Margarete Teschemacher (* 3. März 1903 in Köln; † 19. Mai 1959 in Bad Wiessee) war eine deutsche Opernsängerin (Sopran).
Leben Margarete Teschemacher studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt. 1924 debütierte sie als Michaela in Bizets Carmen in Köln. Weitere Engagements führten sie an das Stadttheater Aachen, Stadttheater Dortmund, Nationaltheater Mannheim, Staatsoper Stuttgart.
1934 begann ihre internationale Karriere, sie sang in Buenos Aires am Teatro Colón die Titelrolle von Arabella von Richard Strauss. Zwei Jahre später kam sie nach London und sang im Royal Opera House Covent Garden die Gräfin in Figaros Hochzeit und die Donna Elvira im Don Giovanni.
1935 kam sie an die Sächsische Staatsoper Dresden, wo sie 1938 in der Uraufführung von Daphne von Richard Strauss die Titelpartie als Partnerin von Torsten Ralf sang. Außerdem wirkte sie bei den Festspielen von Salzburg mit.
Des Weiteren war sie zu Gast an der Mailänder Scala, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Oper von Chicago und an den Staatsopern Berlin, München und Wien. 1940 war sie im Wiener Musikverein beteiligt an der Uraufführung der Kantate Deutsche Auferstehung. Ein festliches Lied von Franz Schmidt.
Teschemacher war in erste Ehe mit dem Tenor Gustav Wünsche (1894–1968) verheiratet, 1943 heiratete sie den Münchner Maler und Bühnenbildner Richard Panzer (1899–1985). Teschemacher stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Teschemacher, Margarete. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 264
Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie mit einem Gastspielvertrag mit der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf verbunden.
Margarete Teschemacher starb im Alter von 53 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Sie ist zusammen mit ihrem zweiten Ehemann auf dem Münchner Westfriedhof begraben (Grablage: M links 176/177).
Tonträger Teschemacher nahm zwischen 1932 und 1941 eine größere Anzahl von Titeln für das Label Electrola auf. Hier waren u. a. Helge Rosvaenge, Marcel Wittrisch, Georg Hann und Karl Schmitt-Walter ihre Partner.Teschemacher in der Gramophone Co. discography
Literatur Teschemacher, Margarete. In: Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens, Hansjörg Rost: Großes Sängerlexikon. Vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11598-9 (7 Bände). S. 4679 Lothar Steinke und Günter Walter: Margarete Teschemacher. Biographie und Diskographie. In: Stimmen die um die Welt gingen. Heft 73. Münster 2003, S. 1–80 Teschemacher, Margarete. In: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 609.
Weblinks Peter Sommeregger: Margarete Teschemacher – wer kennt noch diese wunderbare Stimme? Sommereggers Klassikwelt 186
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