mini|Webkante einer Stoffbahn (oben) mini|Webkante eines Tuches in Rautenköpersbindung (links) In der Weberei ist die Webkante (auch Leiste, Warenkante, Webrand, Salband, Salkante, Salleiste, Gewebeleiste, ) die Begrenzung, die, abhängig von der Webtechnik auf beiden oder nur auf einer Seite des Gewebes, durch den Richtungswechsel der Schussfäden entsteht. Die Webkanten sind fast immer etwas steifer und haben eine andere Struktur als das restliche Gewebe; beim Zuschneiden wird deshalb darauf geachtet, sie nicht mit einzubeziehen, nicht einmal für Nahtzugaben, da diese wegen der unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften zu ungewollten Verformungen führen kann.Webkante - Nählexikon Es gibt aber auch Kleidungsstücke wie den schottischen Kilt, bei denen die Webkante den sonst üblichen Saum ersetzt. Dies kann ebenfalls bei auf Maß gewebten Heimtextilien der Fall sein.

Die Silbe „Sal-“ u. a. in Salband geht zurück auf für „selbst“, „eigen“ und bedeutet daher „eigenes (da nicht geschnittenes) Ende“.Salband bei Duden.de

Literatur Meyers Enzyklopädisches Lexikon. Bibliographisches Institut, Lexikonverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1975, Band 25, S. 91.

Einzelnachweise

Kategorie:Flächenbildung (Textiltechnik) Kategorie:Weberei