Das Repräsentantenhaus des 111. Kongresses der Vereinigten Staaten basierte in seiner Zusammensetzung auf dem Ergebnis der Kongresswahlen vom 4. November 2008. Dabei gewann die Demokratische Partei, die zuvor bereits eine deutliche Mehrheit besessen hatte, weitere 21 Sitze hinzu und kam auf 257 Abgeordnete; dem standen nur noch 178 Mandate für die Republikaner gegenüber. Bei den in der Folge durch Mandatsniederlegungen notwendig gewordenen Nachwahlen konnten die Republikaner zwei vorher von den Demokraten gehaltene Mandate erringen; ein demokratischer Abgeordneter trat zu den Republikanern über. Die Demokratische Partei gewann die Nachwahl in einem vorher republikanischen Distrikt. Ein zuvor von einem Republikaner gehaltener Sitz blieb in den letzten Wochen der Amtsperiode vakant.

Bei der Wahl 2008 verloren die Republikaner mit Christopher Shays aus Connecticut unter anderem ihren letzten Abgeordneten aus Neuengland. Eine starke Dominanz besaßen die Demokraten in diesem Jahr auch an der Westküste und in den Mittelatlantikstaaten; selbst in den Mountain States konnten sie sich mehrheitlich durchsetzen.

Insgesamt zogen 55 neue wahlberechtigte Abgeordnete (Freshmen) ins Repräsentantenhaus ein. Jüngster Abgeordneter war der 1981 geborene Republikaner Aaron Schock, der im 18. Wahlbezirk von Illinois auf den zum US-Verkehrsminister ernannten Ray LaHood folgte.

Änderungen während der Legislaturperiode

Illinois, 5. Wahlbezirk: Rahm Emanuel (Demokratische Partei) verzichtete als neu ernannter Stabschef des Weißen Hauses auf sein Mandat. Die Nachwahl gewann der Demokrat Michael Quigley, der sein Mandat am 7. April 2009 antrat.

New York, 20. Wahlbezirk: Kirsten Gillibrand (Demokratische Partei) trat am 26. Januar 2009 zurück, um in den Senat der Vereinigten Staaten zu wechseln. Die Nachwahl gewann der Demokrat Scott Murphy, der sein Mandat am 31. März 2009 antrat.

Kalifornien, 32. Wahlbezirk: Hilda Solis (Demokratische Partei) trat am 24. Februar 2009 zurück, um US-Arbeitsministerin zu werden. Die Nachwahl gewann die Demokratin Judy Chu, die ihr Mandat am 16. Juli 2009 antrat.

Kalifornien, 10. Wahlbezirk: Ellen Tauscher (Demokratische Partei) trat am 26. Juni 2009 zurück, um Staatssekretärin im Außenministerium zu werden. Die Nachwahl gewann der Demokrat John Garamendi, der sein Mandat am 5. November 2009 antrat.

New York, 23. Wahlbezirk: John M. McHugh (Republikanische Partei) trat am 21. September 2009 zurück, um Armeestaatssekretär der Vereinigten Staaten zu werden. Die Nachwahl gewann der Demokrat Bill Owens, der sein Mandat am 6. November 2009 antrat.

Alabama, 5. Wahlbezirk: Parker Griffith wechselte am 22. Dezember 2009 von den Demokraten zu den Republikanern.

Florida, 19. Wahlbezirk: Robert Wexler (Demokratische Partei) trat am 3. Januar 2010 zurück. um Präsident des Center for Middle East Peace & Economic Cooperation zu werden. Die Nachwahl gewann der Demokrat Ted Deutch, der sein Mandat am 15. April 2010 antrat.

Pennsylvania, 12. Wahlbezirk: John Murtha (Demokratische Partei) verstarb am 8. Februar 2010. Die Nachwahl gewann der Demokrat Mark Critz, der sein Mandat am 20. Mai 2010 antrat.

Hawaii, 1. Wahlbezirk: Neil Abercrombie (Demokratische Partei) trat am 28. Februar 2010 zurück, um seine Kandidatur als Gouverneur von Hawaii vorzubereiten. Die Nachwahl gewann der Republikaner Charles Djou, der sein Mandat am 22. Mai 2010 antrat.

New York, 29. Wahlbezirk: Eric Massa (Demokratische Partei) trat am 8. März 2010 aus gesundheitlichen Gründen und aufgrund von Vorwürfen gegen seine Person zurück. Die Nachwahl gewann der Republikaner Tom Reed, der sein Mandat am 18. November 2010 antrat.

Georgia, 9. Wahlbezirk: Nathan Deal (Republikanische Partei) trat am 21. März 2010 zurück, um seine Kandidatur als Gouverneur von Georgia vorzubereiten. Nachdem kein Kandidat bei der Nachwahl die absolute Mehrheit erzielt hatte, gewann der Republikaner Tom Graves die Stichwahl am 11. Juni 2010 gegen seinen Parteikollegen Lee Hawkins.

Indiana, 3. Wahlbezirk: Mark Souder (Republikanische Partei) trat am 21. Mai 2010 zurück, nachdem eine intime Beziehung mit einer Mitarbeiterin aus seinem Stab öffentlich geworden war. Die Nachwahl gewann der Republikaner Marlin Stutzman, der sein Amt am 16. November 2010 antrat.

Illinois, 10. Wahlbezirk: Mark Kirk (Republikanische Partei) trat am 29. November 2010 zurück, um in den US-Senat zu wechseln. Das Mandat blieb bis zum Ende der Legislaturperiode unbesetzt.

Liste der Abgeordneten

Nicht stimmberechtigte Abgeordnete

Im Repräsentantenhaus sitzen insgesamt sechs nicht stimmberechtigte Delegierte aus den amerikanischen Territorien, darunter erstmals ein Vertreter der Nördlichen Marianen.

Siehe auch

111. Kongress der Vereinigten Staaten Liste der Mitglieder des Senats im 111. Kongress der Vereinigten Staaten

Einzelnachweise

Weblinks

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