mini|hochkant=0.8|Ernst Rückert (um 1929) Ernst Rückert (* 20. Dezember 1886 in Berlin; † Anfang September 1945 in Berlin; gebürtig Anton Ernst Rücker) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Rückert begann seine Theaterkarriere 1908 und stand unter anderem in Bleicherode, Königsberg und Kiel auf der Bühne. 1910 trat er ein Engagement am Luisentheater in Berlin an.
Ab 1910 war er ein gefragter Stummfilmschauspieler, anfangs durchweg in Hauptrollen. 1912 spielte er in dem Film In Nacht und Eis den Ersten Offizier der Titanic. Von 1914 bis 1917 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Danach setzte er seine Filmlaufbahn fort und erhielt weiterhin Hauptrollen und wichtige Nebenrollen.
In den 1930er Jahren wurde Rückert beim Film zum Chargendarsteller, und auch beim Theater erhielt er nur noch selten Engagements wie 1933 an der Naturbühne Märkisches Museum. 1940 wurde er eingezogen, in der Spielzeit 1941/42 war er als Schauspieler und Regisseur am Berliner Tourneetheater Gastspieldirektion IX verpflichtet. Zuletzt wurde er dem K.d.F.-Fronttheater zugeteilt.
Rückert erhängte sich wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkrieges in seiner Wohnung in Berlin. Er wurde am 3. September 1945 tot aufgefunden.Sterberegister des Standesamtes Berlin-Mitte Nr. 8206/1945.
Filmografie (Auswahl) 1910: Das vierte Gebot 1912: Die gelbe Rasse 1912: In Nacht und Eis 1913: Fabrik-Marianne 1913: Zwischen Himmel und Erde 1914: Der Flug zur Westgrenze 1915: Kaliber fünf Komma zwei 1918: Saferndri, die Tänzerin von Dschiapur 1919: Der Würger der Welt 1919: Die Maske 1920: Alkohol 1920: Das ausgeschnittene Gesicht 1920: Romeo und Julia im Schnee 1920: Der Ochsenkrieg 1920: Der Hirt von Maria Schnee 1921: Der müde Tod 1923: Das Abenteuer von Sagossa 1923/25: Der Schrecken der Westküste 1924: Zalamort 1924: Malva 1924: Vitus Thavons Generalcoup 1925: Im Namen des Kaisers 1925: Aschermittwoch 1925: Das alte Ballhaus (2 Teile) 1925: Wallenstein (2 Teile) 1925: Bismarck, 1. Teil 1926: Familie Schimek 1926: Der Liebe Lust und Leid 1926: Trude, die Sechzehnjährige 1926: Herbstmanöver 1926: Das Geheimnis von St. Pauli 1926: Nixchen 1926: Die elf Schill’schen Offiziere 1926: An der Weser 1926: Das war in Heidelberg in blauer Sommernacht 1927: Das gefährliche Alter 1927: Das Mädchen aus Frisco 1927: Petronella 1927: Ein Tag der Rosen im August … da hat die Garde fortgemußt 1927: Die Hochstaplerin 1927: Lützows wilde verwegene Jagd 1927: Luther – Ein Film der deutschen Reformation 1928: Dornenweg einer Fürstin 1928: Ich hatte einst ein schönes Vaterland 1929: Es war einmal ein treuer Husar 1929: Die Garde-Diva 1929: Rosen blühen auf dem Heidegrab 1929: Was eine Frau im Frühling träumt 1929: Sturm auf drei Herzen 1930: Namensheirat 1930: Man schenkt sich Rosen, wenn man verliebt ist 1931: Dienst ist Dienst 1932: Marschall Vorwärts 1932: Die elf Schill’schen Offiziere 1933: Höllentempo 1933: Liebesfrühling 1934: Jede Frau hat ein Geheimnis 1934: Die Reiter von Deutsch-Ostafrika 1934: Zu Straßburg auf der Schanz 1934: Ein Mädchen mit Prokura 1935: Petersburger Nächte. Walzer an der Newa 1935: Laßt Blumen sprechen 1935: Der blaue Diamant 1935: Der höhere Befehl 1935: Ein idealer Gatte 1935: Der mutige Seefahrer 1936: Im Trommelfeuer der Westfront 1939: Parkstraße 13
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 667.
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