Die Herbstrübe oder Weiße Rübe (auch Krautrübe, Ackerrübe, Wasserrübe, StoppelrübeAndrea Heistinger: Die Krautrübe. Eine regionale Spezialität. In: LebensArt Südtirol. Wein. Essen. Kultur. Bozen 2004. . oder RäbeHans Bickel, Christoph Landolt: Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl. Hrsg. vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache. Dudenverlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-411-70418-7, S. 66.Fritz Keller, Jürg Lüthi, Kurt Röthlisberger: Gemüsearten. Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikofen 1996, ISBN 3-906679-52-7. genannt) ist eine Speiserübe, die mit der Mairübe und der Bayerischen Rübe verwandt ist. Sie wird in den Herbstmonaten Oktober und November geerntet.
Beschreibung Die Herbstrübe gibt es als kugelige und als langgestreckte Sorte. Die sonnenbeschienenen Teile der Rübe werden violett. Je nach Anbauart ist die Rübe nach der Ernte komplett weiß, oder sie hat eine weiß-violette Färbung. Kugelige Sorten bestehen fast nur aus dem Hypokotyl der Pflanze im Gegensatz zu langgestreckten, wo noch ein Teil der Sprossachse zur Rübe wird. Dadurch sind die kugeligen Sorten geschmackvoller; die langgestreckten sind dagegen geschmacklich herber.
100 g Weiße Rüben enthalten neben 90 g Wasser durchschnittlich:Helmut Heseker, Beate Hesker: Die Nährwerttabelle. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Neuer Umschau Buchverlag, Neustadt a. d. Weinstraße 2012, S. 46. Brennwert Eiweiß Kohlenhydrate Fett Ballaststoffe 100 kJ (24 kcal) 1 g5 gSpuren3,5 g
100 g Weiße Rüben enthalten an Mineralstoffen und Vitaminen durchschnittlich:NatriumKalium CalciumMagnesium Phosphor EisenZink β-Carotin Vitamin E Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B6 Folsäure Vitamin C 60 mg 270 mg45 mg15 mg35 mg0,4 mg0,2 mg70 µg0,1 mg0,04 mg 0,05 mg0,43 mg20 µg20 mg
Kulturelle Bedeutung Im Mittelalter galt sie als Hauptnahrungsbestandteil und wurde später fast völlig von der Kartoffel verdrängt. Heute wird sie nur noch selten angebaut. In der Schweiz wird sie vor allem in den Kantonen Zürich und Aargau angebaut, hauptsächlich für den Räbenlichter-Brauch in der Schweiz, aber auch für die Produktion von sauren Rüben.Landwirtschaftlicher Informationsdienst: . Im österreichischen Tirol brennt man daraus eine Spirituose, den Krautinger.
Literatur Fritz Keller, Jürg Lüthi, Kurt Röthlisberger: Gemüsearten. Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale, Zollikofen 1996, ISBN 3-906679-52-7.
Einzelnachweise
Kategorie:Blattgemüse Kategorie:Wurzelgemüse Kategorie:Kohl Kategorie:Rübe als Thema