mini|Michail Pugowkin im Film „Guten Morgen“ (1955) mini|Michail Pugowkins Autogramm auf dem Drehbuch des Films "Sportloto-82". Krim, Sommer 1981. Michail Iwanowitsch Pugowkin (, echter Name Pugonkin (Пугонькин); * 13. Juli 1923 in Rameschki, Rajon Tschuchloma; † 25. Juli 2008 in Moskau) war ein sowjetischer und russischer Schauspieler, der 1988 die Auszeichnung Volkskünstler der UdSSR erhielt.

Leben und Wirken

Michail Pugowkin studierte unter Iwan Moskwin an der Theaterschule des Tschechow-Künstlertheaters Moskau. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Freiwilliger in der Roten Armee und wurde an der Front schwer verletzt. Nach seiner Genesung bekam er im Jahre 1943 seine erste Rolle an einem Theater in Moskau und spielte nach Kriegsende im Kinofilm Die Hochzeit nach Anton Tschechow mit. Bis 1959 blieb Pugowkin mit diversen Produktionen in Moskau, Murmansk und Vilnius auf den Theaterbühnen präsent.

Pugowkin wirkte in der Folgezeit in mehr als 70 Filmen mit. Besonders seine Rollen in den Komödien von Leonid Gaidai wie Operation „Y“ und andere Abenteuer Schuriks (1965), Zwölf Stühle (1971) und Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf (1973) machten ihn zu einem der bekanntesten Schauspieler der Sowjetunion.

2001 spielte er seine letzte Rolle in einer Verfilmung des Märchens von den Bremer Stadtmusikanten, wonach er sich aus dem Filmgeschäft zurückzog.

Ehrungen

Pugowkin war Träger folgender Titel und Auszeichnungen:

Verdienter Künstler der RSFSR (26. November 1965) Volkskünstler der RSFSR (7. Januar 1977) Ehrenzeichen der Sowjetunion (1983) Volkskünstler der UdSSR (20. September 1988) Verdienstorden für das Vaterland IV. Klasse (14. Januar 2002) Orden der Ehre (1. September 2003) Schukow-Medaille (2004) Verdienstorden III. Klasse (2007) Orden des Vaterländischen Krieges II. Klasse Medaille „Sieg über Deutschland“ Medaille „50 Jahre Sieg im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ Medaille „300 Jahre Russische Flotte“ Medaille „850 Jahre Moskau“ Medaille „60 Jahre Sieg im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“ Medaille „Veteran der Arbeit“ Medaille „Für Neulandentwicklung“

Er erhielt auch mehrere Filmpreise, darunter 1968 beim III. Allunionsfilmfestival in Leningrad für Hochzeit in Malinowka.

Der 1973 entdeckte Asteroid (4516) Pugovkin trägt seit 1997 seinen Namen.Minor Planet Circ. 30095 2005 wurde außerdem in Charkiw eine dem Schauspieler nachgeahmte Statue von Vater Fjodor, den er in Zwölf Stühle spielte, enthüllt.

Privates

Pugowkin lebte lange Zeit in Jalta auf der Krim, bevor er 1999 nach Moskau zog. Insgesamt war Pugowkin dreimal verheiratet und hat eine Tochter namens Jelena aus seiner ersten Ehe.

Am 25. Juli 2008 starb Pugowkin in seinem Haus in Moskau an den Folgen seiner Diabeteserkrankung. Er wurde auf dem Wagankowoer Friedhof beigesetzt.

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Offizielle Seite von Michail Pugowkin (russisch) Todesmeldung von Michail Pugowkin; Biographie (russisch) Biografie Pugowkins auf kino-teatr.ru (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Moskau) Kategorie:Darstellender Künstler (Vilnius) Kategorie:Verdienter Künstler der RSFSR Kategorie:Volkskünstler der RSFSR Kategorie:Volkskünstler der UdSSR (Darstellende Kunst) Kategorie:Träger des Verdienstordens für das Vaterland Kategorie:Träger des Verdienstordens der Ukraine Kategorie:Träger des Ordens Zeichen der Ehre Kategorie:Träger des Ordens des Vaterländischen Krieges II. Klasse Kategorie:Träger des russischen Ordens der Ehre Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Träger der Medaille „Sieg über Deutschland“ Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2008 Kategorie:Mann