Guédiawaye ist eine Großstadt in Senegal, die als Ville de Guédiawaye aus fünf Stadtbezirken im Status von Gemeinden besteht. Für die Stadt wurde das Département Guédiawaye als eines von fünf Départements der Metropolregion Dakar geschaffen. Es besteht aus zwei Arrondissements. Guédiawaye liegt an der Atlantikküste im zentralen Westen Senegals und wurde als Trabantenstadt am Stadtrand von Dakar und nordwestlich von Pikine am Nordufer der Cap-Vert-Halbinsel in einem Dünengebiet geplant und errichtet. Das Rathaus Hôtel de ville liegt im Stadtbezirk Sam Notaire.
Geographie Guédiawaye liegt als nordöstliche Nachbarstadt von Dakar in dem sich bis auf 4,6 Kilometer verjüngenden Flaschenhals der Cap-Vert-Halbinsel. Das Stadtgebiet begleitet fünfeinhalb Kilometer lang den Sandstrand der Grande-Côte und reicht von dort bis zu 2400 Meter nach Süden ins Hinterland. Ein stiefelförmig gebogener rund 700 Meter breiter und 3500 Meter langer Haken südlich von Cambérène vergrößert das Stadtgebiet nach Südwesten und legt sich in einigem Abstand um die zu den Niayes zählende Grande Niaye de Pikine von Pikine Ouest.Aminata Diop: Dynamique de l'occupation sol dans des niayes de la région de Dakar de 1954 à 2003: exemples de la grande niaye de Pikine et de la niaye de Yembeul. Dakar 2006 Das Stadtgebiet von Guédiawaye hat eine Fläche von 13,35 km²Citypopulation: Senegal: Verwaltungsgliederung und ist fast vollständig bebaut. Durch den hohen Grad der Urbanisierung ist die Bebauung mit den Kommunen des Umlandes baulich zusammengewachsen.
Geschichte Guédiawaye entstand ab 1967 mit der Wiederansiedlung von Menschen, die das Umfeld des Stadtzentrums von Dakar verlassen mussten. Als Folge von amtlichen Maßnahmen kamen sie in immer neuen Wellen aus Dakar. Im Jahr 1972 erfolgte die Errichtung der communauté rurale de Guédiawaye (Landgemeinde Guédiawaye). Hier entstanden zum einen reguläre Siedlungen mit Häusern, die von den Bewohnern mit eigenen Mitteln gebaut wurden. Wieder andere siedelten irregulär, womöglich in überschwemmungsgefährdeten Feuchtgebieten. Als dritte Art des Wohnens entstanden seit den 1980er Jahren geplante Quartiere aus erschlossenen Baugebieten, in der Regel entlang der Küste. Die Bevölkerung nahm sehr schnell zu, so dass Guédiawaye im Jahr 1990 den Status einer Gemeinde (commune) erhieltDekret 90-1134 vom 8. Oktober 1990 und, obgleich im Grunde nur eine Schlafstadt der nahegelegenen Metropole, eine der größten Städte der Region Dakar war. Im Jahr 1996 wurde die städtische Kommune Guédiawaye in fünf communes d’arrondissement unterteilt und diese wiederum wurden in der Großstadt Ville de Guédiawaye zusammengefasst, ähnlich der kommunalen Gliederung der Hauptstadt Dakar.xibar.net, 30. Mai 2007: Guédiawaye: La cité de tous les déséquilibres (deutsch sinngemäß: Guédiawaye: Die Stadt der aus der Bahn Geworfenen)Mamadou Aliou Diallo - UCAD - Licence 2009: Etude du centre-ville de Rufisque, mutations fonctionnelles et caractéristiques du paysage urbain: „décret n°96-745 du 30 août 1996 portant création des communes d'arrondissement dans les villes de Dakar, Pikine, Guédiawaye et Rufisque“ Am 21. Februar 2002 wurde das Gebiet von Guédiawaye, bisher ein Arrondissement im Département Pikine, aus diesem Département ausgegliedert und erhielt den Rang eines eigenständigen Département Guédiawaye. Seitdem ist Guédiawaye organisatorisch gleichrangig mit den benachbarten Großstädten Dakar und Pikine. Im Jahr 2014 erhielten die fünf Stadtbezirke (communes d’arrondissement) Golf Sud, Sam Notaire, Wakhinane Nimzatt, Ndiarème Limamoulaye und Médina Gounass, wie in Senegal alle communes d'arrondissement, den landesweit einheitlichen Status einer Gemeinde (commune).
Bevölkerung Die letzten Volkszählungen ergaben für die Stadt jeweils folgende Einwohnerzahlen: Jahr Einwohner 1988 … 2002 258.370 2013 329.6582023372.708 Wie in der ganzen Hauptstadtregion gab es auch hier einen starken Bevölkerungsanstieg. Die Bevölkerungsdichte im Stadtgebiet nimmt einen landesweiten Spitzenplatz ein.
Gliederung Die Großstadt Ville de Guédiawaye ist in fünf Communes (städtischen Gemeinden) gegliedert, die organisatorisch in zwei Arrondissements zusammengefasst sind.Décret n°2021-689 du 28-05-2021 fixant le ressort territorial et le Chef-lieu des régions, départements et arrondissements PDF-Datei 5,56 MBCitypopulation: Senegal: Gemeindegliederung Das Stadtgebiet hatte 2023 eine Fläche von rund 13,35 Quadratkilometern.
Teilgebiet Flächekm² Einwohner2013 Zahlen für 2013 Seite 20–21 der PDF-Datei 1,44 MB Einwohner2023 Arrondissement de Sam Notaire 6,9640 171.005 194.635 Golf Sud 4,2610 92.345 114.069 Sam Notaire 2,7030 78.660 80.566 Arrondissement de Wakhinane Nimzatt 6,3817 158.653 178.073 Ndiarème Limamoulaye 1,3030 35.171 36.024 Wakhinane Nimzatt 4,3460 89.721 105.461 Médina Gounass 0,7327 33.761 36.588 Ville de Guédiawaye zusammen 13,3457 329 658 372.708
Die Auflistung der Stadtteile folgt der Reihenfolge der Lage am Meer von West nach Ost; Médina Gounass ist der einzige Stadtteil im Binnenland ohne Küstenabschnitt.Monographie de Dakar. Octobre 2014 Carte de la Région de Dakar: Seite 5 der PDF-Datei 4,50 MB
Kultur Als Sportart ist Rugby populär; der örtliche Erstliga-Fußballclub heißt Guédiawaye FC und der senegalesische Fußballnationalspieler Tony Sylva sowie Abdoulaye Diakhaté und Diafra Sakho stammen aus der Stadt.
Städtepartnerschaften , Vereinigte Staaten
Persönlichkeiten Mamadou Sabaly (* 1973), Fußballspieler, Trainer und Physiotherapeut Tony Sylva (* 1975), Fußballtorwart Diafra Sakho (* 1989), Fußballspieler Louis François Mendy (* 1999), Hürdenläufer Mamadou Diop (* 2000), mauretanisch-senegalesischer Fußballspieler Demba Seck (* 2001), Fußballspieler Cory Sène (* 2001), Fußballspieler Habib Diarra (* 2004), französisch-senegalesischer Fußballspieler Eli John Ndiaye (* 2004), senegalesisch-spanischer Basketballspieler Sidi Gueye (* 2007), Basketballspieler
Siehe auch Liste der Städte im Senegal
Einzelnachweise
Weblinks
Links zu Kultur, Sport u. a. (französisch) Detaillierte Administrations-Karte der Region Dakar und Guédiawayes (französisch) Départment Guédiawaye bei Geonames Guédiawaye bei Geonames
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