Paul Noack-Ihlenfeld (* 26. Februar 1902 in Peitz, Landkreis Cottbus; † 5. April 1962 in Ost-Berlin) war ein deutscher Komponist und Pianist.
Leben Noack-Ihlenfeld studierte am Berliner Klindworth-Scharwenka-Konservatorium Klavier bei Conrad Ansorge und Josef Schwarz sowie Komposition bei Wilhelm Klatte. Er trat zum 1. März 1932 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 998.494).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30740858Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. Kiel 2009, 2. Auflage, CD-ROM-Lexikon, S. 5263. Bis zum Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Pädagoge und Pianist beim Rundfunk. Wegen einer Kriegsverletzung gab er 1945 das Klavierspiel auf und wandte sich ganz der Komposition zu.
Noack-Ihlenfelds Musik war geprägt von einer seiner realsozialistischen Gegenwart verbundenen Programmatik. Er schrieb hauptsächlich Unterhaltungsmusik und wurde einem breiten Publikum mit der Operette Aus dem Regen in die Traufe und vor allem mit der Friedensfahrt-Fanfare bekannt.
Sein Grab befindet sich auf dem Karlshorster und Neuen Friedrichsfelder Friedhof in Berlin-Karlshorst.
Werke (Auswahl) Orchestermusik Heitere Gedanken um ein kleines Lied, 1953 Frohe Jugend, Walzer, 1953 Polka Passionata, 1954 Strahlendes Leben, Walzer, 1954 Flammende Herzen, Walzer, 1955 Heimat Berlin, 4 Bilder für Orchester, 1954 Wanderungen durch die Mark, eine Bilderfolge für Orchester, 1954 Rondo giocoso, 1957 Intermezzo scherzando, 1958 Intermezzo serio, 1958 Im Dresdner Zwinger, 1958 Festliche Ouvertüre, 1959 Die Spree entlang, 6 Orchesterbilder, 1961 Konzertmusik Tanz-Episode für Klavier und Orchester, 1957 Tanz-Mosaik für Klavier und Orchester, 1957 Ausflugsbilder für Klavier und Orchester, 1960 Melodie für Viola und Orchester, 1962 Blasmusik Märkische Rhapsodien Nr. 1–3, 1953 Konzertsuite, 1953 Lustspielouvertüre, 1954 Trotzkopf-Suite, 1954 Fest im Kulturhaus, 1957 Liebe deutsche Heimat, 1961 Vokalmusik Vom täglichen Leben singt mein Lied für Gesang und Klavier, 1954, Bearbeitung für Gesang und Orchester 1961 Operetten Aus dem Regen in die Traufe, mit Rolf Zimmermann. Nach Otto Ludwigs gleichnamiger Erzählung, 1954; Henschelverlag, Berlin 1955 Ganz der Papa, mit Rolf Zimmermann, 1958
„Kantaten“ Das fröhliche Dorf, 1952 Es flattern am Richtkranz die Bänder, 1954 Auf zu Sport und Spiel, 1960 Uns ist das Leben nur einmal gegeben, 1961
Literatur Horst Seeger: Musiklexikon Personen A–Z. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1981, . Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 5263f. online
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