mini|Straße im Zentrum von Düdelingen Düdelingen (, ) ist eine Stadt und eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg. Sie gehört zum Kanton Esch an der Alzette und ist mit Einwohnern (Stand ) neben der Stadt Esch an der Alzette der wichtigste Industriestandort des Landes.

Geografische Lage Düdelingen liegt unmittelbar an der Grenze zu Frankreich etwa auf halbem Weg zwischen der Stadt Luxemburg und dem lothringischen Thionville. Die französischen Nachbarorte sind Zoufftgen und Volmerange-les-Mines.

Die Stadtviertel Büringen (luxemburgisch: Bireng) Budersberg (luxemburgisch: Butschebuerg) Brill. Die Siedlung wurde ab 1898 auf Initiative des technischen Direktors des Stahlwerks, Emil Mayrisch, gebaut und bot 126 Arbeiterwohnungen.Antoine Lorang: Arbeitersiedlungen – Eine Wohnform schafft Stadt. In: Der Luxemburg Atlas – Atlas du Luxembourg. Herausgeber: Universität Luxemburg, Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-692-3. (Karten, Fotos, deutsch/französische Texte). S. 78 Gaffelt Quartier italien. Das hoch auf dem Hügel gelegene Wohnviertel nahe dem Werksbahnhof (Bahnhof "Dudelange-Usines") ist geprägt durch das Herkunftsland seiner Bewohner. Ribeschpont Wolkeschdahl Schmelz Deich Strutzbierg

Geschichte

Bevölkerungsentwicklung

Politik Gemeinderat Die Gemeinde Düdelingen wird von der sozialistischen LSAP regiert, welche im Gemeinderat durch eine absolute Mehrheit vertreten ist.

Zur Kommunalwahl im Juni 2023 stellten sich sechs Parteilisten zur Wahl, von denen alle sechs den Einzug in den Gemeinderat schafften.

Partnerstädte Düdelingen ist seit 1958 mit der Stadt Lauenburg/Elbe in Deutschland und der französischen Gemeinde Manom verpartnert sowie seit 2003 mit der polnischen Stadt Lębork. Abgerufen am 23. März 2019, 15:51

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Centre national de l’audiovisuel (CNA) mini|hochkant|Pfarrkirche St. Martin

Museen und Galerien Stadtmuseum (Musée municipal) Museum der Zwangsrekrutierten (Musée des Enrôlés de Force) die permanente Fotoausstellung The Bitter Years – 1935–1941 von Edward Steichen im ehemaligen Wasserturm Kunstgalerien (Centre d’art Dominique Lang, Centre d’art Nei licht, Galerie d’Art Armand Gaasch, Adam’s Art Gallery)

Kultur- und Dokumentationszentren Regionales Kulturzentrum (CCRD) Opderschmelz auf der Website der Stadt, abgerufen am 2. Dezember 2015. Nationales audiovisuelles Zentrum (CNA, Centre national de l’audiovisuel) im selben Gebäude Dokumentationszentrum für Migrationsgeschichte (Centre de Documentation sur les Migrations Humaines)

Musik Düdelingen ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt wegen des internationalen Orgelwettbewerbs Concours international d’orgue de Dudelange, der alle zwei Jahre im Rahmen des Musikfestivals Festival International de Musique d’Orgue Dudelange (FIMOD) in der Pfarrkirche St. Martin ausgetragen wird.

Bauwerke

Rathaus Neugotische Pfarrkirche St. Martin von 1904 mit restaurierter Stahlhuth-Orgel von 1912 St.-Eligius-Kapelle im Kulturzentrum Op der Schmelz die Ruinen der Burg Johannisberg auf dem Johannisberg. Hier war ein mittelalterlicher Marktort, der vermutlich auf keltische Ursprünge zurückgeht.Michel Pauly: Marktorte im alten Herzogtum. In: Der Luxemburg Atlas – Atlas du Luxembourg. Herausgeber: Universität Luxemburg, Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-692-3. (Karten, Fotos, deutsch/französische Texte). S. 22. die alten Fabrikhallen der ARBED RTL-Sendeturm

Grünflächen Naturschutzgebiet Haard Stadtpark Lé’h mit dem Kletterpark Park Lé’h Adventures und einem Parcours für Kinder Parc Émile Mayrisch

Sport In Düdelingen ist der Fußballverein F91 Düdelingen beheimatet, der seit dem Jahr 2000 14-mal (Stand 2018) luxemburgischer Meister wurde. Er trägt seine Heimspiele im Jos-Nosbaum-Stadion aus. Größter sportlicher Erfolg ist das Erreichen der Gruppenphase der UEFA Europa League 2018/19.spiegel.de: Düdelingen schafft die Sensation – Erster Luxemburger Klub in der Europa League Dies konnte in der folgenden Saison wiederholt werden.tageblatt.lu: Die Sensation ist perfekt: Düdelingen steht in der Gruppenphase der Europa League, 30. August 2019

Der Sendeturm von Düdelingen

mini|hochkant|Sendeturm Düdelingen

In der Nähe der Stadt befindet sich der 285 m hohe Sendeturm Düdelingen für UKW und TV, der als freistehender Stahlfachwerkturm ausgeführt ist. Am 31. Juli 1981 wurde dieser Sendeturm von RTL von einem belgischen Militärflugzeug ungefähr in der Mitte getroffen und brach daraufhin zusammen. Die herabstürzenden Trümmerteile zerschlugen ein in der Nähe stehendes Haus und töteten das in diesem Haus lebende Ehepaar. Der Pilot der Unfallmaschine starb ebenfalls. Der Sendeturm wurde danach wieder aufgebaut, allerdings nicht mehr ganz so hoch wie vor dem Unfall.

Verkehr Düdelingen verfügt auf der CFL-Linie 60a, die von Bettembourg nach Volmerange führt, über zwei Bahnhöfe und zwei Haltestellen: Dudelange-Usines, Dudelange-Centre, Dudelange-Ville und Dudelange-Burange. auf der Website der CFL, (PDF; 1,5 MB), abgerufen am 2. Dezember 2015

Die regionale Buslinie 5 verbindet Düdelingen mit Esch an der Alzette, und zwar über Rümelingen – Tétange – Kayl – Budersberg (Stadtteil von Düdelingen) und verkehrt im Viertelstundentakt. Endstation ist der Haltepunkt Gemeng. Seit 1999 ist für die innerstädtische Personenbeförderung zusätzlich ein „Citybus“ eingesetzt, der alle 250 Meter halten kann.

Die Stadt liegt südwestlich des Autobahnkreuzes der Collectrice du Sud oder Saarautobahn mit der E 25. Sie ist sowohl an die Autobahn A13 (Petingen–Saarbrücken) als auch an die Autobahn A3 von Thionville nach Luxemburg (Stadt) über eine eigene Auf- und Abfahrt angeschlossen.

Söhne und Töchter der Stadt Marcel Pelletier (1888–?), Leichtathlet Andrée Viénot (1901–1976), französische Politikerin und Résistante Frantz Kinnen (1905–1979), Künstler Jean Hengen (1912–2005), Erzbischof von Luxemburg Willy Klein (1912–2004), Kunstturner Wenzel Profant (1913–1989), Bildhauer und Widerstandskämpfer Jos Romersa (1915–2016), Geräteturner Camille Libar (1917–1991), Fußballspieler Jean Wolter (1926–1980), Politiker, Minister Fernand Hoffmann (1929–2000), Pädagoge, Schriftsteller und Sprachwissenschaftler Nicolas Estgen (1930–2019), Politiker und Mitglied des Europäischen Parlaments Bernard Berg (1931–2019), Politiker (LSAP) und stellvertretender Premierminister Pierre Cao (1937–2026), Musiker, Dirigent und Komponist Colette Flesch (1937–2026), Politikerin und Fechterin Roland Smaniotto (1946–2011), Radrennfahrer Roger Gilson (1947–1995), Radrennfahrer Mars Di Bartolomeo (* 1952), Politiker und Journalist Roland Bombardella (* 1957), Sprinter und Hochkommissar für Nationalschutz Alex Bodry (* 1958), Politiker Andy Bausch (* 1959), Filmregisseur Marc Zanussi (1959–2004), Politiker und Sportfunktionär Françoise Hetto-Gaasch (* 1960), Politikerin Josée Lorsché (* 1961), Lehrerin und Politikerin Lydia Mutsch (* 1961), Politikerin Etienne Schneider (* 1971), Politiker René Peters (* 1981), Fußballspieler Ben Gastauer (* 1987), Radrennfahrer Fleur Maxwell (* 1988), Eiskunstläuferin Sarah De Nutte (* 1992), Tischtennisspielerin ebenso: Eternal Tango, Rockband

Literatur Friedrich Toepfer: Beilagen. IX. Die Herrschaft Dudelingen und das Schloß St. Johannsberg. In: ders. (Bearb.): Urkundenbuch für die Geschichte des graeflichen und freiherrlichen Hauses der Voegte von Hunolstein, Bd. II. Jacob Zeiser, Nürnberg 1867, S. 467–474. (Google-Books) Fabian Trinkaus: Krisenhafter Umbruch und Organisationsverhältnisse – Der Erste Weltkrieg und die europäische Arbeiterbewegung am Beispiel der Hüttenstädte Neunkirchen/Saar und Düdelingen/Luxemburg, in: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft III/2012. François Hendrickx: Bevölkerungsbewegungen in Düdelingen zu Beginn der Industrialisierung. Ein Beitrag zur Geschichte der Migration im Bassin Minier. In: Héritages culturels dans la Grande Région : Saar-Lor-Lux-Rhénanie-Palatinat. – Luxembourg, 1996. – (Cahiers I.S.I.S. : fasc. IV / Centre universitaire de Luxembourg), S. 211–229. Denis Scuto: 5 notices sur l’histoire de la nationalité, la grève des ouvriers italiens de Differdange de 1912, le résistant Henri Adam, l’antifasciste Guido Bagnoli, le couple Domenico Cancellieri (maçon) et Rosa Tancini (domestique), dans: Retour de Babel : itinéraires, mémoires et citoyenneté. (Catalogue de l’exposition tenue dans les halles de l’ancienne aciérie à Dudelange du 28 avril au 27 octobre 2007), dir. Antoinette Reuter et Jean-Philippe Ruiz, 3 volumes, Luxembourg, 2007.

Weblinks

Website der Stadt Düdelingen

Einzelbelege

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