Bruno Oskar Pribram (auch Přibram; * 11. Juni 1887 in Prag; † 1‌3‌.‌ März 1962 in Garmisch-Partenkirchen) war ein österreichischer Chirurg. Er war Mitglied der Medizinerfamilie Pribram.

Leben Bruno Oskar Pribram wurde als Sohn von Richard Pribram geboren. Nach einem Studium der Chemie an der Universität Wien, das er 1909 mit der Promotion abschloss, absolvierte er ein Studium der Medizin an den Universitäten Wien und Berlin, das er 1913 mit einer zweiten Promotion beendete. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er als Chirurg eingesetzt wurde, war er von 1918 bis 1924 Assistent an der Chirurgischen Klinik der Charité in Berlin und habilitierte sich dort 1921. 1925 erhielt er die Berufung zum außerordentlichen Professor an der Charité, und 1926 wurde er zum Leiter der Chirurgischen Abteilung des St.-Hildegard-Krankenhauses in Berlin ernannt. Die Lehrerlaubnis wurde ihm 1933 wegen seines jüdischen Glaubens entzogen, weshalb er 1938 nach England emigrierte. Er entdeckte das Novoprotin.

Veröffentlichungen (Auswahl) Die innere fortlaufende Einstülpungsnaht. In: Zentralblatt für Chirurgie. 1920, S. 422 ff. Fortschritte in der Erkenntnis der Pathologie und der chirurgischen Behandlung des Gallensteinleidens. Fischer, Jena 1930.

Literatur Katharina Kniefacz: Bruno Karl Oskar Przibram (Pribram). In: Universität Wien (Hrsg.): Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938. Zuletzt aktualisiert am 28. Januar 2015 (online, abgerufen am 3. August 2015). . Rudolf M. Wlaschek: Biographia Judaica Bohemiae. Band 1. Forschungsstelle Ostmitteleuropa, Dortmund 1995, S. 170.

Weblinks

DGVS Gegen das Vergessen – Biografie des ehemaligen DGVS-Mitglieds.

Einzelnachweise

Kategorie:Chirurg Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Person (Cisleithanien) Bruno Oskar Kategorie:Geboren 1887 Kategorie:Gestorben 1962 Kategorie:Mann