Cyprinus ist eine Gattung der Karpfenfische. Die Bezeichnung leitet sich von „Kyprinos“ oder auch „Kyprianos“ ab, dem Namen, den Aristoteles dem Karpfen gab, den er wegen dessen Fruchtbarkeit wahrscheinlich nach einem Beinamen der Aphrodite (Kypris) benannte.Axel Zarske: Cyprinus. In: Claus Schaefer, Torsten Schröer (Hrsg.): Das große Lexikon der Aquaristik. Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9, S. 316.Petru M. Bănărescu, Hans-Joachim Paepke: The Freshwater Fishes of Europe. (Band 5. Cyprinidae 2 Teil III: Carassius to Cyprinus; Gastorosteidae) Aula-Verlag, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-89104-658-8, S. 87 Das Verbreitungsgebiet der Gattung umfasst Europa und Kleinasien sowie das kontinentale Ost- und Teile Südostasiens. Allerdings wurden Cyprinus-Arten vielerorts eingeführt und sind daher inzwischen auch außerhalb ihres ursprünglichen Siedlungsgebiets anzutreffen.Petru M. Bănărescu, Hans-Joachim Paepke: The Freshwater Fishes of Europe. (Band 5. Cyprinidae 2 Teil III: Carassius to Cyprinus; Gastorosteidae) Aula-Verlag, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-89104-658-8, S. 83. Insbesondere die Typusart Cyprinus carpio und ihre domestizierten Formen gelten als besonders invasiv und stellen in einigen Einführungsgebieten eine Bedrohung für autochthone Arten dar.
Merkmale Es handelt sich um typische Vertreter ihrer Familie mit einem mäßig gestreckten bis hochrückigen und seitlich wenig abgeflachten Körper. Das endständige Maul trägt deutliche Lippen und ist vorstreckbar.Günther Sterba: Süßwasserfische der Welt. Weltbild Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-89350-991-7, S. 275. In der Regel sind zwei Paar Barteln vorhanden. Die Augen stehen entweder auf oder oberhalb der Körperachse. Drei bis vier Hart- und elf bis 22 Weichstrahlen stützen die langgestreckte Rückenflosse. Der letzte Hartstrahl ist nach hinten gezahnt. Die Afterflosse ist kurz und trägt einen ungeteilten Weichstrahl mit einem Sägeprofil an der Rückseite und fünf bis sechs geteilte Weichstrahlen.Petru M. Bănărescu, Hans-Joachim Paepke: The Freshwater Fishes of Europe. (Band 5. Cyprinidae 2 Teil III: Carassius to Cyprinus; Gastorosteidae) Aula-Verlag, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-89104-658-8, S. 79 ff. Deutlich eingekerbt ist die Schwanzflosse. Entlang der vollständigen Seitenlinie sitzen 26 bis 45 der großen Schuppen. Die drei Reihen Schlundzähne stehen überwiegend in der Anordnung 1,1,3 – 3,1,1 selten 1,2,3 – 3,2,1.
Systematik Die innere Systematik der Gattung ist sehr kontrovers und die Zahl der anerkannten Untergattungen und Arten häufigen Änderungen unterworfen. So schwankt beispielsweise die Zahl der in Südchina anerkannten Arten zwischen neun und dreizehn, in Abhängigkeit von der Anzahl der vom jeweiligen Autor anerkannten Unterarten. Die Möglichkeit, dass es sich bei einigen dieser Arten um verwilderte Formen domestizierter Cyprinus-Arten handelt wurde ebenso aufgeworfen wie die Hypothese, dass diese Arten das Ergebnis eines adaptiven Prozesses in Südchina und den angrenzenden Gebieten sind.
Cyprinus acutidorsalis Wang, 1979 Cyprinus bajiangensi Li, 2019 Cyprinus barbatus Chen & Huang, 1977 Karpfen (Cyprinus carpio) Linnaeus, 1758 Cyprinus centralus Nguyen & Mai, 1994 Cyprinus chilia Wu, Yang & Huang in Wu, Yang, Yue & Huang, 1963 Cyprinus cocsa Hamilton, 1822 Cyprinus dai (Nguyen & Doan, 1969) Cyprinus daliensis Chen & Huang, 1977 Cyprinus exophthalmus Mai, 1978 Cyprinus fuxianensis Yang et al. in Chen & Huang, 1977 Cyprinus hyperdorsalis Nguyen, 1991 Cyprinus ilishaestomus Chen & Huang, 1977 Cyprinus intha Annandale, 1918 Cyprinus longipectoralis Chen & Huang, 1977 Cyprinus longzhouensis Yang & Hwang in Chen & Huang, 1977 Cyprinus megalophthalmus Wu et al., 1963 Cyprinus micristius Regan, 1906 Cyprinus multitaeniata Pellegrin & Chevey, 1936 Cyprinus pellegrini Tchang, 1933 Cyprinus qionghaiensis Liu, 1981 Cyprinus rubrofuscus Lacepède, 1803 Cyprinus yilongensis Yang et al. in Chen & Huang, 1977 Cyprinus yunnanensis Tchang, 1933[ Artenliste] nach itis.gov.
Belege
Weblinks
Kategorie:Karpfenfische Kategorie:Cyprinidae