Die 205. Infanterie-Division war ein Großverband der Wehrmacht im Deutschen Reich.
Geschichte
Aufstellung Die 205. Infanterie-Division wurde im August 1939 zunächst unter der Bezeichnung 14. Landwehr-Division in Freiburg im Breisgau/Wehrkreis V Stuttgart aufgestellt und am 1. Januar 1940 als Division der 3. Aufstellungswelle in die 205. Infanterie-Division umgruppiert.
Nach dem erfolgreichen Westfeldzug wurde die Division am 17. Juli 1940 bis auf das Stammpersonal beurlaubt und erst im Februar 1941 wieder einberufen.
Unternehmen Barbarossa Ab 1941 nahm die Division im Rahmen der Heeresgruppe Mitte am Deutsch-Sowjetischen Krieg teil.
Sie bewährte sich bei den Gefechten im Raum Welikije Luki und bei den Abwehrkämpfen an der Nahtstelle zwischen den Heeresgruppen Mitte und Nord bei Newel, unter deren Kommando sie Ende 1943 gestellt wurde.
Kurland Bei der Heeresgruppe Nord kämpfte der Verband 1944 im Kessel von Kurland.
Kapitulation Die Division gehörte zu den wenigen Großverbänden, die bei der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai geschlossen den Weg in die sowjetische Gefangenschaft antraten.vgl. ; S. 18 f.
Unterstellung und Einsatzräume DatumKorpsArmeeHeeresgruppeEinsatzraumJanuar 1940 XXV7. ArmeeCOberrheinFebruar 1940 z. Vfg.OKH Juni 1940VI2. ArmeeAFrankreichJuli 1940 z. Vfg. 12. ArmeeCAugust 1940 OKW beurlaubtMärz 1941XXV6. ArmeeDAtlantikMai 1941Februar 1942 z. Vfg. Mitte WitebskMärz 1942 LIX3. Panzerarmee WelischNovember 1942 XXXXI9. Armee Welikije LukiDezember 1942 VIFebruar 1943 LIX3. PanzerarmeeMärz 1943 z. Vfg.April 1943XXXXIIIOktober 194316. ArmeeNordNewelJanuar 1944IJuli 1944II PolozkAugust 1944 XXXXIII DünaburgSeptember 1944IKurlandKurlandOktober 1944 VI. SSKurlandNovember 1944 z. Vfg.Dezember 1944XXXVIII16. Armee NordFebruar 1945KurlandMärz 1945L18. ArmeeApril 1945XVI16. Armee
Kommandeure DatumDienstgradName26. August 1939Generalmajor/GeneralleutnantErnst Richter1. März 1942Oberst/Generalmajor/GeneralleutnantPaul Seyffardt15. Juli 1943OberstEdmund Blaurock15. August 1943GeneralleutnantPaul Seyffardt5. November 1943OberstErnst Michael1. Dezember 1943Generalmajor/GeneralleutnantHorst von Mellenthin20. Oktober 1944OberstErnst Biehler (mit der Führung beauftragt)15. November 1944Oberst/GeneralmajorKarl-Hans Giese
Gliederung 1939 Landwehr-Infanterie-Regiment 33 Landwehr-Infanterie-Regiment 40 Landwehr-Infanterie-Regiment 59 Landwehr-Infanterie-Regiment 182 Landwehr-Artillerie-Abteilung 14 Landwehr-Nachrichten-Abteilung 14 Landwehr-Panzerabwehr-Abteilung 14
1940 Infanterie-Regiment 353 Infanterie-Regiment 335 Infanterie-Regiment 358 Artillerie-Regiment 205 Pionier-Bataillon 205 Panzerabwehr-Abteilung 205 (aufgestellt am 1. Januar 1940 durch die Umbenennung der Landwehr-Panzerabwehr-Abteilung 14. Umbenannt am 1. April 1940 in Panzerjäger-Abteilung 205. 1941 bis auf die Panzerjäger-Kompanie 205 aufgelöst) Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 205 (am 1. Januar 1940 aus der Landwehr-Divisions-Nachrichten-Abteilung 14 gebildet) Infanterie-Divisions-Nachschubführer 205 (am 1. Januar 1940 durch die Umbenennung des Divisions-Nachschubführers 14. Landwehr-Division gebildet. Am 15. Oktober 1942 in Kommandeur der Infanterie-Divisions-Nachschubtruppen 205 umbenannt)
Im Dezember 1941 gab die Division die drei Infanterie-Geschütz-Kompanien an die in den Osten verlegte 88. Infanterie-Division ab.
1944 Grenadier-Regiment 353 Grenadier-Regiment 335 Grenadier-Regiment 358 Füsilier-Bataillon 205 (1943 aus der Radfahr-Schwadron 205 mit vier Kompanien gebildet) Artillerie-Regiment 205 Pionier-Bataillon 205 Feldersatz-Bataillon 205 (aufgestellt am 15. Juni 1943 mit drei Kompanien) Panzerabwehr-Abteilung 205 (Juni 1944) Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 205 Infanterie-Divisions-Nachschubführer 205 (am 1. September 1944 in Versorgungs-Regiment 205 umbenannt).
Bekannte Divisionsangehörige Otto Seitz (1911–1974), war 1970, als General der Infanterie, Leiter der Sektion III im österreichischen Bundesministerium für Landesverteidigung
Gedenken Der Gedenkstein für die Gefallenen der Division befindet sich in Schramberg.Achim Ringwald, „Schramberg ab 2003“, 14. Dezember 2006, abgerufen am 8. Januar 2009. Ein weiterer Gedenkstein befindet sich in Lahr/Schwarzwald.
Literatur ; S. 18 f.
Weblinks (PDF; 450 kB), Nafziger Collection, Combined Armed Research Library.
Einzelnachweise
Kategorie:Division der 3. Aufstellungswelle Kategorie:Gegründet 1940 Kategorie:Aufgelöst 1945