Kurt Hermann Buecheler (* 7. Juli 1915 in Frankfurt am Main; † 21. Juni 2004 in Stuttgart) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Der Sohn eines Sanitätsrates besuchte nach dem Abitur von 1933 bis 1936 die Hochschule für Theater in Frankfurt. Sein Debüt gab er am Schauspielhaus in Remscheid, dem er bis 1938 angehörte.
Danach absolvierte er seinen Arbeitsdienst und war bis 1945 eingezogen, gehörte aber zugleich von 1940 bis 1945 dem Thalia Theater in Hamburg an. 1944 verkörperte er dort Dr. Fleischer in Der Biberpelz. 1945 übernahm er die Titelrolle in Faust I bei einer Aufführung im Hof von Schloss Weilburg.
Von 1945 bis 1949 arbeitete er an den Städtischen Bühnen Frankfurt. Hier verkörperte er Peter Peter in Ingeborg von Curt Goetz, Eilers in Des Teufels General, Posa in Don Carlos und Pylades in Iphigenie auf Tauris.
1949 wechselte er an das Hebbel-Theater in Berlin, dem er bis 1951 angehörte. Hier war er als Happy in Tod eines Handlungsreisenden sowie als Boris in Die Gerechten zu sehen. Von 1951 bis 1969 war er an den Staatlichen Bühnen Berlin engagiert. Zu seinen Rollen gehörten Peter in der Uraufführung von Albees Die Zoogeschichte (1959), der Schutzengel in Paul Claudels Der seidene Schuh, August Keil in Rose Bernd, Orest in Elektra von Jean Giraudoux, Dr. Rank in Nora, Dr. Luck in Der Schulfreund, Gorodulin in Ostrowskis Eine Dummheit macht auch der Gescheiteste, Herzog in Wie es euch gefällt und Hornacher in Biografie: Ein Spiel.
Von 1967 bis 1980 unterrichtete Buecheler als Professor für Sprecherziehung an der Hochschule der Künste in Berlin. Als Gast trat er weiterhin bei Theatervorstellungen auf, zum Beispiel für Goethe-Institute 1971 in Italien. Er wirkte in Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter 1967 als Ernst Torgler in der ARD-Dokumentation Der Reichstagsbrandprozeß. Er veranstaltete Vortragsabende und Dichterlesungen mit Werken von Gottfried Benn, Joachim Ringelnatz und Christian Morgenstern. Buecheler, der verheiratet war und eine Tochter hatte, lebte in Stuttgart.
Filmografie 1955: Hotel Adlon 1955: Vor Gott und den Menschen 1956: Spion für Deutschland 1957: Der gläserne Turm 1960: Ich schwöre und gelobe 1961: Die Ehe des Herrn Mississippi 1964: Clavigo 1964: Der Prozeß Carl von O. 1967: Der Reichstagsbrandprozeß 1967: In aller Stille 1967: Ein Duft von Blumen 1967: Lobby Doll und die Sitzstangenaffäre 1967: Der Mönch mit der Peitsche 1969: Die Rückkehr 1969: Tagebuch eines Frauenmörders 1969: Amerika oder der Verschollene 1970: Gedenktag 1970: Eine große Familie 1972: Auf den Spuren der Anarchisten 1972: Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims 1972: Der 21. Juli 1972: Die Pueblo-Affaire 1973: Oh Jonathan – oh Jonathan! 1973: Ein Fall für Goron 1974: Ermittlungen gegen Unbekannt 1975: Die schöne Marianne (Fernsehserie) 1975: Tadellöser & Wolff (Fernsehmehrteiler) 1975: Sie kommen aus Agarthi (Fernsehserie) 1976: Jeder stirbt für sich allein 1978: Arn Hermann (Fernsehserie Gesucht wird …) 1978: Kommissariat 9: Der Zapfhahn 1979: Jauche und Levkojen (Fernsehmehrteiler) 1981: Mit Gewissenhaftigkeit und Würde 1983: Dibbegass Nummer Deckel 1983: Auf Leben und Tod (Fernsehserie Der Alte) 1984: Bei Mudder Liesl (Fernsehserie) 1989: Schwarzenberg (Fernsehmehrteiler)
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 132.
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