Rodger Morris Ward (* 10. Januar 1921 in Beloit, Kansas; † 5. Juli 2004 in Anaheim, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Autorennfahrer.
Karriere Ward war in den 1950er und 1960er Jahren einer der erfolgreichsten Piloten in der US-amerikanischen Monopostoszene. Zwischen 1950 und 1964 feierte er bei 150 Starts 26 Siege in der USAC-National-Serie (bis 1955 AAA-National-Serie). 1959 und 1962 gewann der die Meisterschaft in einen Watson-Offenhauser. 1960 und 1963 wurde er jeweils Zweiter der Meisterschaft.
Indianapolis mini|links|Der Lola-Offenhauser den Ward bei seinem letzten USAC-Rennen 1966 fuhr Ward startete zwischen 1951 und 1966 15 Mal bei den 500 Meilen von Indianapolis. Bis 1958 waren seine Erfolge durchwachsen. 1955 löste er durch einen Achsbruch den schweren Unfall aus, infolgedessen Bill Vukovich ums Leben kam. Danach dachte er über einen Rücktritt nach.Helmut Zwickl: Die Schnellsten. Berühmte Rennwagen, legendäre Fahrer. Ueberreuter, Wien u. a. 1974, ISBN 3-8000-3125-6, S. 109 f.
Zwischen 1959 und 1964 beendete er jedoch kein Indy 500 schlechter als auf Platz 4. 1959 und 1962 gewann er. 1960 lieferte er sich mit Jim Rathmann einen Zweikampf um den Sieg, den er nur um 12 Sekunden verlor. Rathmann übernahm in der 183. Runde die Führung von Ward. In der Folge überholten sich die beiden mehrmals und die Führung wechselte beständig. In der 197. Runde ging Rathmann noch einmal an Ward vorbei und fuhr zum knappen Sieg. 1964 wurde er ebenfalls Zweiter; 1961 Dritter und 1963 Vierter.
Formel 1 Neben den Rennen in Indianapolis, die zwischen 1950 und 1960 mit zur Fahrweltmeisterschaft zählten, nahm Ward auch an zwei „echten“ Formel-1-Rennen teil. 1959 fuhr er beim Großen Preis der USA in Sebring eines der eigenwilligsten Grand-Prix-Fahrzeuge, die je bei einem Weltmeisterschaftslauf der Formel 1 eingesetzt wurden. Es handelte sich um einen umgebauten Kurtis Kraft-Midget mit einem Offenhauser-Motor, der sich als viel zu schwer und zu klobig erwies.. Ward, der schon im Training letzter war, schied im Rennen nach einem Kupplungsschaden aus. 1963 fuhr er einen Lotus 24 von Reg Parnell Racing in Watkins Glen, schied aber nach einem Getriebeschaden aus.
Statistik Grand-Prix-Siege 1959 (Indianapolis)
Grand-Prix-Ergebnisse Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1959 1 DNF 1963 DNF
Indy-500-Ergebnisse JahrStartnr.StartQual (km/h)ErgebnisRundenFührungAusfall1951 48 25 217,01727 34 0Ölverlust1952 34 22 215,84223 130 0Öldruck1953 92 10 221,201163 115 0Übergabe an Linden1954 12 16 224,403222 105 0Übergabe an Johnson; Rd. 94-160; Motor1955 27 30 217,30628 53 0Unfall1956 19 15 227,1718 200 01957 8 24 227,41230 27 0Kompressor1958 8 11 230,53420 93 0Benzinpumpe1959 5 6 231,7731 200 1301960 1 3 234,2352 200 581961 2 4 235,2333 200 71962 3 2 240,3661 200 661963 1 4 241,0584 200 01964 2 3 251,6792 200 01965 2DNQTrainingsunfall1966 26 13 256,60315 74 0Handling
Sebring-Ergebnisse Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1962 Ronnie Kaplan Chevrolet Corvette Bob Johnson Ausfall Aufhängung
Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft
Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 1953 H. W. Dietrich Lincoln Capri DNF 1962 Frank NichelsRonnie Kaplan Pontiac TempestChevrolet Corvette 27 DNF
Weblinks
Nachruf in der New York Times
Einzelnachweise
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