Achim Kleist, Pseudonym „Frank Lio“, (* 21. April 1965 in Altötting, Bayern) ist ein deutscher Musikproduzent und Komponist in den Bereichen Pop, Rock, Schlager, Film- und Werbemusik. Gemeinsam mit Wolfgang von Webenau leitet er die Musikproduktionsfirma Syndicate Musicproduction.
Werk mini|Logo von Syndicate Musicproduction 1993 gründete Kleist nahe München die Musikproduktionsfirma Syndicate Musicproduction. Seit 1998 ist der Produzent Wolfgang von Webenau (Pseudonym „D.Fact“) der musikalische und geschäftliche Partner von Kleist. Kleist konnte seit 1995 über 125 Gold- und Platin-Auszeichnungen für seine Produktionen entgegennehmen. Außerdem waren die von ihm produzierten Singles und Alben über 135-mal in den Top 10 der internationalen Charts.
Einen ersten Charterfolg hatte Kleists Syndicate Musicproduction 1995 mit der Eurodance-Gruppe 3-o-Matic.
1999 gelang Kleist und von Webenau mit dem Titel Mambo No. 5 des Interpreten Lou Bega ein Welthit. Er platzierte sich in den USA auf Platz 1 der Radiocharts, auch erhielt er eine Nominierung für den Grammy Award. Das von Kleist und von Webenau produzierte und mit Lou Bega und Christian Pletschacher gemeinsam geschriebene Album „A Litte Bit Of Mambo“ erzielte Platz 3 der US Billboard Charts. Es erreichte in 34 Ländern Platzierungen in den Hitparaden, davon die meisten Platzierungen in den Top 5. Für seine Leistungen als Produzent wurde Kleist im Jahr 2000 für den Echo nominiert. Auch aufgrund der weltweiten Popularität gilt Mambo No. 5 als eine der erfolgreichsten deutschen Pop-Musikproduktionen überhaupt.
Kleist arbeitet als Produzent und Komponist für deutsche und internationale Künstler unterschiedlicher Genres, darunter:
Die Gruppe Feuerherz wurde 2014 gegründet. Kleist und von Webenau komponierten und produzierten für Feuerherz bis zu deren Auflösung 2020. Die Gruppe erreichte zwei Top-Ten-Platzierungen in den Albumcharts.
Kleist produziert auch Musik für Filme, Fernsehproduktionen und Werbefilme. Songs oder Kompositionen von Syndicate sind in deutschen Filmen wie Der Schuh des Manitu, Der Wixxer oder Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding zu hören, sowie in internationalen Filmen wie Stuart Little (das Lied 1+1=2) und Madagascar. Mambo No. 5 wurde unter anderem in den Fernsehserien The Office, Die Simpsons und dem Kinofilm Der Grinch verwendet.
Nach Angaben von Syndicate Musicproduction arbeiteten sie im Bereich der Werbemusik mit Konzernen wie BMW, Burger King, McDonald’s, Langnese, Ford, Toyota, Lancia, New York Life und Lego zusammen.
Diskografie (Auswahl) Singles
Albumproduktionen (Auswahl) Autorenbeteiligungen und Produktionen (komplette Alben) 1998 Streetlife – Sqeezer 1999 A Little Bit of Mambo – Lou Bega 2015 Verdammt guter Tag – Feuerherz 2016 Genau wie du – Feuerherz 2018 Feuerherz – Feuerherz 2019 Vier – Feuerherz 2020 Der geilste Fehler – Marina Marx Weitere Autorenbeteiligungen und Produktionen 1995 Everybody – Worlds Apart (drei Titel, darunter Everybody und (I Miss You) Like The Sunshine) 2001 Planet Colors – DJ BoBo (Titel Tell Me Why und Top of the World) 2002 Never Forget (Where You Come From) – Bro’Sis (drei Titel, darunter Heaven Must Me Be Missing An Angel) 2002 En Rouge – Tears (vier Titel) 2002 Superhits II – Max Raabe & das Palast Orchester (acht Titel) 2002 Today Is the Day – DJ Ötzi (drei Titel, darunter Burger Dance und Summer of 69) 2002:Now … Us! – No Angels (Produktion des Titels Like Ice in the Sunshine) 2003 Visions – DJ BoBo (mehrere Titel) 2003 Welcome – Patrick Nuo (Titel Gone) 2005 Pirates of Dance – DJ BoBo (fünf Titel, darunter Pirates of Dance und Hey Nanana) 2006 Absolute – Mike Leon Grosch (Titel 24 Hours) 2007 Fly Away – Banaroo (Titel Be My Satellite) 2007 Vampires – DJ BoBo (zwei Titel Creature of the Night und Dangerous) 2007 All 4 One – BeFour (Titel Zero Gravity) 2007 Mach dich bereit – Luttenberger*Klug (Titel Gefangen im Jetzt) 2008 Olé Olé – The Party – DJ BoBo (zwei Titel Let the Games begin und The Sun will Shine on You) 2011 Dancing Las Vegas – DJ BoBo (neun Titel, darunter Gotta Go und La Vida Es) 2013 Atlantis – Andrea Berg (sechs Titel, darunter Im nächsten Leben und Auf zu neuen Abenteuern) 2013 Reloaded – DJ BoBo (zwei Titel) 2014 Circus – DJ BoBo (sechs Titel, darunter Fiesta Loca und Are You Ready to Party) 2015 Déjà Vu – Giorgio Moroder (drei Titel, City Lights, La Disco und 4 U With Love) 2016 Seelenbeben – Andrea Berg (vier Titel, darunter Sternenträumer) 2019 Mosaik – Andrea Berg (Titel Hallo Houston) 2023 Balance – Beatrice Egli (zwei Titel Herzgesteuert und Lüg nochmal so schön)
Auszeichnungen für Musikverkäufe
Titel für Kino und Fernsehen (Auswahl) 1998: Stuart Little 1999: Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding 1999: Ally McBeal (Fernsehserie, eine Folge) 2000: Jet Set 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: Der Schuh des Manitu 2001: Just Visiting 2004: Der Wixxer 2004: Die Simpsons (The Simpsons, Fernsehserie, Folge The Ziff Who Came to Dinner) 2005: The Office (Fernsehserie, zwei Folgen) 2006: Madagascar 2009: Fired Up! 2010: Alpha und Omega (Alpha and Omega) 2018: Nur ein kleiner Gefallen (A Simple Favor) 2019: Was Männer wollen (What Men Want)
Weblinks Syndicate Musicproduction Website seiner Produktionsfirma Swiss Charts: Achim Kleist
Einzelnachweise
Kategorie:Musikproduzent Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann