mini|Logo „Hexagames“ ab ca. 1987
Hexagames war ein von Heinz Hensley und Jürgen Hagedorn 1982 in Dreieich gegründeter deutscher Spieleverlag, der bis 1992Sumo Issue 8 von Mai 1992 bei gamecabinet.com (englisch) existierte. Es war einer der bekanntesten deutschen Spieleverlage der 1980er. 1995 wurden noch einmal vier Spiele mit dem Label Hexagames veröffentlicht.
Geschichte Im Juli 1981 gründete Heinz H. Hensley geb. Knöpfel (* 1952)Heinz Heinrich Hensley-Piroth auf psiram.com, abgerufen am 22. Oktober 2025 in Dreieich die „Lillian Hensley Unternehmensberatung GmbH“. Hensley brachte 1982 gemeinsam mit Jürgen Hagedorn das von Hensley während eines Gefängnisaufenthalts entwickelte Spiel Long Short heraus.Udo Bartsch: Die Hexagames-Story am 17. Mai 2007 bei fairplay-online.de, abgerufen am 23. Oktober 2025 Im Mai 1982 wurde das erste Logo „Hexagames“ als Wort-/Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet.Registernummer 1042478 beim Deutschen Patent- und Markenamt, abgerufen am 22. Oktober 2025 Im August 1982 wurde das Unternehmen in „Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH“ umbenannt und Jürgen Hagedorn als Prokurist eingetragen.
Nach der Insolvenz des Spieleverlags „Bütehorn“ ca. 1982 nahm „Hexagames“ mehrere „Bütehorn“-Spiele ins Programm; Noch vorhandene „Bütehorn“-Spiele wurden mit einem überklebten „Hexagames“-Logo vertrieben.3 verschiedene Ausgaben von Pharomino auf , abgerufen am 23. Oktober 2025
Von März 1983 bis Mai 1984 war Lillian Anna Hensley alleinige Geschäftsführerin, danach wieder Heinz Hensley. Im Juli 1985 wurde der Sitz des Unternehmens nach Frankfurt am Main verlegt.
Im September 1983 wurde des weiteren die Kommanditgesellschaft „Lillian Hensley Unternehmensberatung Verlag Hexagames GmbH & Co Vertriebs KG“ mit dem Kommanditisten Walter Stamm gegründet, der auch Geschäftsführer der „BoB Büro Organisation Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ in Langen war.
Im April 1986 wurde ersteres Unternehmen in „Hexagames GmbH“ umbenannt, zog nach Dieburg und Walter Stamm übernahm die Geschäftsführung; im Dezember 1987 wurde Stamm durch Lars Winnberg ersetzt und Hagedorn schied als Prokurist aus.
F.A.N. Verlag
Im April 1988 wurde Winnberg durch Andreas Nase als Geschäftsführer ersetzt, Hagedorn wieder als Prokurist eingesetzt und das Unternehmen zog nach Langen. Im Juni 1988 wurde in Langen dann die „F.A.N. Verlags-Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ mit Geschäftsführer Andreas Nase gegründet. Im November 1989 wurde die Wort-/Bildmarke für das seit ca. 1987 verwendete Logo „Hexagames“ von der „F.A.N. Verlag“ in Dreieich angemeldet.Registernummer 1167278 beim Deutschen Patent- und Markenamt Kurz darauf wurde im Januar 1990 das Konkursverfahren für „Hexagames GmbH“ eröffnet. Es wurden aber noch 1991 verschiedene Spiele unter dem Label Hexagames vom „F.A.N. Verlag“ veröffentlicht.Dagmar de Cassan: Spiele Almanach 1991, abgerufen auf yumpu.com am 22. Oktober 2025Spielanleitung Cosmic Encounter auf berndwinkler.de, abgerufen am 23. Oktober 2025 Im Frühjahr 1992 galt der Hexagames als verschwunden.Peter Huth: Ungebürstete Aufsteiger im Kommen in taz. die tageszeitung am 26. Oktober 1992, abgerufen auf taz.de am 20. Oktober 2025 Im Juli 1992 wurde im Handelsregister eingetragen, dass der Unternehmenssitz des „F.A.N. Verlags“ seit Dezember 1991 in Dreieich war.
Joe Nikisch, der 1989 „Abacusspiele“ gründete, war bis 1990 bei spielarchiv.de als Produktmanager für die Produktpalette von „Hexagames“ verantwortlich.
Nach der Auflösung von „Hexagames“ übernahm der zu „Schwerdtle & Schantz“ gehörende Berliner Spieleverlag „Sala“ unter dem Label Salagames ab 1992 einige der Spiele ins Programm.Dino bei gamesweplay.de Auch Salagames verschwand nach ungefähr zwei Jahren wieder vom Markt.
1994 wurden einige Hexagames-Spiele von „Abacusspiele“ neu verlegt.
BOB Marketing und Sales
Im Mai 1993 gründeten Walter Stamm und Thorsten Stamm den „Verlag BOB Marketing und Sales“. 1994 wurde die Wort-/Bildmarke „Hexagames“ von der „BOB Marketing & Sales GmbH“ in Langen angemeldet.Registernummer 2074696 beim Deutschen Patent- und Markenamt 1995 wurden vier Spiele (Odyssee, Osiris, Druiden, Koalition) vom Verlag „BOB Marketing & Sales GmbH“ unter dem Label Hexagames veröffentlicht.
Auszeichnungen Mehrere „Hexagames“-Spiele erhielten verschiedene Auszeichnungen und kamen auch auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres:
Spiel des Jahres 1984: Uisge von Roland Siegers: Sonderpreis „Schönes Spiel“ 1985: Abilene von Roland Siegers: Auswahlliste 1987: Die 1. Million von Sid Sackson: Auswahlliste 1988: Lines of Action von Claude Soucie: Auswahlliste 1990: Dino von Reinhold Wittig: Auswahlliste Deutscher Spiele Preis 1990: Römer von Rudolf Ross: Platz 7 1992: Cosmic Encounter von Bill Eberle, Peter Olotka, Jack Kittredge und Bill Norton: Platz 6 à la carte Kartenspielpreis 1992: Res Publica von Reiner Knizia: Platz 1
Weitere bekannte Spiele 1984: Conquest von Donald Benge 1988: McMulti von James J. St. Laurent 1990: Digging von Reiner Knizia 1991: Karrierepoker von Klaus Grähnke und Brian Walker 1991: Manager von Burkhardt Münchhagen, Peter Pfeifer & Waltraud Pfeifer
Weblinks
Udo Bartsch: Die Hexagames-Story bei fairplay-online.de
Einzelnachweise HR B 1299 beim Amtsgericht Langen, heute Amtsgericht Offenbach am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 22. Oktober 2025 HR B 26091 beim Amtsgericht Frankfurt am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 22. Oktober 2025 HR B 1861 beim Amtsgericht Dieburg, heute Amtsgericht Darmstadt, abgerufen auf handelsregister.de am 22. Oktober 2025 HR B 2140 beim Amtsgericht Langen, heute Amtsgericht Offenbach am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 22. Oktober 2025
HR A 1540 beim Amtsgericht Langen, heute Amtsgericht Offenbach am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 22. Oktober 2025 HR A 1873 beim Amtsgericht Dieburg, heute Amtsgericht Darmstadt, abgerufen auf handelsregister.de am 23. Oktober 2025 HR A 1661 beim Amtsgericht Langen, heute Amtsgericht Offenbach am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 22. Oktober 2025
HR B 2151 beim Amtsgericht Langen, heute Amtsgericht Offenbach am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 23. Oktober 2025
HR B 1087 beim Amtsgericht Langen, heute Amtsgericht Offenbach am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 23. Oktober 2025
HR B 3221 beim Amtsgericht Langen, heute Amtsgericht Offenbach am Main, abgerufen auf handelsregister.de am 23. Oktober 2025
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