Min-Amun verknüpfte als eigene Gottheit in der ägyptischen Mythologie die Eigenschaften von Min sowie Amun. Er ist seit der zweiten Zwischenzeit belegt.
Min-Amun Im Neuen Reich ist er als thronende Mumie oder ithyphallischer Gott mit der Amunfederkrone dargestellt; hinter seinem Rücken ist in seinen erhobenen Händen eine Geißel zu sehen. Ergänzend ist auch die Min-Kapelle oder die Min-Pflanze abgebildet.
Ein Hymnus aus der Zeit des Neuen Reichs beschreibt Min-Amun in seiner früheren Eigenschaft als Min von Koptos:
In der Kuschitenzeit ist das „Schöne Fest des Zuges von Min-Amun zu seiner Treppe“ belegt. Aus griechisch-römischer Zeit sind zwei Prozessionszüge für den 1. und 15. Schemu I zu „seinem Geburtshaus“ bekannt.
Amun-Min
Als seltene Sonderform ist Min-Amun auf einer Stele in Koptos als Amun-Min belegt. Außerdem tritt Amun-Min in diesem Zusammenhang als „Amun-Min in Theben“, „Amun-Min in Koptos“, „Amun-Min an den beiden Stätten“, „Amun-Min im Zelt der Götter“ und „Amun-Min-Horus“ auf.
Die regelmäßige Erscheinungsform ist jedoch entweder „Min-Amun“ oder „Min-Amun in Koptos“. In der Ägyptologie wird die seltene Schreibung als „Amun-Min“ als abgeleiteter Name des Min-Amun verstanden.
Siehe auch Amenemope Min-Fest Liste ägyptischer Götter
Literatur Christian Leitz u. a.: Lexikon der ägyptischen Götter und Götterbezeichnungen. Band 1: 3 – y. Peeters, Leuven 2002, ISBN 2-87723-644-7, S. 317. Christian Leitz u. a.: Lexikon der ägyptischen Götter und Götterbezeichnungen. Band 3: P – nbw (= Orientalia Lovaniensia analecta. Band 112). Peeters, Leuven 2002, ISBN 90-429-1148-4, S. 290.
Einzelnachweise
Kategorie:Ägyptische Gottheit Kategorie:Schöpfungsgottheit Kategorie:Vegetationsgottheit Kategorie:Männliche Gottheit