mini|St. Laurentius in Großdingharting|alternativtext=St. Laurentius in Großdingharting Straßlach-Dingharting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Straßlach.

Geographie Lage Die Gemeinde liegt etwa 16 Kilometer südsüdwestlich des Zentrums von München. Im Westen des Gemeindegebietes liegt das Isartal, dort fließen die Isar und der parallel dazu verlaufenden Mühltalkanal (auch Isarkanal genannt).

Gemeindeteile Es gibt 13 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Auf dem Gemeindegebiet befand sich Dürnberg, östlich von Mühlthal, heute eine Wüstung.

Natur Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet: Landschaftsschutzgebiet LSG Südliches Gleißental im Gebiet der Gemeinden Dingharting und Oberbiberg (LSG-00286.01) Landschaftsschutzgebiet Verordnung des Bezirks Oberbayern über den Schutz von Landschaftsteilen entlang der Isar in den Landkreisen Bad-Tölz-Wolfratshausen, München, Freising und Erding als LSG (LSG-00384.01) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Moore zwischen Dietramszell und Deining (8135-371) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Oberes Isartal (8034-371)

Geschichte Die aus Moränenhügeln und der Schotterebene bestehende Geologie der Gemeinde wurde in der Eiszeit geformt. Mehrere Bodendenkmäler bezeugen ein etwa 100 v. Chr. entstandenes Siedlungsgebiet.

Vor der Gemeindegebietsreform lagen alle Ortschaften im ehemaligen Landkreis Wolfratshausen. Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Dingharting und Straßlach zur neuen Gemeinde Straßlach zusammengeschlossen. Im Jahr 1989 wurde der Gemeindename amtlich in Straßlach-Dingharting geändert.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2457 auf 3206 um 749 Einwohner bzw. um 30,5 %.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus dem ersten Bürgermeister und den Gemeinderatsmitgliedern. Nach den Kommunalwahlen in Bayern 2026 verteilen sich die Sitze wie folgt (zum Vergleich die Ergebnisse nach den Wahlen 2020): Partei Prozent2026 Sitze2026 Prozent2020 Sitze2020 CSU Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. 26,7 4 23,6 4 UWV Unabhängige Wählervereinigung 18,6 3 19,1 3 FWG Freie Wählergemeinschaft Straßlach-Dingharting 17,0 3 16,8 3 GRÜNE BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 15,8 2 21,2 3 ZSD Zukunft Straßlach-Dingharting 10,0 2 – – BP Bayernpartei 6,9 1 9,3 1 FDP Freie Demokratische Partei 5,0 1 5,0 1 SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands – – 5,0 1 Gesamt 100 16 100 16 Wahlbeteiligung 71,5 % 67,7 %

Der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter kandidierte 2008 in Straßlach-Dingharting für den Gemeinderat; trotz des zweiten Listenplatzes errang er kein Mandat, da die SPD nur ein Mandat insgesamt für sich verzeichnen konnte. Bis April 2011 wohnte er weiterhin in Straßlach-Dingharting, bis er sich am 25. Oktober 2011 vom Münchner SPD-Vorstand als einziger Bewerber der örtlichen Nominierungsversammlung zum Oberbürgermeisterkandidaten vorschlagen ließ.

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Hans Sienerth (parteifrei). Dieser trat mit dem Bündnis BP-FWG-UWV zur Wahl an und wurde am 15. März 2020 mit 87,5 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.

Wappen

Die gleichzeitig genehmigte gelb-blaue Gemeindeflagge wird nicht verwendet.Eintrag zu Straßlach-Dingharting auf der Seite kommunalflaggen.eu

Infrastruktur Am Mühltalkanal befinden sich das Wasserkraftwerk Mühltal und der Ausflugsgasthof „Gasthaus zur Mühle“.

Da auf der Isar und dem Mühltalkanal Floßfahrt betrieben wird, gibt es neben dem Kraftwerk eine betonierte Floßrutsche, über die ein Floß die Staustufe überwinden kann. Sie gilt als längste Floßrutsche der Welt.

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Verkehr Bus Straßlach-Dingharting wird durch eine Regionalbuslinie des MVV erschlossen.

Linie Linienverlauf Verkehrsunternehmen Dietramszell – Straßlach – Höllriegelskreuth () Geldhauser und RVO

Straßenverkehr Hauptstraße der Gemeinde ist die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Staatsstraße 2072. Einige Kilometer weiter westlich jenseits der Isar liegt die Bundesstraße 11 von München nach Wolfratshausen.

Persönlichkeiten Joseph Peruschitz (1871–1912), Benediktinerpater, geboren in Straßlach. Er erlangte Berühmtheit durch sein Verhalten beim Untergang der Titanic. Karl Heinz Beckurts (1930–1986), Siemens-Vorstand, wohnhaft in Straßlach. Am 9. Juli 1986 wurden Beckurts und sein Chauffeur Eckhard Groppler auf der Staatsstraße Straßlach–Grünwald kurz nach dem Ortsausgang von Straßlach Opfer eines Bombenattentats der RAF. Gerd Müller (1945–2021), Weltfußballer 1970, Fußballer des FC Bayern München von 1964 bis 1974, Europameister 1972 und Weltmeister 1974. Er wohnte bis 1979 in Straßlach und wurde am neuen Friedhof Straßlach in der Urnenhalle beigesetzt.

Weblinks

(PDF; 1,66 MB) Gemeinde Straßlach-Dingharting

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeinde in Bayern Kategorie:Ort an der Isar Kategorie:Gemeindegründung 1978