mini|St.-Johannis-Kirche Die St.-Johannis-Kirche ist die älteste evangelisch-lutherische Kirche in Soltau.

Geschichte mini|Innenansicht, Blick auf den Altar mini|Deckengemälde

Die Kirche trägt den Namen Johannes des Täufers, vermutlich weil sich hinter der Kirche eine alte Taufstelle befand. St. Johannis ist die älteste Kirche Soltaus.

Die erste Kirche An der Stelle der heutigen Kirche stand zuvor eine als Sante Johannis Baptista bezeichnete Holzkirche, die vermutlich bereits um 830 gebaut worden war.St.-Johannis-Kirche in Soltau, abgerufen am 9. April 2020. Sie wurde im Jahr 1304 erstmals urkundlich erwähnt, als das Stift Quedlinburg sein Patronat an das Domkapitel des Bistums Verden verkaufte.Soltau, St. Johannis, kirchengemeindelexikon.de, abgerufen am 17. August 2026.

Die zweite Kirche Im Jahr 1463 errichtete die Gemeinde einen Steinbau. Diese Steinkirche wurde im Jahr 1464 erstmals urkundlich erwähnt.St. Johannis-Kirche auf www.soltau.de, abgerufen am 17. August 2026. Im Jahr 1597 erweiterte die Gemeinde ihre Kirche.

Die dritte Kirche Im Jahr 1755 wurde der Bau abgerissen und durch eine spätbarocke Saalkirche ersetzt. Ein Turm kam 1849/1850 dazu.

Die vierte Kirche In der Weihnachtsnacht 1906 brannte die Kirche vollständig aus, nur die Außenmauern blieben stehen. Anschließend wurde sie innerhalb von zwei Jahren nach den Plänen des Architekten Eduard Wendebourg im neubarocken Stil wieder aufgebaut und hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Das Deckengemälde (1908) stammt von Carl Wiederhold; das Altarwandgemälde schuf Rudolf Schäfer 1921 als Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Soltauer Kirchengemeinde. Der Turm ist 68 m hoch.

In den Jahren 1972 und 1973 wurde der Kirchenraum umgestaltet. Der Innenraum bot ursprünglich über 1000 Sitzplätze, mit der Zeit war er aber zu groß geworden und wurde verkleinert und renoviert. Zusätzlich wurden sieben Gemeinderäume eingebaut und der Altar von seinem Platz im östlichen Chorraum an die Südwand verlegt, wo er auch schon vor dem Wiederaufbau 1908 gestanden hatte.

Heute gehören rund 4400 Mitglieder zur Gemeinde. Schwerpunkte in der Gemeindearbeit sind die Kirchenmusik sowie die Kinder- und Jugendarbeit.

Ausstattung mini|Orgelprospekt Die Orgel wurde 1968 von Orgelbau Hammer (Hannover) erbaut; das Gehäuse stammt von der Vorgängerorgel (Furtwängler & Hammer, 1908) und wurde seitlich um Pedaltürme erweitert. Das Instrument hat 40 Register auf drei Manualwerken und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.Informationen zur Orgel

I Hauptwerk C–g3 1. Gedacktpommer 16′ 2. Principal 8′ 3. Spillpfeife 8′ 4. Octave 4′ 5. Koppelflöte 4′ 6. Quinte ′ 7. Oktave 2′ 8. Mixtur V–VII 9. Mixtur III 10. Trompete 8′ II Oberwerk C–g3 11. Rohrflöte 8′ 12. Quintade 8′ 13. Principal 4′ 14. Spitzgedackt 4′ 15. Waldflöte 2′ 16. Quinte ′ 17. Sesquialtera II 18. Scharff IV–V 19. Oberton II 20. Dulcian 16′ 21. Krummhorn 8′ Tremulant III Brustwerk C–g3 22. Holzgedeckt 8′ 23. Gedacktflöte 4′ 24. Principal 2′ 25. Sifflöte 1′ 26. Terzian II 27. Cymbel III 28. Vox humana 8′ Tremulant Pedal C–f1 29. Principal 16′ 30. Subbass 16′ 31. Oktave 8′ 32. Gedackt 8′ 33. Oktave 4′ 34. Holzflöte 4′ 35. Nachthorn 2′ 36. Mixtur VI 37. Glockenton III 38. Posaune 16′ 39. Trompete 8′ 40. Clarine 8′ Koppeln: II/I, III/I, I/P, II/P, III/P Zimbelstern

Weblinks

Seite der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

Johannis Soltau, Johannis Soltau Soltau Soltau Kategorie:Baudenkmal in Soltau Kategorie:Erbaut 1908 Soltau