mini|hochkant=1.4| Die Reederei Riedel GmbH ist ein Fahrgastschifffahrtsunternehmen in der deutschen Hauptstadt Berlin und ehemals in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Das Unternehmen wurde im Jahr 1971 durch Margarete und Heinz Riedel unter der Bezeichnung Reederei Heinz Riedel in West-Berlin mit Stammsitz in Berlin-Kreuzberg gegründet, ab 2012 verlegt zum neu angelegten Hafen Rummelsburg.
Geschichte Mit dem Wegfall der Berliner Mauer konnte die Reederei, die bis dahin hauptsächlich auf den Wasserstraßen im westlichen Berlin unterwegs war, die Besichtigungstouren auf alle Berliner Flüsse und Kanäle ausdehnen. 1996 erwarb die Familie Freise das Familien-Unternehmen und gründete die Reederei Riedel GmbH. Im Lauf der Zeit erwarben die Reeder weitere Schiffe und stellten neue Mitarbeiter ein. Ab 1997 begann eine schrittweise Modernisierung der Flotte und ab 2003 wurden sechs neue Schiffe in Dienst gestellt. So ist die Reederei seit 2008 mit 16 FahrgastschiffenDie Flotte. und 38 Anlegestellen im Berliner Stadtgebiet nach der Stern und Kreisschiffahrt die zweitgrößte Fahrgastreederei Berlins. Seit Januar 2020 sind Uwe Fabich und Holger Jackisch neue Besitzer der Reederei Riedel. Sie besitzen bereits das neben dem Firmensitz der Reederei Riedel gelegene Funkhaus Nalepastraße.Berlin Reederei Riedel bricht zu neuen Ufern auf.
Bernhard Freise, Bruder der ehemaligen Berliner Geschäftsführer, betrieb die eigenständige Reederei Riedel GmbH HalleReederei Riedel GmbH Halle in Halle an der Saale. Die Fahrten dort fanden zwischen Bernburg und Merseburg auf der Saale statt. Nach Insolvenz wurden die eingesetzten Schiffe 2019 verkauft.Reederei Riedel ist verkauft - Saaleschiffe „Stadt Halle“ und „Elfe“ werden modernisiert
Service der Reederei in Berlin Es werden verschiedene Fahrten werden angeboten, die vorrangig im Stadtgebiet von Berlin auf der Spree, dem Landwehrkanal sowie deren Verbindungskanälen stattfinden. Zusätzlich zu den festen Routen können Schiffe von Unternehmen oder Privatpersonen gechartert werden. Die Reederei fördert soziale Projekte wie das Corporate Social Responsibility (CSR) im Berliner Verband der Klein-Unternehmer.
Schiffsbestand der Reederei April 2022 Insgesamt betreibt das Unternehmen mehrere Fahrgastschiffe auf Berliner Gewässern.Flotte (Stand vom 6. April 2022)
Die Reederei hat das Schiff Spree-Diamant zu Beginn der 2010er Jahre mit Rußpartikelfiltern ausrüsten lassen, auch das Schiff Kreuzberg erhielt einen solchen Filter. Die von den Dieselmotoren ausgestoßenen Feinstaubpartikel werden somit um bis zu 97 Prozent reduziert. Im Zuge der Diskussion um die Umweltverschmutzung in Innenstädten ist dies ein wichtiger Beitrag der Schiffseigner.
Schiffsname Baujahr Gesamt-plätze Plätze innen Länge/Breitein Metern frühere(r) Name(n) Erklärung Bild Schöneberg 1963 290 120 39,32 / 5,77 Helena Gebaut auf der Werft Büsching & Rosemeyer in Minden. Das Schiff wurde zu Beginn der 2010er Jahre modernisiert. 150px Spree-Comtess 2002 330 180 43,10 / 7,00 150px Rixdorf 1963 180 60 30,70 / 5,24 Spreekieker; Gruga 150x150px
Inaktive bzw. nicht auf der Firmenwebsite gelistete Schiffe (April 2022) Schiffsname Baujahr Gesamt-plätze Plätze innen Länge/Breitein Metern frühere(r) Name(n) Erklärung Bild Blue-Star 1994 120 70 25,70 / 5,10 Capt. Cook 150px Spree-Athen 1949 250 90 31,60 / 5,72 Dockenhuden 150px Spree-Blick 2004 / 2006 30 21,20 / 7,00 Ehemaliges antriebsloses schwimmendes Restaurant an der Hansabrücke, stillgelegt (April 2022) im Hafen Rummelsburg. 150px Spree-Blick I 2006 130 100 29,50 / 7,00 150px Spree-Blick II 2006 130 100 29,50 / 6,98 150px Spree-Blick III 2006 130 100 30,10 / 7,00 150px Spree-Perle 1954 180 60 28,66 / 5,00 Lindenwirtin; Stadt Wertheim; Saarland; Cigogne 150px Spree-Diamant 2005 180 110 34,18 / 6,98 Dieses Schiff erhielt am 22. August 2013 die Auszeichnung „sauberstes Fahrgastschiff Berlins“. Der Umweltpreis wurde vom BUND für Binnenschiffe entwickelt und berücksichtigt, dass nicht nur der Antriebsmotor, sondern auch das Stromaggregat mit einem Dieselpartikelfilter ausgestattet wurden.Information in der Berliner Zeitung, 20. August 2013, Seite 19 (Oberschöneweide) 150px Spree-Prinzessin 1953 250 95 39,90 / 4,93 Brigitte 150px Spree-Lady 1966 190 70 29,60 / 5,60 Goethe; Gräfin Lauretta; Fürst Bismarck 150px Spree-Nixe 1912 21,20 / 4,40 Mozart; Rex Werkstattschiff 150x150px Köpenick 1993 250 150 47,31 / 6,37 Prins Hendrik Gebaut in den Niederlanden auf der Scheepswerft Grave B.V.; bei Riedel seit 2013 im Einsatz.Die Flotte auf der Riedel-Homepage; abgerufen am 11. April 2015. alt=|150x150px|Die Köpenick auf der Spree in der Nähe der Marschall-Brücke Kreuzberg 2003 290 120 39,00 / 6,54 150px|Die Kreuzberg auf der Spree am Schlossplatz Rummelsburg 1998 250 160 47,85 / 6,35 Princehaven Gebaut in den Niederlanden auf der Scheepswerft Grave B.V.; von Riedel seit 2013 im Einsatz.Die Flotte auf der Riedel-Homepage; abgerufen am 11. April 2015. 150x150px|Rummelsburg Kehrwieder 1902 290 180 41,46 / 6,42 Kehrwieder II; Reiherstieg; Neuhof Neuhof als Dampfschiff; als Reiherstieg Umbau zum Dieselmotorschiff, ab 2017 Restaurantschiff, später nach Prag verkauft 150px
Spree-Prinzessin als Berliner Märchenschiff Die Geschäftsleitung der Reederei führte 2004 als besonderes Angebot das Vorlesen von europäischen Fabeln und Märchen an Bord eines ihrer Schiffe ein. Seitdem fährt die Spree-Prinzessin jedes Jahr im Frühjahr oder Sommer als Arche Europa auf den Berliner Gewässern. Die Aktion wird unterstützt von der Bundesregierung, von Politikern, von Diplomaten, von Künstlern sowie vom Verein Märchenland.; abgerufen am 28. Juli 2009
In Halle (ehemals) Schiffsname Anzahl Plätzegesamt Baujahr Länge/Breitein Metern frühere(r) Name(n) Bild Stadt Halle 290 1928 39,82 / 5,78 Kreuzberg, Cookie, Santa Flora, Baldur (Dampfschiff), Helgoland (Dampfschiff) (stand ab Oktober 2021 zum Verkauf und heißt mittlerweile Lexator) 170px Elfe 180 1937 25,70 / 4,18 Stadt Merseburg, Elfe 170pxRheinpfalz 250 1909 als DS / 1955 motorisiert 32,37 / 5,24 / 1,51 Dorothee (nicht einsatzfähig) 170px Peißnitz 124 1979 28,50 / 5,10 / 0,90 Binnenfahrgastschiff (BiFa) Typ III, ENI 05609530, im Sommer 2016 Eignerwechsel nach Kraków in Polen, neuer Name Patria 170px
Literatur Reederei Riedel GmbH. In: Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe – Illustriertes Schiffsregister, Uwe Welz Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3, S. 438–441.
Siehe auch Liste von Fahrgastreedereien in Berlin
Weblinks
Internetpräsenz Reederei Riedel, abgerufen am 13. November 2018. eine Privatwebseite mit allen in Berlin und im Umland vorhandenen Reedereien und deren Schiffsbestand (nicht aktualisiert) abgerufen am 13. November 2018
Einzelnachweise
Riedel Kategorie:Verkehrsunternehmen (Sachsen-Anhalt) Kategorie:Fahrgastschifffahrtsunternehmen (Deutschland)