Mötlas ist ein Ort im Mühlviertel in Oberösterreich, und Ortschaft der Gemeinde Unterweißenbach im Bezirk Freistadt. Die ehemalige Gemeinde wurde auf Unterweißenbach und Königswiesen aufgeteilt, sodass die Katastralgemeinde Mötlas zu Königswiesen gehört.

Geographie

mini|Marienkapelle in Mötlas Das Dorf Mötlas liegt 4 km westlich von Königswiesen, etwa 35 km westlich von Linz, unweit der niederösterreichischen Grenze, am Riedl zwischen Großer Naarn (im Osten) und Kleiner Naarn (im Westen),findet sich als Mötlas-Rücken genannt, der östlich hinter der Naarn liegende als Meierhof-Rücken. Universität Wien, Institut für Geographie: Geographischer Jahresbericht aus Österreich, Band 30, 1965, S. 92 auf etwa , beim Ebenlussberg (). Es hat etwa 35 Gebäude mit um die 160 Einwohnern.

Die Katastralgemeinde Mötlas erstreckt sich südöstlich des Dorfes über knapp 6 km hangabwärts in das Tal der Großen Naarn und die Königswiesener Straße B 124, und noch darüber hinaus bis um den Hindberg (). Dazu gehören die Ortschaften Mötlasberg und Kastendorf, sowie Mayrhof und Salchenedt hinter der Naarn (alle jeweils zerstreute Häuser), mit zahlreichen Einzellagen. Die Katastralgemeinde umfasst etwa 1120 Hektar.

Nachbarortschaften und -katastralgemeinden

Geschichte Das früheste Schriftzeugnis ist von 1433 und lautet „dacz dem Öttleins“. Es ist dies der Genitiv zum althochdeutschen Männernamen Otili. Das M ist durch falsche Silbentrennung an den Ortsnamen gezogen worden.Karl Hohensinner: Etymologie und Volksetymologie an Hand des Ortsnamenbuches des Landes Oberösterreich, Bezirke Freistadt und Perg. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 148/1, Linz 2003, S. 87 ()

Mötlas, das zum Landgericht Königswiesen (alte Wallseer Besitzung, Burgfried Königswiesen) gehörte, wurde 1850 als eigenständige Steuergemeinde dem Gerichtsbezirk Unterweißenbach zugeteilt. 1948 wurde es nach Unterweißenbach und Königswiesen eingemeindet.Geschichte Wizzenbach – Unterweißenbach (seit 1885), unterweissenbach.at Durch die Aufhebung des Gerichtsbezirks Unterweißenbach 2003 gehört heute der Ort zum Gerichtsbezirk Freistadt, die Katastralgemeinde aber zum Gerichtsbezirk Perg.

Die Freiwillige Feuerwehr Mötlas wurde schon 1912 gegründet.Feuerwehr Mötlas ist 100 Jahre alt. meinbezirk.at

Literatur Josef Palmetshofer, Manuela Palmetshofer: 100 Jahre Feuerwehr Mötlas. Festschrift, Unterweißenbach 2012. Wilhelm Freh: Das Quarz- und Feldspatvorkommen von Königswiesen. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Jahrgang 92, Linz 1947, S. 353–356 (). Karl Götzendorfer: Mineralien und Geschichte des Quarzbruches von Mötlas bei Königswiesen, Oberösterreich. In: Oberösterreichische GEO-Nachrichten. Beiträge zur Geologie, Mineralogie und Paläontologie von Oberösterreich. Jahrgang 5, 1990, S. 5–11 (). Karl Götzendorfer: Ein weiterer Fund eines großen Quarzkristalls von Mötlas bei Königswiesen, Oberösterreich. In: Oberösterreichische GEO-Nachrichten. Beiträge zur Geologie, Mineralogie und Paläontologie von Oberösterreich. Jahrgang 6, 1991, S. 1–4 ().

Weblinks

Einzelnachweise

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