Bartl Seyr (* 3. April 1890 in Vahrn; † 29. April 1955 in München; gebürtig Bartholomäus Franz Seyr) war ein österreichischer Kameramann.

Leben Seyr arbeitete seit 1908 als Fotograf und lebte seit 1911 in Deutschland. Von 1914 bis 1916 war er Kriegsfotograf im Ersten Weltkrieg an der Westfront.

Seine Beschäftigung mit dem Film begann, als er vom bayerischen Kriegsministerium beauftragt wurde, Propagandafilme zugunsten der Kriegsanleihe herzustellen. Noch während des Krieges übernahm ihn Regisseur Franz Seitz senior als Kameramann für seine in Bayern spielenden Heimatfilme.

In der Folgezeit arbeitete der in München ansässige Seyr auch für andere Regisseure, häufig als Co-Kameramann. Einige seiner späten Filme (Stoßtrupp 1917, Um das Menschenrecht) sind von nationalsozialistischem Gedankengut geprägt. 1936 erlitt Seyr einen Schlaganfall, der seine Schaffenskraft stark beeinträchtigte.

Filmografie 1918: Der Herrgott am Wege 1918: Der Schwerverbrecher 1919: Die Note mit dem Silberkreuz 1920: Der Christus von Oberammergau 1920: Ein Hochzeitsmorgen 1921: Der gelbe Würger 1923: Die graue Macht 1923: Wüstenrausch 1923: Zwischen Flammen und Bestien 1924: Sklaven der Liebe1925: Hochstapler wider Willen 1927: Das Spielzeug schöner Frauen 1929: Dornröschen 1929: Der Nürnberger Parteitag der NSDAP 1934: Stoßtrupp 1917 1934: Um das Menschenrecht 1936: Das Preislied (Kurzfilm) 1942: Boote mit Flügeln 1950: Atlantropa (Kurz-Dokumentarfilm)

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Siebter Band R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 280.

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