Battlestar Galactica ist eine Neuinterpretation des Military-Science-Fiction-Klassikers Kampfstern Galactica von 1978, die ab 2003 im Auftrag des amerikanischen SciFi-Channels produziert und ausgestrahlt wurde. Ab 2005 war sie erstmals im deutschen Fernsehen bei SciFi zu sehen. Ausführende Produzenten waren Ronald D. Moore, der auch schon an der Produktion der Serien Deep Space Nine und Roswell beteiligt war, und David Eick.

Die Rahmenhandlung ist an der Vorlage „Kampfstern Galactica“ angelehnt, obwohl sie gegen Ende komplizierter wird und unklarer abschließt als die Vorlage von 1978. Der Schwerpunkt wurde in der Neuauflage stärker auf die Zeichnung der Charaktere und die gesellschaftlichen Probleme hin verlagert. Zudem floss die griechische Mythologie stärker in die fiktive Zivilisation mit ein, wobei die durch den damaligen Produzenten Glen A. Larson eingeflochtenen mormonischen Einflüsse fast ganz verschwunden sind. Größter Unterschied ist wohl die Herkunft der Zylonen: Waren sie 1978 fremde Invasoren, sind sie nun von der menschlichen Zivilisation selbst entwickelte Androiden.

Im Gegensatz zu der ursprünglichen Serie richtet sich der Plot an ein erwachsenes Publikum – es werden Themen wie Folter, religiöser Fanatismus, Selbstmordattentate und weitere aufgegriffen.

Die Serie endete im März 2009 mit der vierten Staffel.

Zwischen den Staffeln 2 und 3 sowie 3 und 4 wurden nur im Internet verfügbare sogenannte Webisodes produziert. Zudem wurde im Vorlauf zu Staffel 4 ein abendfüllender Spielfilm (Razor) produziert, der ebenfalls eine nicht in den Staffeln gezeigte Nebenlinie des hauptsächlichen Handlungsstrangs zum Inhalt hat. Ein weiterer Spielfilm (The Plan), der die Ereignisse aus Sicht der Zylonen schildert, wurde im November 2009 veröffentlicht.

Serie

Pilotfilm/Miniserie Der zweiteilige Pilotfilm (Miniserie) wurde am 8. und 9. Dezember 2003 in den USA gezeigt und hatte die besten Einschaltquoten unter den Miniserien im Kabelfernsehen. Die Ausstrahlung in Deutschland erfolgte 2005 auf Premiere sowie in jeweils zwei Doppelfolgen am 1. und 3. Februar 2006. DatumZuschauerMarktanteilQuelleGesamt14 bis 49 JahreGesamt14 bis 49 Jahre1. Februar 20062,35 Mio.1,63 Mio.7,0 %11,6 %

1. Staffel Nach dem großen Erfolg der Miniserie wurde die erste Staffel mit 13 Episoden produziert, die ab Oktober 2004 zunächst in Großbritannien (Sky One) ausgestrahlt wurde. In den USA wurde die Serie seit dem 14. Januar 2005 auf dem SciFi-Channel gesendet. Man hatte angenommen, dass viele Amerikaner sich die Sendungen bereits über Filesharing heruntergeladen hätten und sie deshalb nicht mehr im Fernsehen anschauen würden. Tatsächlich erreichte die Serie jedoch einen Quotenrekord.

Im deutschen Free-TV wurde die Serie ab dem 8. Februar 2006 auf dem Privatsender RTL II ausgestrahlt. Eine unvollständige Auflistung gemessener Einschaltquoten und Marktanteile veranschaulicht die folgende Tabelle: DatumZuschauerMarktanteilQuelleGesamt14 bis 49 JahreGesamt14 bis 49 Jahre15. Februar 20061,44 Mio.–––22. Februar 20061,26 Mio.0,88 Mio.3,7 %6,3 %8. März 2006–––5,2 %22. März 2006< 1 Mio.––4,1 %12. April 2006~ 0,75 Mio.––3,7 %19. April 20060,84 Mio.0,59 Mio.2,7 %4,7 %

2. Staffel Die zweite Staffel wurde – mit dreimonatiger Pause nach der 10. Episode – in den USA vom 15. Juli 2005 ausgestrahlt. In Deutschland wurde die Ausstrahlung der zweiten Staffel auf Premiere am 28. September 2006 abgeschlossen. Die Ausstrahlung auf RTL 2 erfolgte ab dem 28. November 2007.

The Resistance Zwischen der zweiten und der dritten Staffel liegt ein Zeitraum von mehreren Monaten. Dieser Zeitraum wurde als zehnteilige Online-Serie (sogenannte Webisodes) mit dem Titel „Battlestar Galactica: The Resistance“ überbrückt. Ab dem 5. September 2006 wurde die Serie auf SciFi-Pulse jeweils Dienstag und Donnerstag gesendet und hat eine Gesamtlänge von 25 Minuten, aufgeteilt in Episoden von 2 bis 5 Minuten Länge.

The Resistance kann zurzeit nur von Internetbenutzern mit einer amerikanischen IP-Adresse auf der Internetseite von SciFi angesehen werden. Ob sie in Zukunft auch für andere Zuschauer offiziell zur Verfügung gestellt wird, ist noch unklar. Die einzelnen Episoden von The Resistance sind jedoch auf diversen Fanhomepages auch für Webbenutzer außerhalb der USA zum Herunterladen verfügbar.

Alle zehn Webisodes liegen als Bonusmaterial auf der zweiten Disc der deutschen DVD-Box vor, die die ersten zehn Episoden der dritten Staffel von „Battlestar Galactica“ enthält.

3. Staffel Die dritte Staffel wurde – mit einem Monat Pause nach der 11. Episode – vom 6. Oktober 2006 bis zum 25. März 2007 auf dem amerikanischen „SciFi-Channel“ ausgestrahlt. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte ab dem 16. November 2007 auf Premiere. Im Free-TV war die dritte Staffel ab 18. Februar 2009 bei RTL 2 zu sehen. Inzwischen ist sie in Deutschland auf DVD mit deutscher Tonspur erhältlich (September/Oktober 2009).

Razor/Flashbacks Razor (auch Auf Messers Schneide) ist ein separater Fernsehfilm zur Serie, der sich rund um die Geschichte des Kampfsterns Pegasus dreht. Chronologisch reiht sich Razor nach der Episode 17 der zweiten Staffel ein. Begleitet wurde die Erstausstrahlung von einer weiteren, diesmal siebenteiligen Serie von Mini-Episoden mit dem Titel Flashbacks, die in der Zeit des ersten Zylonenkrieges spielen. Jedoch endet der Handlungsrahmen dieser Mini-Episoden kurze Zeit vor den Ereignissen, die im zweiteiligen Pilotfilm aus dem Jahr 2003 erzählt werden. Der TV-Film wurde am 24. November 2007 erstmals im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt. Die Flashbacks wurden vom 5. Oktober bis 16. November 2007 jeden Freitag als zweiminütige Kurzfolge während der Ausstrahlung von Flash Gordon gesendet. In Deutschland war Razor am 24. Februar 2010 bei RTL 2 zu sehen. Die Flashbacks sind auf der DVD-Veröffentlichung des Films in den USA, Großbritannien und Deutschland (mit deutschem Untertitel) enthalten.

4. Staffel Bereits vor der Veröffentlichung der vierten Staffel gaben die Produzenten bekannt, dass es die letzte Staffel sein werde und der Handlungsbogen zu einem Ende komme.http://latimesblogs.latimes.com/showtracker/2007/05/say_it_aint_fra.html Zunächst wurden wegen des Streiks der US-Drehbuchautoren allerdings nur zehn Folgen abgedreht, und die Produktion stoppte für mehrere Monate. Die Staffel startete am 4. April 2008 und endete auch vorerst nach Ausstrahlung der zehnten Folge am 14. Juni 2008. Die zweite Staffelhälfte, die ebenfalls aus zehn Episoden besteht, startete am 16. Januar 2009 und endete am 20. März 2009. Die deutsche Erstausstrahlung des ersten Teils erfolgte ab dem 15. November 2008 auf FOX Channel. Die zweite Hälfte wurde dort ab dem 15. September 2009 gezeigt. Im deutschen Free-TV lief die vierte Staffel ab dem 3. März 2010 bei RTL 2.

The Face of the Enemy Die mehrmonatige Pause in der vierten Staffel wurde wieder durch eine zehnteilige Online-Serie, mit Episoden zwischen drei und sechs Minuten Länge, überbrückt. Die Mini-Serie spielt in einem außer Gefecht gesetzten Raptor, der von der Flotte getrennt wurde. An Bord befinden sich Lt. Felix Gaeta und zwei Modelle der „Nummer 8“ sowie mehrere andere Menschen. Unter mysteriösen Umständen beginnen die Besatzungsmitglieder zu sterben.

The Plan 2008 begannen die Dreharbeiten zu einem zweiten abendfüllenden Spielfilm, Regie führte Edward James Olmos. Die Direct-to-Video-Veröffentlichung erfolgte am 27. Oktober 2009, die Erstausstrahlung auf Syfy erfolgte am 10. Januar 2010.

Der Film greift die Ereignisse bis etwa zum Ende der zweiten Staffel aus der Sicht von zwei Zylonen-Agenten des Modells „1“ auf (Bruder Cavil). Der eine koordiniert die Aktionen der in der Flotte versteckten Zylonen-Agenten und will durch ihre Anschläge (z. B. Selbstmordattentate und das Attentat auf Adama) den Genozid an der Menschheit vollenden, der andere infiltriert die Widerstandszelle von Sam Anders auf Caprica. Durch den Film werden bestimmte „Lücken“ der Serie aufgefüllt, vor allem bezüglich der Motivation der Zylonen. Der Film besteht etwa zur Hälfte aus neuem Material, zur anderen Hälfte aus zusammengeschnittenen Szenen der Serie.

Blood & Chrome Bereits im Sommer 2010 wurde an einer weiteren Prequel-Serie gearbeitet, die den Titel Blood & Chrome tragen sollte. Dies wurde der Öffentlichkeit durch Produzent Michael Taylor bekannt, der auch die Drehbücher verfasste. Noch im Herbst 2010 bestätigten SyFy das Projekt mit der Bestellung eines zweistündigen Pilotfilms. Regie führte Jonas Pate, die Hauptrolle als junger Adama übernahm Luke Pasqualino. Nachdem die Dreharbeiten im Frühjahr 2011 abgeschlossen waren, rückten SyFy aber von ihrem Serienvorhaben ab. Stattdessen kündigte SyFy-Präsident Mark Stern auf der Comic-Con in San Diego an, das gedrehte Material als Webserie verwenden zu wollen, was im März 2012 letztendlich bestätigt wurde. Ab November 2012 wurde Blood & Chrome wöchentlich mit circa 12-minütigen Clips auf dem YouTube-Kanal von Machinima online gestellt. Letztendlich wurde die Webserie als ursprüngliche Filmversion auf Druck der Fans hin doch noch im Herbst 2013 auf SyFy mit überarbeiteten Spezialeffekten ausgestrahlt. Diese Version kam einige Zeit später auch in den Handel. In Deutschland ist Blood & Chrome seit Frühjahr 2016 erhältlich. Die deutsche Free-TV-Premiere fand am 4. Juni 2018 auf Tele 5 statt.Blood & Chrome: Sendetermine auf Fernsehserien.de

Inhaltlich ist Blood & Chrome circa 30 Jahre vor der Hauptserie angesiedelt und soll eine lose Brücke zwischen Caprica und Battlestar Galactica bilden. Darin befinden sich die 12 Kolonien schon seit 10 Jahren im Krieg gegen die Zylonen, als der junge Kampfpilot William „Husker“ Adama auf die Galactica versetzt ist. Damals eines der modernsten Schiffe der Flotte. Er wird dem erfahrenen Piloten Coker zugeteilt, die gemeinsam eine Routinemission erledigen sollen, wobei sie eine gewisse Dr. Beka Kelly unterstützen sollen. Doch während dieser Missionen werden sie in feindliche Aktivität hineingezogen, die den Krieg entscheiden könnten.

Besetzung und Synchronisation Mit Mary McDonnell, sie spielt das zivile Oberhaupt der Flotte, und Edward James Olmos als Kommandeur der Galactica führen zwei sehr erfahrene Schauspieler die sonst junge Riege an, die aus den USA, Kanada und England stammt. Mit Richard Hatch spielt auch einer der Hauptdarsteller der Originalserie mit. Spielte er im Original Captain Apollo, Sohn des Kommandanten Adama, verkörperte er nun bei seinen Gastauftritten die Figur des Terroristen und späteren Politikers Tom Zarek.

Die Serie wurde bei Dubbing Brothers in München synchronisiert. Michael Brennicke schrieb zusammen mit Carina Krause die Dialogbücher und führte die Dialogregie.

Schauspieler Rolle deutsche Stimme Miniserie Staffel 1 2 3 4Edward James OlmosWilliam „Bill“ AdamaThomas FritschjajajajajaMary McDonnellLaura RoslinKornelia BojejajajajajaMichael HoganSaul TighErich LudwigjajajajajaKate VernonEllen TighViktoria BramsneinjajajajaKatee SackhoffKara „Starbuck“ ThraceKatrin FröhlichjajajajajaJamie BamberLee „Apollo“ AdamaPhilipp MoogjajajajajaJames CallisDr. Gaius BaltarManou LubowskijajajajajaTricia HelferNummer SechsElisabeth GüntherjajajajajaGrace ParkSharon „Boomer“ Valerii / Nummer Acht /Sharon „Athena“ AgathonShandra SchadtjajajajajaKandyse McClureAnastasia „Dee“ DuallaNatascha GeislerjajajajajaPaul CampbellBilly KeikeyaStefan GüntherjajajaneinneinAaron DouglasGalen „Chief“ TyrolFlorian HalmjajajajajaNicki ClyneCally Henderson / Cally TyrolKathrin GaubejajajajajaAlessandro JulianiFelix GaetaPhilipp BrammerjajajajajaRichard HatchTom ZarekWolfgang MüllerneinjajajajaTahmoh PenikettKarl C. „Helo“ AgathonHubertus von LerchenfeldjajajajajaLucy LawlessD’Anna Biers (Die Reporterin) / Nummer DreiClaudia LösslneinneinjajajaDean StockwellJohn Cavil / Nummer EinsVolker BrandtneinneinjajajaMichael TruccoSamuel T. AndersCrock Krumbiegelneinneinjajaja

Das Galactica-Universum Handlung