Katharina Marie Schubert (* 22. Januar 1977 in Gifhorn) ist eine deutsche Schauspielerin.
Leben Schubert wuchs in Braunschweig auf. Nach dem Abitur absolvierte sie zwischen 1995 und 1999 ein Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien. Katharina Maria Schubert bei der Agentur Sandra Rudorff, abgerufen am 29. Oktober 2021 Während der Zeit an der Schauspielschule spielte sie in Lotphantasie von Botho Strauß in einer Inszenierung von Luc Bondy bei den Wiener Festwochen 1999. Daraufhin wurde sie vom Wiener Burgtheater engagiert und debütierte dort als „Edrita“ in Martin Kušejs Inszenierung von Grillparzers Weh dem, der lügt!. In den folgenden Jahren hatte sie weitere Rollen am Burgtheater.
Von 2001 bis 2008 gehörte sie zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Unter der Intendanz von Frank Baumbauer arbeitete sie in zahlreichen Rollen unter der Regie von Andreas Kriegenburg, Stefan Pucher, Sebastian Nübling, Jossi Wieler, Johan Simons, René Pollesch, Alvis Hermanis und Thomas Ostermeier. Mit Andreas Kriegenburgs Drei Schwestern von Anton Tschechow war sie als „Irina“ beim Berliner Theatertreffen 2007 eingeladen wie auch 2008 als „Miranda“ in Stefan Puchers Der Sturm von Shakespeare. Von 2012 bis 2014 war sie Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin. In der Spielzeit 2015/2016 spielte sie am Hamburger Thalia Theater in der Dreigroschenoper die Rolle der Polly.
Neben ihrer Arbeit am Theater hatte Katharina Schubert mehrere Hauptrollen in Film und Fernsehen. Für ihre Darstellung einer arbeitslosen Schauspielerin in Oliver Haffners Kinofilm Ein Geschenk der Götter wurde sie 2015 als beste Hauptdarstellerin für den Deutschen Filmpreis nominiert. In allen drei Fällen aus der Reihe Tatort, in denen sie 2019 mitwirkte, spielte sie die Mörderin, 2025 spielte sie in dem Tatort Restschuld eine Verdächtige.
Als Filmemacherin schuf sie die Kurzfilme Wabosch Wilma (2009) und Another fucking … (2011), die beide auf den Hofer Filmtagen Premiere hatten. 2011 war sie Mitglied der Jury beim World Film Festival Montreal., abgerufen am 27. November 2016.
Katharina Marie Schubert lebt in Berlin. Sie spielt Klavier und Akkordeon und war Sängerin der Band The Kapulikaupunki Broken Heart Orchestra, einer Formation von Schauspielern der Münchner Kammerspiele.
Filmografie (Auswahl) Als Schauspielerin 2000: Die Nichte und der Tod (Fernsehfilm) 2006: Shoppen (Regie: Ralf Westhoff) 2007: Herr Bello (Regie: Ben Verbong) 2007: Polizeiruf 110 – Taubers Angst (Fernsehreihe; Regie: Klaus Krämer) 2007: Polizeiruf 110 – Jenseits (Regie: Eoin Moore) 2008: Friedliche Zeiten (Regie: Neele Vollmar) 2008: Buddenbrooks (Regie: Heinrich Breloer) 2009: Ob ihr wollt oder nicht (Regie: Ben Verbong) 2010: Der letzte schöne Herbsttag (Regie: Ralf Westhoff) 2010: Mein Leben im Off (Regie: Oliver Haffner) 2011: Föhnlage. Ein Alpenkrimi (Fernsehfilm; Regie: Rainer Kaufmann) 2011: Wintertochter (Regie: Johannes Schmid) 2011: Rubbeldiekatz (Regie: Detlev Buck) 2011: Der Tatortreiniger – Ganz normale Jobs (Fernsehserie; Regie: Arne Feldhusen) 2012: Anleitung zum Unglücklichsein (Regie: Sherry Hormann) 2012: Tatort – Ein neues Leben (Fernsehreihe; Regie: Elmar Fischer) 2013: Schlussmacher (Regie: Matthias Schweighöfer) 2013: Stralsund – Freier Fall (Fernsehserie) 2014: Ein Geschenk der Götter (Regie: Oliver Haffner) 2014: Wir sind die Neuen (Regie: Ralf Westhoff) 2014: Tatort – Das verkaufte Lächeln (Regie: Andreas Senn) 2014: Der Tatortreiniger – Der Putzer (Fernsehserie; Regie: Arne Feldhusen) 2015: Winnetous Sohn (Regie: André Erkau) 2016: Wer aufgibt ist tot (Regie: Stephan Wagner) 2016: Wellness für Paare (Regie: Jan Georg Schütte) 2016: Hedda (Regie: Andreas Kleinert) 2017: Zwei (Regie: Ariane Zeller) 2017: Atempause (Regie: Aelrun Goette) 2017: Zuckersand (Regie: Dirk Kummer) 2018: Keiner schiebt uns weg 2018: Tatort – Anne und der Tod (Regie: Jens Wischnewski) 2019: Unheimlich perfekte Freunde 2019: Tatort – Falscher Hase (Regie: Emily Atef) 2019: Tatort – Die harte Kern (Regie: Helena Hufnagel) 2019: Meine Nachbarn mit dem dicken Hund (Regie:Ingo Rasper) 2019: Totgeschwiegen (Regie: Franziska Schlotterer) 2021: Kroymann (Satiresendung, 1 Folge) 2022: Sayonara Loreley (Regie: Wolfgang Murnberger) 2023: Bonn – Alte Freunde, neue Feinde (Regie: Claudia Garde) 2023: Die drei !!! (Fernsehserie) 2023: Das Lehrerzimmer 2024: Unschuldig – Der Fall Julia B. 2025: Tatort – Restschuld 2025: Prange – Man ist ja Nachbar (Fernsehfilm)
Als Regisseurin 2020: Das Mädchen mit den goldenen Händen
Theater (Auswahl) 1999: Wiener Burgtheater Troilus und Cressida, Regie: Declan Donellan Weh dem der lügt, Regie: Martin Kušej
2001–2008: Münchner Kammerspiele Hamlet, Regie: Lars-Ole Walburg Sallinger, Regie: Christina Paulhofer Macbeth, Regie: Calixto Bieito Trauer muß Elektra tragen, Regie: Stefan Pucher Drei Schwestern, Regie: Andreas Kriegenburg Der Prozeß, Regie: Andreas Kriegenburg
2009–2015: Deutsches Theater Berlin Maria Stuart, Regie: Stefan Kimmig Am schwarzen See, Regie: Andreas Kriegenburg Elektra, Regie: Stefan Pucher Die schmutzigen Hände, Regie: Jette Steckel Wolf unter Wölfen, Regie: Roger Vontobel Was ihr wollt, Regie: Stefan Pucher
2016: Thalia Theater Hamburg Die Dreigroschenoper, Regie: Antù Romero Nunes
Hörspiele (Auswahl) 2014: Christoph Güsken: Quotenkiller – Regie: Klaus-Michael Klingsporn (DKultur) 2014: Thilo Reffert: Kurschatten (Michelle) – Regie: Götz Fritsch (Radio-Tatort – MDR) 2015: Astrid Litfaß: Aus dem Leben der Nachtmulle (Gretel) – Regie: Andrea Getto (Hörspiel – RBB) 2017: Arno Schmidt: Die Umsiedler – Regie: Oliver Sturm (NDR/WDR) 2020: Ralf N. Höhfeld: Notaufnahme – Regie: Heike Tauch (Ursendung am 22. Mai 2020 – RBB)
Auszeichnungen 2004: Nachwuchspreis der Freunde und Förderer der Münchner Kammerspiele 2007: Bayerischer Kunstförderpreis 2015: Bayerischer Filmpreis 2014 in der Kategorie Beste Darstellerin für ihre Rolle in Ein Geschenk der Götter 2015: Filmpreis der Stadt Hof 2015: Deutscher Schauspielerpreis gemeinsam mit dem Ensemble des Films Ein Geschenk der Götter 2017: Deutscher Schauspielerpreis gemeinsam mit dem Ensemble des Films Wellness für Paare 2020: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin
Weblinks
Katharina Marie Schubert bei der Agentur Sandra Rudorff Katharina Marie Schubert beim Deutschen Theater Berlin
Einzelnachweise
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