Freisen ist eine Gemeinde im Landkreis St. Wendel im nordöstlichen Teil des Saarlandes an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Geographie Geographische Lage Freisen liegt im Pfälzer Bergland. Im Umkreis von 50 km liegen die Großstädte Saarbrücken, Trier und Kaiserslautern. Zwischen den Gemeindeteilen Oberkirchen und Reitscheid erheben sich der Füsselberg und der Weiselberg. Der Freisbach (Nahe) fließt durch den Ort.

Gemeindegliederung mini|Ortsteile von Freisen Die Ortsteile der Gemeinde Freisen (Einwohner Stand 14. Januar 2015):Die Gemeinde Freisen in Zahlen auf www.freisen.de Stadtteil Einwohner Fläche km² Asweiler 354 4,73 Eitzweiler 231 4,47 Freisen 2.817 13,50 Grügelborn 842 4,17 Haupersweiler 578 5,24 Oberkirchen 2.421 9,54 Reitscheid 427 3,49 Schwarzerden 428 2,94 Gemeinde Freisen 8.098 48,08

Geschichte Als ältester gesicherter urkundlicher Nachweis des Orts Freisen gilt die Erwähnung eines hier befindlichen Herrenhofs (curtis de Fresenaco), der samt Vogtei und Zugehör (advocatia cum suis pertinenciis) in einem abschriftlich überlieferten Lehensrevers genannt wird. Dieses hatte Graf Gerlach IV. von Veldenz (1220–1240) am 23. August 1235 für den Bischof von Verdun ausgestellt.Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Bd. 3: Vom Jahre 1212 bis 1260. Hrsg. von Leopold Eltester und Adam Goerz. Hölscher, Koblenz 1874, S. 411 f. Nr. 531 (online bei dilibri Rheinland-Pfalz). Freisen gehörte damals demnach zum Fernbesitz der Kirche von Verdun. Ob ein bereits im Jahr 1230 genannter Henricus de FreseyneUrkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Bd. 3: Vom Jahre 1212 bis 1260. Hrsg. von Leopold Eltester und Adam Goerz. Hölscher, Koblenz 1874, S. 312 f. Nr. 393 (online bei dilibri Rheinland-Pfalz). ebenfalls auf Freisen zu beziehen ist, bleibt dagegen fraglich.Monika Buchmüller-Pfaff: Siedlungsnamen zwischen Spätantike und frühem Mittelalter. Die -(i)acum-Namen der römischen Provinz Belgica Prima (= Beihefte zur Zeitschrift für Romanische Phililogie. Bd. 225). Niemeyer, Tübingen 1990 (Reprint 2019), ISBN 978-3-484-52225-1, S. 208 f. Nr. 307 (als Vorschau online bei Google Books). Die verbreitete Auffassung, wonach Fresenacum auf lateinisch fraxinus (‚Esche‘) oder fraxinetum (‚Eschenhain') zurückzuführen sei, wurde inzwischen von der onomastischen Forschung aus sprachlichen Gründen zurückgewiesen. Stattdessen besteht demzufolge ein Zusammenhang mit dem Personennamen Fresenus, Fresonus.

Neugliederung Die Gemeinde erhielt ihren heutigen Zuschnitt weitgehend am 1. Januar 1974 im Zuge der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform, als aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Asweiler, Eitzweiler, Freisen, Grügelborn, Haupersweiler, Oberkirchen, Reitscheid und Schwarzerden die neue Gemeinde Freisen gebildet wurde.Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 44, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 857 (PDF Seite 29; 499 kB)

Am 1. Januar 2004 wurde ein Gebietsteil der Gemeinde mit damals 53 Einwohnern in die Gemeinde Herchweiler, Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz, umgegliedert.

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat mit 27 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 9. Juni 2024 wie folgt zusammen:Landeswahlleiterin, Statistisches Amt Saarland: Gemeinderatswahl 2024 in Freisen

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze +/− SPD 39,5 % 11 Sitze − 2 CDU 26,3 % 7 Sitze − 3 FWG 24,9 % 7 Sitze + 3 AfD 9,3 % 2 Sitze + 2

Bürgermeister seit 28. August 2012: Karl-Josef Scheer, SPD 28. August 1994 – 27. August 2012: Wolfgang Alles, CDU 28. August 1984 – 27. August 1994: Vinzenz Becker, CDU 28. August 1974 – 27. August 1984: Reinhold Weisgerber, CDU

Wappen

Die Gemeindefarben sind Schwarz – Gelb.

Gemeindepartnerschaften Es besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Mutzig (Frankreich/Elsass).

Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmal Die katholische Kirche St. Remigius wurde 1753 als barocke Saalkirche errichtet.

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Freisen

Museen Museumseisenbahn Ostertalbahn vom Bahnhof Schwarzerden nach Ottweiler Mineralienmuseum FreisenGemeinde Freisen: Abgerufen am 30. Juni 2012. Mineralogisches Museum im Ortsteil Oberkirchen Südwestdeutsches Bauernmuseum Reitscheid

Wildpark Naturwildpark Freisen

Verkehr Freisen liegt an der Bundesautobahn 62.

Der Bahnhof Freisen lag an der Bahnstrecke Türkismühle–Kusel. Der Personenverkehr Türkismühle – Freisen wurde am 1. Juni 1969 eingestellt., abgerufen am 21. März 2017

Persönlichkeiten Simon Werle (* 1957 in Freisen), Schriftsteller und Übersetzer

Weblinks

https://www.freisen.de/ – Gemeinde Freisen Literatur über Freisen in der Saarländischen Bibliographie

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis St. Wendel Kategorie:Gemarkung im Saarland