Leo Fleischmann (* 1. März 1871 in Mährisch Aussee; † 13. Januar 1932 in Wien) war ein österreichischer Zahnarzt. Er gilt als Pionier bei der Untersuchung der Gefährlichkeit von Amalgamfüllungen in Zähnen.
Leben Nach Studium an den Universitäten Prag und Wien promovierte Fleischmann zum Dr. med. Danach war er Leiter der Quecksilberuntersuchungsstelle der Charité in Berlin (PDF; 1,8 MB), München.. Nach erfolgter Habilitation erhielt er einen Ruf als Privatdozent auf den Lehrstuhl für Zahnheilkunde an der Wiener Universität. Hier machte er sich unter anderem einen Namen durch Untersuchungen und Veröffentlichungen über den Zusammenhang von Stoffwechselproblemen mit Zahnerkrankungen.
Im Jahr 1922 wurde er zum Präsidenten der Zahnärztlichen Gesellschaft Wien gewählt und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod.Professor Dr. Leo Fleischmann gestorben, in: Jüdische Presszentrale Zürich, 22. Januar 1932| Abruf am 10. Februar 2023.
Werke (Auswahl) Über den Stand der Frage der Gefährlichkeit der Amalgamfüllungen, in: Deutsche zahnärztliche Wochenschrift, 1928, S. 141–151. Ein Fall von Trigeminusneuralgien als Beitrag zur Pathologie und Aetiologie dieser Erkrankung, 1903. Das transparente Dentin, 1907. Zur Pathogenese der Zahnkaries, 1921. Das irreguläre Dentin, in: Handbuch der Zahnheilkunde 1, 1922.
Literatur
Deutsches Biographisches Archiv Fischer, Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte der letzten fünfzig Jahre (1880-1930), Berlin u. Wien 1932–1933 Todesanzeige: Neue Freie Presse (Wien) 15. Januar 1932, S. 16
Einzelnachweise
Kategorie:Zahnarzt Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1932 Kategorie:Mann