Der Internationale Fisher-Effekt (auch: Fisher-Open) überträgt die Aussagen des Fisher-Effekts auf internationale Zusammenhänge. Grundlegend sind folgende Annahmen:
Die Realertragsraten der betrachteten Länder (h: heim; f: fremd) sind identisch (Arbitragefreiheit). Die Fisher-Beziehung gilt in beiden Ländern.
Mit : Realzins : Nominalzins : Inflationsrate impliziert dies, dass folgende Beziehung gilt:
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Daher gilt die erweiterte Fisher-Beziehung:
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Diese Gleichung impliziert ferner, dass Währungen mit höheren (erwarteten) Inflationsraten ein höheres Zinsniveau haben sollten. Abweichungen können begründet sein durch: Nicht vollständig integrierte Kapitalmärkte (Realertragsraten stimmen nicht überein). Politische Risiken. Währungsrisiken. Andere Gründe.
Bei Gültigkeit der Kaufkraftparitätentheorie folgt ferner mit als Wechselkurs in Preisnotierung und dem Zeitindex :
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Diese Gleichung bezeichnet man als Fisher-Open bzw. Internationalen Fisher-Effekt. Er impliziert, dass Währungen mit niedrigen Nominalzinsen tendenziell gegenüber solchen mit hohen Nominalzinsen aufwerten. (Die hohen Nominalszinsen sind dabei durch hohe Inflationsraten begründet.)
Kategorie:Geldpolitik