Das Adjektiv primär (von ) bedeutet „erster“ oder „an erster Stelle stehend“ und wird in der Chemie auch als Wortbildungselement benutzt, z. B. in Primärprodukt und Primärreaktion.
Organische Chemie Rot markierte Zentralatome in verschiedenen Stoffgruppen. Vergleich von primären mit sekundären, tertiären und quartären Zentralatomen. primär sekundär tertiär quartär Kohlenstoffatomeiner organischenVerbindung rahmenlos|hochkant=0.298 rahmenlos|hochkant=0.298 rahmenlos|hochkant=0.298 rahmenlos|hochkant=0.298 Alkohol rahmenlos|hochkant=0.345 rahmenlos|hochkant=0.345 rahmenlos|hochkant=0.345 existiert nicht Amin rahmenlos|hochkant=0.26 rahmenlos|hochkant=0.26 rahmenlos|hochkant=0.26 rahmenlos|hochkant=0.28(siehe QAV) CarbonsäureamidLaut IUPAC-Nomenklatur sind sekundäre, bzw. tertiäre Amide mit zwei, bzw. drei Acylgruppen am Stickstoff substituiert. Da jedoch im allgemeinen Gebrauch primäre Amide mit einer Acylgruppe und zwei Kohlenwasserstoffsubstituenten am Stickstoff „tertiäre Amide“ genannt werden, wird die Klassifizierung in primäre, sekundäre und tertiäre Amide nicht empfohlen. rahmenlos|hochkant=0.55 rahmenlos|hochkant=0.55 rahmenlos|hochkant=0.55 existiert nicht Phosphin rahmenlos|hochkant=0.27 rahmenlos|hochkant=0.27 rahmenlos|hochkant=0.27 rahmenlos|hochkant=0.29(siehe QPV) In der organischen Chemie ist das Wort „primär“ eine Bezeichnung für den Substitutionsgrad eines von mehreren an ein Zentralatom (Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor) gebundenen Wasserstoffatomen durch einen organischen Rest (Organyl-Rest, wie Alkyl-Rest, Alkenyl-Rest, Aryl-Rest, Alkylaryl-Rest etc.), z. B. enthalten primäre Alkohole ein primäres Kohlenstoffatom (Zentralatom = Kohlenstoff), primäre Amine ein primäres Stickstoffatom (Zentralatom = Stickstoff), primäre Phosphine ein primäres Phosphoratom (Zentralatom = Phosphor).Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 6: T–Z. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1988, ISBN 3-440-04516-1, S. 4170.
Beispiele für primäre Zentralatome ein Kohlenstoffatom in einem Alkan oder einem Alkohol, das neben einem Substituenten noch zwei oder drei Wasserstoffatome trägt, oder ein Stickstoffatom in einem Amin, das mit einem Kohlenstoffatom verbunden ist.
Dies führt bei allen primären Verbindungen dazu, dass nahezu keine sterische Hinderung der funktionellen Gruppe besteht und typische Reaktionen leicht ablaufen.
Beispiele für solche Verbindungen sind primäre Alkohole und primäre Amine. Typisches Beispiel für primäre Kohlenstoffatome sind die das/die endständige(n) C-Atom(e) in Ethan oder in Chlormethan.
Anorganische Chemie In der anorganischen Chemie ist primär eine Bezeichnung für Salze, die durch Neutralisation einer Hydroxygruppe einer mehrbasigen Säure entstanden sind, zum Beispiel Calciumdihydrogenphosphat, Ca(H2PO4)2.Brockhaus ABC Chemie. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 1134.
Siehe auch Sekundär Tertiär Quartär
Einzelnachweise
Kategorie:Chemische Nomenklatur