mini|hochkant|Schalter der "Voigt & Haeffner AG Frankfurt-M" in der ehemaligen Fabrik "Dynamit-Nobel" in Saarwellingen
Heinrich Ferdinand Julius VoigtFischer, Franz: „Das Wirtschaftsbürgertum des Rhein-Main-Gebiets im 19. Jahrhundert“, Frankfurt, 1996 (* 20. Juli 1857 in Sandersleben; † 10. Februar 1937) war ein deutscher Elektrotechnikerkurze Biographie des Dr. ing. h.c. Heinrich Voigt.
Leben Heinrich Voigt stammt aus einer Pfarrersfamilie in Sandersleben. Er verbrachte seine Lehre in Dessau und studierte an der Technischen Hochschule Braunschweig. Seit 1875 gehörte er der Braunschweiger Burschenschaft Germania an.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 516.
1885 gründete er mit dem GeldgeberSiehe Jakob Staudt die Firma Staudt & Voigt in Frankfurt, in der Schlesinger Gasse. Hergestellt wurde Installationsmaterial jeder Art, Hoch- und Niederspannungs-Schaltgeräte und komplette Schaltwarten. 1890 scheidet Jakob Staudt aus und Adolf Haeffner tritt als neuer Teilhaber in die Firma ein, die ab 1. Februar 1891 den Namen Voigt & Haeffner trägt. König, Ernst: Fünfzig Jahre Voigt & Haeffner. Frankfurt am Main 1941, S. 15. 1889 wurde das Werk von der Innenstadt nach Bockenheim verlegt. 1896 wurde auch die Chemisch-elektrische Fabrik Prometheus für elektrisches Kochen und Heizen gegründet. Nach der internationalen elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt und dem einsetzenden schnellen Aufschwung der Elektrotechnik wurde die Firma 1900 mit Staudts Erben Adolf Haeffner (1862–1947; Sohn eines Hoteliers) in die Aktiengesellschaft Voigt & Haeffner umgewandelt. Bald beschäftigten sie 4000 Mitarbeiter und verlegten das Werk nach dem Ersten Weltkrieg an den neuen Frankfurter Osthafen in die Hanauer Landstraße 152 bis 172.Frankfurter Adressbuch 1915 Die AG ist seit 2003 Teil der Eltek Gruppe, die seit 2015 zum taiwanischen Konzern Delta Electronics gehört. Vgl. http://www.eltek.de/en/home/history/
Voigt war begeisterter Amateurastronom und wurde im späteren Leben ein Anhänger der pseudowissenschaftlichen Welteislehre, über die er auch ein Buch verfasste ("Die Welteislehre und ich"). "Privatinstitut für Welteislehre: Hanns Hörbiger und seine engsten Mitstreiter" Der Ingenieur und Hochschullehrer Heinz Voigt war sein Sohn.
Nach seinem Tod gab seine Familie die Aktienanteile hauptsächlich an die Deutsche Bank sowie an die Dresdner Bank ab.
Veröffentlichungen Nachdenkliches und Heiteres aus den ersten Jahrzehnten der Elektrotechnik; R. Voigtländers Verlag; Leipzig 1925 Das Stromdiagramm der Asynchronmaschine; mit Karl Humburg; A. f. E. 29(1935), S. 333–340 Brief an die wissenschaftliche Leitung; E u. M 60(1942)35/36, S. 379–380 Die Welteislehre und ich; 1925
Literatur Ernst König: 50 Jahre Voigt & Haeffner; Frankfurt am Main, 1941 Das tätige Frankfurt 1955, 324
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1937 Kategorie:Mann