mini|Schallplatte von Wolfgang von Schwind (Berlin 1911) Wolfgang Amadeuslaut Geburtsregister der konfessionslosen Geburten des politischen Bezirks Falkenau - Vater: Hermann Ritter von Schwind aus Karlsruhe; Großvater Moriz von Schwind; Großmutter: Luise Sachs; Mutter: Karoline Haas aus Brünn; Großvater: Gustav Haas; Großmutter Julie Haas, geb. Waniek Ritter von Schwind (* 4. Juli 1879Im Geburtsbuch der Stadt Elbogen von 1866 bis 1883 (Loket 070) ist er allerdings nicht eingetragen. in Elbogen, Österreich-Ungarn; † 19. April 1949 in Wien) war ein österreichisch-deutscher Opernsänger (Bass) und Schauspieler.

Leben Wolfgang von Schwind war der Enkel des Malers Moritz von Schwind und wird wie dieser häufig irrtümlich Schwindt geschrieben. Schwind besuchte das Kadettenkorps in München und ein Jahr lang die dortige Universität. Seine schauspielerische Ausbildung erhielt er bei dem Münchner Hofschauspieler Otto König.

In der Spielzeit 1904/05 begann er seine Bühnenlaufbahn am Stadttheater Brünn, wo er sich vom Kantor der jüdischen Gemeinde Gesangsstunden geben ließ. Anschließend ging er zur weiteren Ausbildung seiner Stimme nach München.

Im Juni 1907 gab er ein erfolgreiches Gastspiel in Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns und wurde daraufhin an die Hofoper Berlin berufen, an der er bis 1911 wirkte. In diesem Jahr trat er ein Engagement am Hoftheater Karlsruhe an, wo er bis 1916 blieb und auch später noch als Gast auftrat.

Zu seinem Repertoire gehörten Osmin in Die Entführung aus dem Serail, Pogner in Die Meistersinger von Nürnberg, Hagen in der Götterdämmerung, Landgraf in Tannhäuser, Ramphis in Aida und Marcel in den Hugenotten.

Während des Ersten Weltkrieges verließ er Deutschland, lebte in Spanien und war zeitweise Sekretär eines ägyptischen Prinzen. Er versuchte sich auch als Kaninchenzüchter, Gemüsebauer, Maultiertreiber in den Pyrenäen und Vertreter.

Im Juli 1920 kam von Schwind wieder nach Berlin und fand Anschluss beim deutschen Film. Er wirkte dann über zwei Jahrzehnte als Nebendarsteller in vielen deutschen Produktionen mit. Von Schwind stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Schwind, Wolfgang von, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 561

1947 erschien im Berliner Verlag Zander der Roman Die große Rolle des Andreas Witt aus Schwinds Feder, der Liebe, Leben und Karriere des Schauspielers Andreas Witt behandelt.

Im Jahre 1911 machte Wolfgang von Schwind einige wenige Schallplattenaufnahmen für Homokord, Parlophon und Pathé.

Filmografie 1920: Der Henker von Sankt Marien 1920: Gräfin Walewska 1921: Das indische Grabmal (2 Teile) 1922: Die Beute der Erinnyen 1922: Nathan der Weise 1922: Menschenopfer 1922: Der alte Gospodar 1923: Im letzten Augenblick 1924: Die Liebe ist der Frauen Macht 1924: Das schöne Abenteuer 1925: Wallenstein (2 Teile) 1925: Bismarck, 1. Teil 1927: Bismarck 1862–1898 1927: Die große Pause 1927: Sein größter Bluff 1927: Doña Juana 1928: Der Biberpelz 1928: Polnische Wirtschaft 1929: Die Garde-Diva 1929: Kehre zurück! Alles vergeben! 1929: Die Mitternachts-Taxe 1929: Rosen blühen auf dem Heidegrab 1929: Fräulein Lausbub 1930: Der Hampelmann 1930: Das Kabinett des Dr. Larifari 1931: 1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand 1931: Ihre Hoheit befiehlt 1931: Ronny 1931: Schatten der Unterwelt 1932: Die – oder keine 1932: Jonny stiehlt Europa 1931: Man braucht kein Geld 1932: Revierkrank 1932: Theodor Körner 1933: Hugos Nachtarbeit 1933: Ein Lied geht um die Welt 1933: Wie werde ich energisch? (Kurzfilm) 1934: Es tut sich was um Mitternacht 1934: Die Finanzen des Großherzogs 1934: Gern hab’ ich die Frau’n geküßt 1934: Musik im Blut 1934: Die rosarote Brille (Kurzfilm) 1934: Was bin ich ohne Dich 1934: Ein Kind, ein Hund, ein Vagabund 1934: Die Welt ohne Maske 1934: Abenteuer im Südexpress 1934: Ein Mädchen mit Prokura 1934: Zu Straßburg auf der Schanz 1935: Alles hört auf mein Kommando 1935: Lady Windermeres Fächer 1935: Der Vogelhändler 1935: Alles weg’n dem Hund 1935: Der blaue Diamant 1935: Peter, Paul und Nanette 1936: August der Starke 1936: Drei Mäderl um Schubert 1936: Der Kurier des Zaren 1936: Liebeserwachen 1936: Die lustigen Weiber 1936: Intermezzo 1938: Nanon 1939: Es war eine rauschende Ballnacht 1939: Der Mann mit dem Plan (Kurzfilm) 1940: Bal paré 1940: Casanova heiratet 1940: Die lustigen Vagabunden 1940: Trenck, der Pandur 1941: Frau Luna 1941: U-Boote westwärts! 1941: Das tapfere Schneiderlein 1943: Gefährlicher Frühling 1947: Die Glücksmühle

Literarisches Werk Die große Rolle des Andreas Witt. Roman. Zander, Berlin 1940

Literatur

Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Siebter Band R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 217 f.

Weblinks

Einzelnachweise

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