mini|250px|Wappen von Markwart VII. von Grünenberg als Fürstabt des Klosters Einsiedeln. Aus den „Annales Heremi“, 1612. Blasonierung: in Silber ein (grüner) Sechsberg (3:3;Gemäß zahlreichen Siegeln der Familie wäre 1:2:3 richtig. mit goldenen Rändern) im Schildfuß. Auf dem Wappen rechts die Mitra des Fürstabtes und links ein Spangenhelm mit Freiherrenkrone und dem Sechsberg. Markwart VII. von Grünenberg (erw. ab 1330; † 18. Oktober 1376 im Kloster Fahr) war von 1364 bis 1376 der 26. Abt des Benediktinerklosters Einsiedeln.
Herkunft Die Eltern Markwarts sind nicht ganz sicher zu bestimmen. Frühere Forscher vertraten die Meinung, er sei nebst anderen Geschwistern der Sohn von Freiherr Berchtold I. von Grünenberg, so Christoph Hartmann in den Annales Heremi,Freiburg im Breisgau (1612), was auch Jakob Käser (1855: S. 190) wiedergibt; diesen widerspricht Plüss jedoch (1900: S. 116). oder von Johann I. dem Grimmen von Grünenberg und von dessen Ehefrau Clementia von Signau.Jufer 1994: Stammtafel. Falls es zutrifft, dass die Fürstäbtissin von Säckingen, Margaretha II. von Grünenberg, seine Schwester war,Plüss 1900: S. 116. so war er mit Sicherheit ein Sohn von Freiherr Walter III. von Grünenberg (erw. ab 1290; gest. 1343) und von Katharina von Sumiswald (erw. 1343), ebenfalls freien Standes, denn in zwei Urkunden vom 30. Oktober und 7. November 1377 wird die Äbtissin als Schwester Walters IV. von Grünenberg bezeichnet, dem Sohn von Walter III. von Grünenberg.Andre Gutmann: Unter dem Wappen der Fidel. Die Herren von Wieladingen und die Herren vom Stein zwischen Ministerialität und adliger Herrschaft. Verlag Karl Alber, Freiburg / München 2011, ISBN 978-3-495-49955-9 (Volltext als PDF), S. 39 mit Anm. 97, S. 499f. (Urk 138) = Signatur: GLA 67/1140, fol. 252r–253r.
Leben Als Mönch des Benediktinerklosters Einsiedeln erschien Markwart VII. von Grünenberg von 1330 bis 1356 als Propst des Frauenklosters Fahr, bevor er zwischen dem 5. März und 17. Mai 1364 zum Abt von Einsiedeln gewählt wurde.
Sein Amt fiel in eine eher ruhige Zeit nach dem Regensburger Frieden von 1355, der die vierjährige Belagerung Zürichs durch Habsburg beendete, und den Thorberger Frieden von 1368 um Stadt und Amt Zug.Jufer, S. 160; Plüss, S. 118.
Am 26. September 1370, so berichten die Regesten der Einsiedler Stiftsgeschichte, kaufte Abt Markwart für sein Kloster die ganze Herrschaft Reichenburg für 1200 Gulden von Rudolf Keller zu Rapperswil, einem Mitglied des dortigen Rates.
Markwart wird in den Annalen Einsiedelns sowohl seiner edlen Abstammung als auch seiner Tugenden wegen gerühmt.Jufer, S. 160.
Er starb am 18. Oktober 1376 im Kloster Fahr.Markwart von Grünenberg (Personen-ID 1115), Professbuch des Klosters Einsiedeln.
Literatur
Rudolf Henggeler: Professbuch der Fürstlichen Benediktinerabtei U. L. Frau von Einsiedeln. Festgabe zum tausendjährigen Bestand des Klosters (= Monasticon-Benedictinum Helvetiae. 3). Selbstverlag des Stiftes, Einsiedeln 1933, . S. 84 f.
Einzelnachweise
Weblinks
Private Website zu den Freiherren von Grünenberg Website der Gemeinde Reichenburg, Geschichte
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