Langenhart ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Siedlung der Gemeinde Müllheim im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Die bis 1967 zur damaligen Munizipalgemeinde Müllheim gehörende Ortsgemeinde Langenhart fusionierte am 1. Januar 1967 zur Einheitsgemeinde Müllheim.

Geographie Langenhart mit den Ortsteilen Ober- und Unter-Langenhart liegt nordwestlich von Wigoltingen. Bis zu seinem Abgang nach 1870 gehörte auch der bäuerliche Weiler Gschmell zur Ortsgemeinde Langenhart.

Geschichte mini|280px|links|Gemeindestand vor der Fusion am Jahr 1967 Der Ort wurde 1264 als Langenhart erstmals erwähnt. Das Domkapitel Konstanz besass im Hochmittelalter Güter in Langenhart, die 1271 an das Konstanzer Stift St. Johann übergingen. Langenhart gehörte 1460 bis 1798 zu den sogenannten Hohen Gerichten, in denen der eidgenössische Landvogt sowohl Hoch- wie Niedergericht innehatte.

Die Katholiken besuchten 1529 bis 1885 die Kirche Wigoltingen und diejenigen von Gschmell bis 1870 die Kirche Homburg – dann waren sie nach Müllheim kirchgenössig. 1761 wies die Müllheimer Kirchenordnung den Reformierten von Langenhart die hinteren Bänke zu.

Die ehemalige Gemeinde ist auch Anfang des 21. Jahrhunderts von Obst- und Wiesenbau geprägt; Weinbau erfolgte bis um 1900. Ausserdem wurden Waldwirtschaft und ab 1985 auch Schweinezucht betrieben. Im 19. Jahrhundert siedelten sich ein Leinenweber und 1862 ein Schuster an. Langenhart war lange die kleinste thurgauische Ortsgemeinde.

Bevölkerung +Bevölkerungsentwicklung von Langenhart Jahr 1831 1850 1900 1950 1990 2000 2010 2018Ortsgemeinde 126 90 67 55 36 Ortschaft 54 61 58 Quelle

Weblinks

Einzelnachweise Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.

Kategorie:Ort im Kanton Thurgau Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Müllheim TG Kategorie:Gemeindeauflösung 1966