwischen Rabenstein und Kirchberg in der Gemeinde Kirchberg.

Regelmäßige Veranstaltungen mini|Gemeinde- und Kulturzentrum Neujahrsempfang des Bürgermeisters Jungbürgerfeier Rabensteiner Kultur-Frühling Nationale und internationale Turniere vom Ravenstone Beachvolleyball-Club Kardinal König-Gespräch (letzter Samstag im August) Rabensteiner Kultur-Herbst Stelzenschießen der Rabensteiner Schützengilde, jährlich im November Rabensteiner Advent

Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 99, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 89. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.063. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45 Prozent.

Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es zwei Kindergärten, zwei Volksschulen und eine Mittelschule.

Verkehr mini|Mariazellerbahn in Rabenstein (2002) Bahn: Rabenstein liegt an der Mariazellerbahn. Es gibt einen barrierefreien Mittelbahnsteig mit transparentem Wartehäuschen. Im Bahnhofsgebäude befindet sich eine Tierarztpraxis und ein öffentliches WC. Ausgangspunkt der Mariazellerbahn ist St. Pölten, von hier führt die Strecke in das Pielachtal. In Laubenbachmühle beginnt die Bergstrecke. Endpunkt der Bahn ist der weltberühmte Wallfahrtsort Mariazell. Straße: Rabenstein liegt an der Bundesstraße 39, die Rabenstein mit St. Pölten und Mariazell verbindet.

Politik Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990: ÖVP 11, SPÖ 6, FPÖ 4. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995: ÖVP 10, SPÖ 6, FPÖ 5. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000: ÖVP 13, SPÖ 7, GRL 1. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005: ÖVP 13, SPÖ 7, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010: ÖVP 15, SPÖ 5, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015: ÖVP 15, SPÖ 5, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020: ÖVP 16, SPÖ 5. Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025: ÖVP 14, SPÖ 5, FPÖ 2.

Bürgermeister Bürgermeister seit 1867 waren 1867–1870 Johann Voglhuber 1873–1876 Franz Wurm 1893–1923 Alois Pallwein 1932–1934 Hans Neuburg 1934–1938 Johann Kaiser 1938–1945 Hans Neuburg 1948–1950 Johann Kaiser 1950–1965 Rudolf Egger 1965–1975 Johann Nurscher 1975–1987 Michael Pirgmayer 1987–2000 Karl Egger seit 2000 Kurt Wittmann

Wappen rechts|150px Obwohl Rabenstein der älteste Markt im Pielachtal ist, wurde erst 1983 das Recht zur Führung eines Marktwappens verliehen. Der Markt war anfangs unter der Führung des Geschlechts der Ramingsteins, sodass es nicht erforderlich war, die Rechte des Marktes privilegienmäßig zu untermauern. Somit hatte der Markt bis 1848 weder Siegel noch Wappen. Erst nach der Konstituierung der freien Marktgemeinde Rabenstein im Jahre 1854 wurde von der Gemeindeführung „ein auf einem Felsen sitzender Rabe“ ins Siegel aufgenommen.

Städtepartnerschaft Partnergemeinde ist seit 1999 der gleichnamige Ortsteil der Stadt Chemnitz in Deutschland.

Persönlichkeiten Wilhelm Ritter von Wymetal (1863–1937), Schauspieler und Regisseur, in Rabenstein geboren Franz Kardinal König (1905–2004), im Rabensteiner Ortsteil Warth geboren Ulrich Reinthaller (* 1964), Schauspieler, der in Rabenstein lebt Christa Schnabl (* 1964), Theologin Willi Stiowicek (* 1956), Politiker und Gemeinderat in Rabenstein an der Pielach Alexander Schmirl (* 1989), National und International erfolgreicher Sportschütze Wilhelm Zedinek (1898–1971), Pfarrer und Abt

Weblinks

Homepage von Rabenstein an der Pielach

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk St. Pölten Kategorie:Ersterwähnung 1136