Die 8. Eishockey-Weltmeisterschaft und 19. Eishockey-Europameisterschaft fand vom 3. bis 11. Februar 1934 in Mailand in Italien statt.
Im Vergleich zur Vorjahres-WM waren zunächst keine großen Veränderungen vorgesehen. Es nahmen erneut zwölf Mannschaften teil, wobei Titelverteidiger USA und Rekordweltmeister Kanada direkt für die Zwischenrunde qualifiziert waren. Die übrigen zehn Teams sollten in drei Vorrundengruppen die übrigen sechs Zwischenrundenteilnehmer ausspielen. Doch in der Vorrunden-Gruppe C gab es dann eine Pattsituation mit drei punkt- und torgleichen Mannschaften, so dass das Organisationskomitee sich entschloss, allen drei Teams den Einzug in die Zwischenrunde zu ermöglichen. Da nunmehr neun statt acht Mannschaften in der Zwischenrunde standen, musste der Austragungsmodus geändert werden. Statt in zwei Gruppen mit vier Mannschaften wurde nun in drei Gruppen mit je drei Teams gespielt. Die jeweiligen Gruppensieger gelangten direkt ins Halbfinale. Der vierte Halbfinalteilnehmer wurde in einer Extraqualifikationsrunde der Gruppenzweiten ausgespielt. Die beiden ausgeschiedenen Mannschaften belegten je nach Ergebnis die Plätze 5 und 6. Die drei Drittplatzierten der Zwischenrunde spielte mit den in der Vorrunde ausgeschiedenen Mannschaften eine Platzierungsrunde um die Plätze 7–12 aus.
Nach dem Titelgewinn der USA holte sich Kanada in diesem Jahr die Meisterschaft zurück. Es war der siebte WM-Titel für die Kanadier. Die WM-Bronzemedaille und damit der Europameistertitel ging an Deutschland; es war der zweite EM-Titel für die Deutschen.
Vorrunde Gruppe A
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Ungarn21012:1+12:22 Tschechoslowakei21012:202:23 Großbritannien21012:3−12:2
Gruppe B
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Schweiz330030: 3+276:02 Frankreich3102 4: 6- 22:43 Rumänien3102 6:13- 72:44 Belgien3102 5:23−182:4
Gruppe C
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Deutsches Reich21014:402:21 Italien21013:302:21 Österreich21012:202:2 alle 3 Teams kamen in die Zwischenrunde
Gruppe D Kanada und USA gesetzt
Zwischenrunde Gruppe A
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 USA22002:0+24:02 Tschechoslowakei21014:1+32:23 Österreich20020:5−50:4
Gruppe B
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Schweiz22004:0+44:02 Ungarn20110:1−11:33 Italien20110:3−31:3
Gruppe C
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Kanada220015: 0+154:02 Deutsches Reich2101 4: 6- 22:23 Frankreich2002 0:13−130:4
Qualifikationsrunde der Gruppenzweiten
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Deutsches Reich11001:0+12:02 Tschechoslowakei10010:1−10:23 Ungarn verzichtete
Platzierungsrunde um die Plätze 7–12
Abschlusstabelle Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Österreich32107:4+35:12 Großbritannien32017:4+34:23 Italien31116:603:34 Rumänien30032:8−60:65 Frankreich verzichtete5 Belgien verzichtete
Finalrunde Halbfinale
Spiel um Platz 3
Finale
Abschlussplatzierung der WM
RF Team1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 11
Meistermannschaften Quelle: IIHF Media Guide & Record Book 2011IIHF, IIHF Media Guide & Record Book 2011, S. 126 Weltmeister Kanada Saskatoon Quakers: Tommy Dewar, Ab Welsh, Cooney Woods, Les Bird, Ray Watkins, Jim Dewey, Ab Rogers, Bert Scharfe, Elmer Piper, Ron Silver, Cliff Lake, Hobb Wilson Trainer: Johnny Walker SilberUSA Clem Harnedy – Peter Bessone, Arthur Smith – Walter Bender, Robert Jeremiah, Edward Keating, Richard Maley, Fred McDonell, Robert Nilon, Frank StubbsTrainer: Walter A. Brown BronzeDeutsches Reich Theodor Kaufmann, Walter Leinweber – Erich Römer, Joachim Albrecht von Bethmann-Hollweg, Gustav Jaenecke – Roman Kessler, Horst Orbanowski, Hans Lang, Georg Strobel, Werner George, Alois Kuhn, Werner KorffSpielertrainer (Außenkapitän): Erich Römer
Auszeichnungen Topscorer: Richard „Bibi“ Torriani (12 Tore) Bester Torhüter: Karl Ördögh Bester Feldspieler: Jim DeweyS. Müller, S. 51
Abschlussplatzierung der EM RF Team1 2 3 4 5 6 7 8 9 9
Eishockey-Europameister 1934 Deutsches Reich
Meistermannschaften
Europameister Deutsches Reich Theodor Kaufmann, Walter Leinweber – Erich Römer, Joachim Albrecht von Bethmann-Hollweg, Gustav Jaenecke – Roman Kessler, Horst Orbanowski, Hans Lang, Georg Strobel, Werner George, Alois Kuhn, Werner KorffSpielertrainer (Außenkapitän): Erich Römer SilberSchweiz Emil Eberle, Arnold Hirtz – Albert Geromini, Ernst Hug, Oscar Schmidt, Christian Badrutt – Richard Torriani, Hans Cattini, Ferdinand Cattini, Charles Kessler, Thomas Pleisch, Paul Müller, Conrad Torriani, Herbert KesslerTrainer: Charles Fasel Bronze Tschechoslowakei Jan Peka, Antonín Houba – Jaroslav Pušbauer, Wolfgang Dorasil, Jan Michálek – Jiří Tožička, Josef Maleček, Karel Hromádka, Oldřich Kučera, Alois Cetkovský, Tomáš Švihovec, Zdeněk Jirotka
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
#1934 Weltmeisterschaft, Herren Kategorie:Eishockeyturnier in Italien Kategorie:Eishockeywettbewerb in Mailand