mini|Hephaistos zeigt den Göttern die in seinem Netz gefangenen Aphrodite und Ares, um 1540, Kunsthistorisches Museum, Wien mini|Lovis Corinth: Das homerische Gelächter, 1909 (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München) Homerisches Gelächter (von , deutsch „unauslöschliches Gelächter“) bezeichnet das Gelächter, das der griechische Epen-Dichter Homer in seiner Ilias (1, 599) und in seiner Odyssee (8, 326) die Götter anstimmen lässt. Es wird als lautes, nicht enden wollendes Gelächter beschrieben. Der deutsche Ausdruck „homerisches Gelächter“ könnte von dem franz. rire homérique ausgegangen sein.Rudolf Köster: Eigennamen im deutschen Wortschatz: Ein Lexikon (Seite 72), Walter de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-017702-1 und ISBN 978-3-11-017702-2

In der Odyssee erhebt sich das Gelächter über eine Szene mit dem Gott Hephaistos: Er hatte seine Gattin Aphrodite, die ihn mit Ares betrog, zusammen mit diesem in einem unsichtbaren, aus Erz oder StahlOvid, Metamorphosen 4, 176 („ex aere“); Hyginus Mythographus, Fabulae 148 („ex adamante“) bestehenden NetzFriedrich Leberecht Wilhelm Schwartz: Der Ursprung der Mythologie: Dargelegt an griechischer und deutscher Sage (Seite 152), W. Hertz, 1860 (das Original befindet sich in der University of California) gefangen, das er über seinem Ehebett angebracht hatte, und dann die übrigen Götter dazu gerufen (Odyssee 8, 306–320 und 325–327 in der Übersetzung von Johann Heinrich Voß):

Die anderen Götter brachen in Gelächter aus, welches für sterbliche Menschen als Donner zu hören war. Dabei ist nicht ganz zu klären, über wen:

In seinen Metamorphosen (4, 170–189) lässt der römische Dichter Ovid diese Geschichte von einer der Minyaden erzählen. An der Stelle, wo die anderen Götter herzlich über Venus (Aphrodite) und Mars (Ares) lachen, die ihnen da „schimpflich verstrickt“ () präsentiert werden, bemerkt er, auch manch einer „der gutgelaunten Götter möchte gern auf solch Weise in Schimpf und Schande geraten!“.„illi iacuere ligati / turpiter, atque aliquis de dis non tristibus optat / sic fieri turpis.“ Ovid: Metamorphosen. In deutsche Prosa übertragen […] von Michael von Albrecht. Goldmann, München 1987, S. 85.

Einzelnachweise

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