Nangang () ist ein Stadtbezirk im Osten der taiwanischen Hauptstadt Taipeh. Hier befinden sich die Academia Sinica, die Taipei World Trade Center Nangang Exhibition Hall und der Nankang Software Park. Nach der Einwohnerzahl ist es der kleinste der 12 Distrikte von Taipeh.

Geschichte Nangang wurde seit 1735 von Einwanderern aus der chinesischen Provinz Fujian besiedelt. Siedlungsschwerpunkte waren die heutigen Ortsteile Nangang, Sanchong und Dongxin. Vor der japanischen Herrschaft über Taiwan war der Ortsname „Große Jia’na-Festung, Nangang-Sanchong-Hafen“ (). Der Name Nangang, wörtlich „südlicher Hafen“, bezieht sich auf die Lage am Jilong-Fluss. Nach dem Ende der japanischen Herrschaft wurde Nangang am 6. Juli 1946 administrativ von der Nachbargemeinde Neihu abgetrennt und in eine Stadtgemeinde (鎮, Zhèn) umgewandelt. Am 1. Juli 1968 erfolgte die Eingemeindung als Bezirk nach Taipeh.

Verkehr In Nangang endet die „blaue Linie“ der Metro Taipeh, die den Bezirk mit dem Stadtzentrum verbindet. Die 2009 eröffnete Verlängerung der „braunen Linie“ verbindet Nangang mit dem nördlichen Nachbarbezirk Neihu. Der Bahnhof Nangang ist seit 2016 nördlicher Endpunkt der nach Kaohsiung führenden Taiwan High Speed Rail.

Sehenswürdigkeiten Zur japanischen Kolonialzeit war Nangang für seinen Teeanbau (Baozhong-Tee) bekannt, der hier etwa 300 Hektar umfasste. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich Nangang in einen Industrievorort und der Teeanbau wurde schließlich ganz eingestellt. Mit Unterstützung der Stadtregierung von Taipeh wurde er 1982 wieder aufgenommen. Heute ist im Ortsteil Jiuzhuang (舊莊里) eine Anlage zur Demonstration der Teeproduktion zu besichtigen, die 1991 2,9 Hektar umfasste.

mini|links|Bahnhof am Nangang Exhibition Center

Weblinks Website des Bezirks Nangang (chin.), (engl.)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort auf Taiwan Kategorie:Stadtbezirk von Taipeh