mini|hochkant|Auguste Nélaton mini|hochkant|Nélaton und Giuseppe Garibaldi

Auguste Nélaton (* 17. Juni 1807 in Paris; † 21. September 1873 ebenda) war ein französischer Chirurg.

Werdegang Nélaton studierte in Paris Medizin und schloss sein Studium im Jahre 1836 mit einer Promotionsarbeit zu den Auswirkungen der Tuberkulose auf die Knochen ab.Recherches sur l’affection tuberculeuse des os. Paris 1836. Er arbeitete als Chirurg unter anderem am Hôpital Saint-Louis in Paris, seine Berufung als Professor für Chirurgie folgte 1851. Er legte 1867 seine Professur nieder und wurde kaiserlicher Chirurg. Im selben Jahr wurde er Mitglied der Académie des sciences.

Werk Er beschrieb als Erster die Hämatozele, entwickelte eine Reihe von Operationsverfahren für die plastische Chirurgie und eine spezielle Form der Ligatur. Von ihm stammt auch die Nélaton-Sonde, eine medizinische Sonde mit einer Porzellanspitze, die zur Auffindung von Fremdkörpern Verwendung fand. Sie wurde von ihm mit Erfolg bei der Entfernung einer Kugel aus Garibaldis Fußgelenk eingesetzt, eine seiner bekanntesten Operationen. Eine weitere Erfindung des Chirurgen ist der Nelaton-Katheter, ein weicher, gerader Blasenkatheter aus vulkanisiertem Kautschuk zur schonenden Harnableitung.

Ebenfalls nach Nélaton benannt wurden der Nelaton–Tumor (Knochentumor),Digestive Diseases and Sciences: Pearls of gastroenterology. Springer Netherlands, Ausgabe 1, Nummer 11 vom November 1956, das Nélaton-Syndrom (eine seltene Erbkrankheit)Beitrag zur Kenntnis der „familiären myelodysplasischen Syndrome“ und des „Status dysraphicus“. In: Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie. Springer, Berlin/Heidelberg, Ausgabe 146, Nummer 1 vom Dezember 1933, und die Roser-Nélaton-Linie.Urban & Fischer, Hoffmann-La Roche S.A. (Basel), F. Hoffmann-La Roche & Co: Roche Lexikon Medizin. Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2003, ISBN 3-437-15150-9, S. 1301.

Veröffentlichungen Recherches sur l’affection tuberculeuse des os. Promotion. Paris 1836. Traité des tumeurs de la mamelle. 1839. Éléments de pathologie chirurgicale. 5 Bände, Germer-Baillière, Paris 1844–1860. Leçons sur l’hématocèle rétro-utérine. In: Gazette des Hôpitaux, Band 3, (Paris) 1851, S. 573, 578 f. und 581, Band 4, 1852, S. 45 f. und 66 f. De l’influence de la position dans les maladies chirurgicales. Habilitation. Germer-Baillière, Paris 1851. Parallèle des divers modes opératoires dans le traitement de la cataracte. Éléments de pathologie chirurgicale. 5 Bände, Paris 1844–1859.

Literatur Wolfgang Uwe Eckart, Christoph Gradmann: Ärzte Lexikon: Von der Antike bis zur Gegenwart. Springer, 2006, ISBN 3-540-29585-2, S. 238–239. Barbara I. Tshisuaka: Auguste Nélaton. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1030.

Weblinks

Ole Daniel Enersen: bei whonamedit.com

Einzelnachweise

Kategorie:Chirurg Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Académie des sciences Kategorie:Geboren 1807 Kategorie:Gestorben 1873 Kategorie:Mann