mini|Erwin Kohlund im Jahr 1948, Fotograf Fred Erismann Erwin Kohlund (* 23. Februar 1915 in Dortmund; † 1. März 1992Todesanzeige Erwin Kohlund. Schauspieler, Regisseur, Maler. 23. Februar 1915 - 1. März 1992. In: Neue Zürcher Zeitung. 4. März 1992. in Männedorf,Gütige Stimme verstummt. In: Der Bund. 2. März 1992. Schweiz) war ein deutsch-schweizerischer Schauspieler, Theaterregisseur und Maler.Erwin Kohlund als Maler. In: Neue Zürcher Zeitung. 11. April 1995.
Leben Der Sohn des Schauspielers, Theatermalers und Direktors des Stadttheaters Bern (1947–1953) Ekkehard Kohlund und seiner Ehefrau Anna Helene, geb. Theiss, besuchte das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sein erstes Engagement erhielt er 1937 am Stadttheater von Troppau. Danach spielte er in Meiningen und in der Saison 1939/40 am Theater Karlsruhe.
1939 kam er in die Schweiz. Er agierte hier an den Theatern von Luzern, Basel, Bern und Zürich. Kohlund, der bereits 1938 in einem Schweizer Kurzfilm mitgewirkt hatte, wurde 1941 als Sali Manz in der Romanverfilmung Romeo und Julia auf dem Dorfe nach Gottfried Keller bekannt. Seine Filmpartnerin Margrit Winter heiratete er 1943. mini|Links sitzend Erwin Kohlund, stehend auf dem Misthaufen Hannes Schmidhauser, rechts liegend Alfred Rasser im Film Uli der Pächter, Foto: Hans Gerber, Comet Photo, Bildarchiv der ETH Zürich, 1955 Danach war er meist nur noch Nebendarsteller in verschiedenen Filmen. Lediglich in Geld und Geist von Franz Schnyder erhielt er als Partner seiner Frau erneut die männliche Hauptrolle. Von 1956 bis 1985 inszenierte er neunmal die Tellspiele in Altdorf, 1960 führte er Regie bei einer Aufführung des Großen Welttheaters in Einsiedeln.
Neben der Theatertätigkeit präsentierte Kohlund in vielen Ausstellungen seine Malerei, in erster Linie Aquarelle und Kohlezeichnungen. Erwin Kohlund: Vom Regisseur zum Maler. In: Nidwaldner Tagblatt. 25. November 1982.
Kohlund lebte seit den 1960er-Jahren in einem alten Bauernhaus in Stäfa.Das Ehepaar Kohlund-Winter. Falstaff und Figaro. In: Wir Brückenbauer. 30. Juli 1965. Mit seiner Frau Margrit Winter hatte er zwei Kinder, Franziska Kohlund und Christian Kohlund; sie wurden ebenfalls Schauspieler. Erwin Kohlund starb am 1. März 1992 im Spital Männedorf.
Filmografie 1938: Ein Abenteuer am Thunersee (Kurzfilm) 1941: Romeo und Julia auf dem Dorfe 1941: Gilberte de Courgenay 1954: Der Prozess der Zwanzigtausend 1954: Uli der Knecht 1955: … Und ewig ruft die Heimat (Uli der Pächter) 1956: Das Lied der Heimat (Zwischen uns die Berge) 1958: Die Käserei in der Vehfreude 1959: Café Odeon 1959: SOS – Gletscherpilot 1960: Anne Bäbi Jowäger – I. Teil: Wie Jakobli zu einer Frau kommt 1962: Anne Bäbi Jowäger – II. Teil: Jakobli und Meyeli 1964: Menschen der Berge (Geld und Geist) 1967: Kuckucksjahre 1970: Dällebach Kari 1974: Die Auslieferung 1974: Engadiner Bilderbogen (Serie) 1974: Eiger (Mehrteiler) 1977: Die Konsequenz 1977: Śmierć prezydenta 1978: Elfriede 1979: Das gefrorene Herz 1981: Der Erfinder 1983: E Inspäkter chunnt 1985: Der Schiedsrichter 1985: Tender Is the Night (Mehrteiler) 1991: Das vergessene Tal 1991: Mirakel
Literatur
Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Vierter Band H – L. Botho Höfer – Richard Lester, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 435 f.
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