František Čáp (* 7. Dezember 1913 in Čachovice, Böhmen; † 12. Januar 1972 in Ankaran, Slowenien) war ein tschechischer Regisseur. In Deutschland nannte er sich auch Franz Cap.
Leben Čáp besuchte die Realschule Písek und die Landwirtschaftsschule. 1932 begann er in Prag seine Bühnen- und Filmtätigkeit.Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 96. Im selben Jahr war er Darsteller im Film Vor der Matura (Před maturitou) von Svatopluk Innemann und Vladislav Vančura. Ab 1937 verfasste er Drehbücher für die Dramen Jungfernschaft (1937, Panenství) und Schritt ins Dunkel (1938, Krok do tmy).
Die erste Regiearbeit (zusammen mit Václav Krska) war der Film Ohnivé léto mit den Darstellern Václav Sova, Otýlie Benísková und Lída Baarová. Für die Prager Produktionsfirma Lucernafilm folgten 1940 Panna mit Vera Ferbasová und die Verfilmung des Romans von Božena Němcová Babicka mit Terezie Brzková in der Titelrolle.
1941 bekam er bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig eine Belobigung der Jury für den Film Noční motýl ().
Bei den Filmfestspielen von Cannes 1946 gewann er den Grand Prix für den Film Muži bez křídel ().
1950 drehte er in der Bundesrepublik Deutschland den Krimi Kronjuwelen mit Sybille Schmitz und Hans Nielsen in den Hauptrollen. 1951 folgte für Merkur Film das Drama Das ewige Spiel mit Will Quadflieg. Für die CCC-Film-Produktion Die Spur führt nach Berlin übernahm er 1952 die Regie.
Zwei Mal erhielt er bei den Jugoslawischen Filmfestspielen in Pula den Preis Goldene Arena für den besten Film: 1954 für Melodie im Frühling und 1955 für Entscheidung am Fluss, der auch von der Evangelischen Filmgilde zum Film des Monats im April 1956 gekürt wurde. Einen seiner bekanntesten Filme, Die Geierwally nach dem gleichnamigen Roman von Wilhelmine von Hillern, drehte Čáp 1956 in der Bundesrepublik.
Filmografie 1939: Ohnivé léto 1940: Babička 1940: Panna 1941: Preludium 1941: Nachtfalter (Noční motýl) 1941: Jan Cimbura 1942: Kníže Václav 1943: Tanečnice 1944: Děvčica z Bezkyd 1944: Mlhy na blatech 1945: Z růže kvítek 1946: Muži bez křídel 1947: Křižovatka 1947: Znamení kotvy 1948: Bílá tma 1948: Muzikant 1950: Kronjuwelen 1951: Das ewige Spiel 1952: Die Spur führt nach Berlin 1953: Melodie im Frühling (Vesna) 1954: Am Anfang war es Sünde 1955: Entscheidung am Fluss (Trenutki odločitve) 1956: Hilfe – sie liebt mich! 1956: Die Geierwally 1957: Zwei Herzen im Schnee (Ne čakaj na maj) 1957: Mädchen und Männer (La ragazza della salina) 1959: Die Tür bleibt offen 1960: X 25 meldet 1962: Naš avto 1962: Wir treffen uns heute abend 1965: Piran 1966: Mafia – Die ehrenwerte Gesellschaft 1968: Rinaldo Rinaldini 1970: Das Kamel geht durch das Nadelöhr
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Einzelnachweise
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