Die Pactos Dawson oder Dawson Pacts waren ein Konvolut einseitiger Verpflichtungserklärungen, welches nicaraguanische Regierungsvertreter am 27. Oktober 1910 unterzeichneten.

Nach dem Rücktritt von José Santos Zelaya sandte William Howard Taft, Thomas Cleland Dawson. Dieser erhielt von der Regierung in Managua die vertragliche Zusicherung, „Ihre Handlung nach den Anweisungen der Regierung der USA zu gestalten“.

Die Vereinbarung weiter:

Die US-Regierung sandte Thomas C. Dawson nach Managua um dabei zu helfen eine verfassungsmäßige Regierung mit freien Wahlen zu etablieren. Die Rehabilitierung des Finanzwesens und die Zahlung von legitimen inländischen und ausländischen Forderungen war ebenfalls geplant.

Dawson kam am 18. Oktober 1910 an. Nach tagelangen Verhandlungen auf einem US-Kriegsschiff stimmten Juan José Estrada, Adolfo Díaz und Luís Mena Solórzano zu, zur Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung aufzurufen. Die Versammlung sollte einen Präsidenten und einen Vizepräsidenten für zwei Jahre wählen, die Leiter der Revolution stimmten zu Juan José Estrada zu bei seiner Präsidentschaft und Adolfo Díaz für die Vizepräsidentschaft zu unterstützen.

Am 27. Oktober 1910 unterzeichneten General Juan José Estrada, der Außenminister Adolfo Díaz, Kriegsminister Luís Mena Solórzano und Emiliano Chamorro Vargas eine Reihe von Verpflichtungserklärungen, welche allgemein als Dawson Pacts bekannt sind, obwohl Thomas C. Dawson sie nicht unterzeichnet hat.UniSanDiego (englisch)Instituto de Historia de Nicaragua y Centroamérica in La Prensa12 DE ABRIL DEL 2005 , (spanisch)Banco Central de Nicaragua Periódo de 1910-1912 (spanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichte Nicaraguas