miniatur|Jo. Harbort (2014) Jo. Harbort (* 1951 in Oschersleben (Bode); gebürtig Joachim Harbort) ist ein deutscher Künstler. Er lebt in Zwickau und arbeitet vorwiegend als Bildhauer mit dem Material Holz, aber auch mit Stein oder Eis.

Leben Harbort kam früh mit der Schnitzkunst in Berührung. Er absolvierte von 1965 bis 1969 eine Holzbildhauerlehre und studierte von 1970 bis 1975 bei Gerd Jaeger an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Bildhauerei. Seit 1976 arbeitet er als freischaffender Künstler, insbesondere in Zwickau und auf Hiddensee. Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und wurde mit dem Kunstpreis der FDJ geehrt. Er hatte in der DDR eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und war auf wichtigen Gruppenausstellungen vertreten.

Seit der deutschen Wiedervereinigung nahm er mehrfach an den Eisfestivals in Kanada teil und erschuf auch Eisskulpturen in Japan.

Harbort ist der Bruder der Schauspielerin und Regisseurin Christine Harbort und der Neffe des Dirigenten Kurt Masur.

Werkbeispiele

Drachen (1986; Holzobjekt)

Bierbrauerbrunnen in der Zwickauer Katharinenstraße. Eine gleichartige Bronzeplastik schenkte die Stadt Zwickau ihrer Partnerstadt Dortmund, eine weitere steht als Bierfahrer-Plastik im Ernst-Thälmann-Park in Berlin-Prenzlauer Berg. Brunnen der Freundschaft am Schumannplatz in Zwickau. Spielplätze auf Hiddensee. Weihnachtskrippe mit lebensgroßen Figuren, vom 5. Dezember 2010 bis 2. Februar 2011 im Pantheon Rom ausgestellt, ansonsten Bestandteil des jährlichen Zwickauer Weihnachtsmarktes. Bergarbeiter-Denkmal auf dem Muldeparadies in Zwickau.

Weitere Ausstellungen (unvollständig)

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

1984: Cottbus ("Junge Künstler aus Karl-Marx-Stadt und Cottbus") 1984/1985: Karl-Marx-Stadt ("Retrospektive 1945 – 1984. Bildende Kunst im Bezirk Karl-Marx-Stadt") 1985: Karl-Marx-Stadt, Bezirkskunstausstellung 1987/1988: Dresden, X. Kunstausstellung der DDR 1989: Karl-Marx-Stadt, Museum am Theaterplatz („Plastik. Bildhauer des Bezirkes Karl-Marx-Stadt“)

Einzelausstellung seit der deutschen Wiedervereinigung

2001: Zwickau, Städtisches Museum („S. O. Hüttengrund + Jo. Harbort, Wir sind 1000“)

Literatur

Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 314.

Weblinks

Jo Harbort. In: Hiddensee – Künstlerkolonien in der Vergangenheit und Kulturelles in der Gegenwart. Harbortkrippe zieht ins Pantheon http://joharbort.de (Homepage) Kurzporträt in der Liste der mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille Ausgezeichneten auf Zwickau.de

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