mini|Davy O'List and Andy Tillison live (2009) The Tangent ist eine Progressive-Rock-Supergroup, die 2003 als Nebenprojekt der Band Parallel or 90 Degrees (kurz: Po90)die Abkürzung entstammt der offiziellen gegründet wurde. Bekannt wurde sie durch Auftritte auf vielen internationalen Progressive-Rock-Festivals.

Geschichte Die Geschichte der Gruppe begann bereits im Jahr 1999, als Po90 gemeinsam mit den Flower Kings auftraten. Zu dieser Zeit war Andy Tillison damit beschäftigt, Ideen für das nächste Po90-Album More Exotic Ways to Die zu sammeln. Beeindruckt von den Flower-Kings-Alben beschloss er, die eher „progressiven“ Stücke des neuen Albums separat aufzunehmen. Einige Zeit nach der Veröffentlichung von More Exotic Ways to Die übergab Tillison dem Flower-Kings-Crewmitglied Ian Oakley, der wenig später der Manager von The Tangent wurde, die so entstandenen Demoaufnahmen. Roine Stolt, Zoltan Csörsz und Jonas Reingold boten spontan an, auf diesem Album mitzuwirken. Komplettiert wurde diese Besetzung mit dem Saxofonisten David Jackson und dem Po90-Keyboarder Sam Baine.The Tangent, laut.de, abgerufen am 11. Mai 2013. Das Debütalbum The Music That Died Alone wurde von der Fachpresse begeistert aufgenommen.Rezensionen zu The Music That Died Alone auf den Babyblauen Seiten

Es folgten mehrere Umbesetzungen – im Jahr 2007 existierten The Tangent nur als Trio, bestehend aus Tillison, Reingold und Jaime Salazar –, zwei weitere Studio- und zwei Livealben. Im Jahr 2008 erschien das vierte Studioalbum, Not as Good as the Book. Es besteht aus zwei CDs, von denen die erste sieben vergleichsweise kurze Lieder enthält, die zweite lediglich zwei Stücke von jeweils über 20 Minuten Länge. Das Konzeptalbum beschreibt, wie im Jahr 2008 versehentlich mithilfe des Albums Relayer von Yes die Welt zerstört wird und 80.000 Jahre darauf Wissenschaftler versuchen, anhand noch erhaltener Progressive-Rock-CDs aus dieser Zeit das Leben der Menschen zu rekonstruieren.Rezension zu Not as Good as the Book auf den Babyblauen Seiten

Im Jahr 2008 traten The Tangent außerdem gemeinsam mit der schwedischen Progressive-Rock-Band Beardfish auf. Da im selben Jahr Bassist Reingold, Gitarrist Jonsson und Schlagzeuger Salazar ihren Ausstieg bekannt gegeben hatten, weil sie keine Entwicklung in der Band sahen, begann Andy Tillison, mit den Mitgliedern von Beardfish zusammenzuarbeiten. Im Juni dieses Jahres gab er offiziell bekannt, dass die vier Mitglieder von Beardfish nun auch bei The Tangent spielten, was von Rikard Sjöblom bestätigt wurde. Damit war The Tangent erstmals in der Bandgeschichte ein Oktett. Ihren ersten Auftritt hatte die neue Besetzung auf dem Summer's End Festival im September 2008.

Im Folgejahr wurde die Besetzung erneut geändert und bestand nun aus den Gründungsmitgliedern Andy Tillson, Theo Travis und Guy Manning. Als neue Bandmitglieder kamen Paul Burgess am Schlagzeug und Jonathan Barrett am Bass hinzu. Diese Besetzung, mit der auch das Folgealbum Down and Out in Paris and London eingespielt wurde, war die erste, die ausschließlich aus britischen Musikern bestand.Rezension zu Down and Out in Paris and London auf den Babyblauen Seiten Danach fanden wieder mehrere Besetzungswechsel statt und es erschienen neue Studioaufnahmen, unveröffentlichtes Archivmaterial und Liveaufnahmen.

Stil Das Debütalbum The Music That Died Alone war noch stark vom Canterbury Sound und vom Retro-Prog der Flower Kings beeinflusst. Der Canterbury-Anteil wurde allmählich reduziert, spätestens ab Not as Good as the Book spielen The Tangent Progressive Rock mit Einflüssen der 70er und 80er Jahre. Sie sind damit nach Transatlantic die zweite bekannte Retro-Prog-Supergroup.

Diskografie

Studioalben 2003: The Music That Died Alone 2004: ii: The World That We Drive Through 2006: A Place in the Queue 2008: Not as Good as the Book 2009: Down and Out in Paris and London 2009: A Place on the Shelf 2011: COMM 2013: Le Sacre du Travail 2015: A Spark in the Aether 2017: The Slow Rust of forgotten Machinery 2018: Proxy 2020: Auto Reconnaissance 2022: Songs From the Hard Shoulder 2024: To Follow Polaris

Livealben 2004: ii(.v): Pyramids and Stars 2007: Going Off On One 2011: Going Off On Two 2018: Hotel Cantaffordit unter dem Bandnamen Tangekanic zusammen mit Karmakanic

Weblinks Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Progressive-Rock-Band