Der Bundestagswahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal (Wahlkreis 206; bis zur Bundestagswahl 2021 Wahlkreis 207) ist ein Wahlkreis in Rheinland-Pfalz. Er umfasst die kreisfreien Städte Ludwigshafen am Rhein und Frankenthal (Pfalz) sowie aus dem Rhein-Pfalz-Kreis die verbandsfreien Gemeinden Bobenheim-Roxheim, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof und Mutterstadt und die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Lambsheim-Heßheim und Maxdorf sowie Altrip und Neuhofen aus der Verbandsgemeinde Rheinauen.

In der aktuellen Abgrenzung existiert der Wahlkreis seit der Wahlkreisreform von 2002. Er ging aus dem Vorgängerwahlkreis Ludwigshafen hervor, dem 2002 die Gemeinden Frankenthal (Pfalz), Bobenheim-Roxheim und Lambsheim sowie die Verbandsgemeinden Heßheim und Maxdorf aus dem aufgelösten Wahlkreis Frankenthal hinzugefügt wurden. Frankenthal (Pfalz) hatte zusammen mit seiner näheren Umgebung bereits von 1949 bis 1965 zum Wahlkreis Ludwigshafen am Rhein gehört.

Im Wahlkreis Ludwigshafen kam es zwischen 1976 und 1998 zu überregional mit besonderem Interesse verfolgten Zweikämpfen um das Direktmandat zwischen dem CDU-Kandidaten Helmut Kohl und den jeweiligen Gegenkandidaten der SPD.

Wahlkreisgeschichte Wahl Wahlkreisname Gebiet 1949 11 Ludwigshafen am RheinLudwigshafen am Rhein, Frankenthal (Pfalz), Landkreis Ludwigshafen, Landkreis Frankenthal (Pfalz) ohne den Amtsgerichtsbezirk Grünstadt 1953–1961 158 Ludwigshafen am Rhein 1965–1969 159 Ludwigshafen Ludwigshafen am Rhein, Landkreis Ludwigshafen 1972–1976 159 LudwigshafenLudwigshafen am Rhein, vom Landkreis Ludwigshafen die Gemeinden Altrip, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof, Mutterstadt und Neuhofen sowie die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim 1980–1998 157 Ludwigshafen 2002 210 Ludwigshafen/Frankenthal Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal (Pfalz), vom Rhein-Pfalz-Kreis die Gemeinden Altrip, Bobenheim-Roxheim, Böhl-Iggelheim, Lambsheim, Limburgerhof, Mutterstadt und Neuhofen sowie die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Heßheim und Maxdorf 2005 209 Ludwigshafen/Frankenthal 2009–2013 208 Ludwigshafen/Frankenthal 2017–2021 207 Ludwigshafen/Frankenthal 2025– 206 Ludwigshafen/Frankenthal Im Jahre 1969 wurde der Ostteil des ehemaligen Landkreises Frankenthal (Pfalz) in den Landkreis Ludwigshafen eingegliedert. Der Landkreis Ludwigshafen wurde 2004 in Rhein-Pfalz-Kreis umbenannt.

Wahlkreisabgeordnete Wahl Abgeordneter Partei Stimmenin % 1949 43,1 1953 43,3 1957 45,2 1961 47,0 1965 51,1 1969 54,9 1972 58,9 1976 53,1 1980 54,1 1983 47,7 1987 46,0 1990 44,7 1994 46,0 1998 47,9 2002 47,3 2005 43,4 2009 38,4 2013 43,3 2017 32,2 2021 32,8 2025 kein – ungenügende Zweitstimmendeckung

Wahlergebnisse Bundestagswahl 2025

Bundestagswahl 2021

Die Bundestagswahl 2021 fand am Sonntag, dem 26. September 2021 statt. Dabei konnte Christian Schreider für die SPD das Wahlkreismandat von der CDU zurückerobern.

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Torbjörn Kartes CDU 25,0 22,0 Christian Schreider SPD 32,8 29,9 Stefan Scheil AfD 11,6 11,8 Michael Goldschmidt FDP 9,0 12,0 Armin Grau GRÜNE 11,2 11,8 Liborio Ciccarello DIE LINKE 3,0 3,0 Hans Arndt FREIE WÄHLER 4,9 3,1 – Die PARTEI – 0,9 – PIRATEN – 0,4 – ÖDP – 0,1 – NPD – 0,2 – V-Partei³ – 0,1 Liselotte Seiberth MLPD 0,1 0,0 Alexander Kiesow dieBasis 1,3 1,1 – DiB – 0,1 Markus Böhm LKR 0,1 0,1 – Die Humanisten – 0,1 – Tierschutzpartei – 1,8 – Team Todenhöfer – 0,8 – Volt – 0,5 Bernd Michael Hackel AusUnsrerMitte 0,3 – Martin Schöne Klimaliste 0,4 – Reiner Bechtel Politik durch Bodenständigkeit und Bürgerbeteiligung 0,4 –

Bundestagswahl 2017

Die Bundestagswahl 2017 fand am Sonntag, dem 24. September 2017 statt.

DirektkandidatDer Bundeswahlleiter: Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Torbjörn Kartes CDU 32,1 30,9 Doris Barnett SPD 31,9 25,0 Dirk Raik Dreher GRÜNE 5,5 7,3 Thomas Schell FDP 7,5 10,2 Gerald Unger DIE LINKE 5,6 6,7 Marcus Künster AfD 14,5 15,5 – PIRATEN – 0,6 Hans Arndt FREIE WÄHLER 2,6 1,5 – NPD – 0,4 – ÖDP – 0,2 Madeleine Stockert MLPD 0,3 0,1 – BGE – 0,2 – Die PARTEI – 1,1 – V-Partei³ – 0,3

Bundestagswahl 2013

Die Bundestagswahl 2013 fand am Sonntag, dem 22. September 2013, statt. vom 22. September 2013 auf wahlen.rlp.de

Es traten 14 Parteien in Rheinland-Pfalz landesweit gegeneinander an. Dies entschied der Landeswahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 26. Juli 2013 in Mainz. Pressemitteilung des Landeswahlleiters vom 26. Juli 2013 Damit erhielten alle Parteien eine Zulassung, die fristgerecht bis zum 15. Juli ihre Landeslisten und weitere Unterlagen eingereicht hatten.14 Parteien treten in Rheinland-Pfalz bei Bundestagswahl an auf allgemeine-zeitung.de vom 26. Juli 2013

Die Reihenfolge der zugelassenen Landeslisten auf dem Stimmzettel richtet sich zunächst nach der Zahl der Zweitstimmen, die die jeweilige Partei bei der letzten Bundestagswahl im Land erreicht hat (Listenplätze 1 – 10): CDU, SPD, FDP, GRÜNE, Die Linke, PIRATEN, NPD, REP, ÖDP und MLPD. Neu kandidierende Listen schließen sich in alphabetischer Reihenfolge ihres Namens an (Listenplätze 11 – 14): Alternative für Deutschland (AfD), Bürgerbewegung pro Deutschland (pro Deutschland), Freie Wähler und die Partei der Vernunft.

Direktkandidat als PDF-Datei vom 26. Juli 2013 Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Maria Böhmer CDU 43,3 39,0 Doris Barnett SPD 35,6 29,5 Thomas Schell FDP 2,5 5,2 Romeo Franz Bündnis 90/Die Grünen 4,8 7,2 Gerald Unger Die Linke 4,9 5,6 Roman Schmitt Piratenpartei 2,8 2,5 Heinz Neumann NPD 1,8 1,4 Marco Steigert Die Republikaner 1,6 1,2 — ÖDP — 0,2 Madeleine Stockert MLPD 0,2 0,1 — AfD — 6,0 — Bürgerbewegung pro Deutschland — 0,2 Hans Arndt Freie Wähler 2,6 1,4 — Partei der Vernunft — 0,3 Doris Barnett von der SPD konnte über die Landesliste in den Bundestag einziehen. auf wahlen.rlp.de vom 23. September 2013

Bundestagswahl 2009

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005Zweitstimmen in % Maria Böhmer CDU 38,4 32,4 33,7 Doris Barnett SPD 32,4 26,8 37,4 Ralf Marohn FDP 8,6 14,9 10,4 Bernhard Braun Bündnis 90/Die Grünen 6,2 8,6 7,0 Kathrin Senger-Schäfer Die Linke. 8,6 10,3 5,8 Ronald Neumann NPD 1,2 1,2 1,5 Marco Steigert REP 2,4 2,4 2,8 – FAMILIE – 1,0 1,1 – PBC – 0,2 0,3 Madeleine Stockert MLPD 0,1 0,1 0,2 – DVU – 0,1 – – ödp – 0,2 – Philipp Scherer PIRATEN 2,1 2,0 - Doris Barnett (SPD) und Kathrin Senger-Schäfer (Die Linke.) sind über die jeweiligen Landeslisten in den Bundestag eingezogen.

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Einzelnachweise

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