mini|Eingang zum Deutschen Klimarechenzentrum in Hamburg-Rotherbaum Das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) ist eine zentrale Dienstleistungseinrichtung für die deutsche Klima- und Erdsystemforschung mit Sitz in Hamburg. Es betreibt Höchstleistungsrechner für die angewandte und die grundlagenorientierte Klimaforschung und deren Nachbardisziplinen.

Geschichte Das Deutsche Klimarechenzentrum wurde 1987 gegründet.Daniela Schmidt: 25 Jahre Deutsches Klimarechenzentrum. Deutsches Klimarechenzentrum, Hamburg 2013. (Online) Hauptaufgabe des DKRZ ist die Bereitstellung von Rechenleistung und Speicherkapazität sowie die technische Unterstützung bei Modell- und Simulationsrechnungen der Klimaforschung.

Hauptgesellschafter der Deutsches Klimarechenzentrum GmbH sind die Max-Planck-Gesellschaft und die Freie und Hansestadt Hamburg (Universität Hamburg). Weitere Gesellschafter sind das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und das Helmholtz-Zentrum Hereon. Das DKRZ wird finanziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Das Deutsche Klimarechenzentrum ist Mitglied im Deutschen Klima-Konsortium.

Standort und Ausstattung Nach seiner Gründung war das Klimarechenzentrum zunächst im 15. Stockwerk des Geomatikum in der Bundesstraße 55 untergebracht. Mangels eines Lastenaufzugs musste dort 1988 ein neubeschaffter Supercomputer per Kran angeliefert werden.Hamburger Hochrechnung. In: Hamburger Abendblatt, 1. November 1988. Der heutige Standort entstand durch Sanierung und Umbau des ehemaligen Gebäudes der Physikalischen Chemie an der Bundesstraße 45a. Neben Asbestsanierung und Entkernung wurde dabei eine Etage aufgestockt und seitlicher Technikturm angefügt. Im vierten Obergeschoss befindet sich der Hochleistungsrechner, in den unteren Etagen sind Büroräume der Wissenschaftler und Mitarbeiter entstanden.Deutsches Klimarechenzentrum, Umbau eines Universitätsgebäudes bei lup-architekten, Stefan Mathey, Hamburg

Zu den vom Klimarechenzentrum betriebenen Supercomputern gehörten:Rechnerhistorie auf der Website des Instituts 1988–1989 (übernommen vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie): Control Data Cyber-205 1988–1994: Cray-2 SHarriet Schwabe: Nachgeforscht. In: Hamburger Abendblatt, 31. Oktober 1988. 1991–1995: Cray Y-MPHamburgs neues Superhirn. In: Hamburger Abendblatt, 24. Mai 1991. 1992–1998: Convex 3860Klima-Visionen aus dem Rechner. In: Hamburger Abendblatt, 25. Juni 1992. 1994–2001: Cray C916Der schnellste Rechner der Welt. In: Hamburger Abendblatt, 11. Mai 1994. 1994–2000: Cray T3D 2001–2022: NEC SX-4 2002–2009: NEC SX-6 „Hurricane“ 2008–2012: Sun Linux Cluster „Tornado“ mit Sun Fire X2200M-Rechnerknoten 2009–2015: IBM Power 6 p375 „Blizzard“ 2015/2016–2022: Mistral von Bull/AtosHLRE3 auf der Website des Instituts Ab 2022: Levante von Bull/AtosHLRE4 auf der Website des Instituts

Weblinks

Website des Deutschen Klimarechenzentrums

Einzelnachweise

Kategorie:Rechenzentrum in Deutschland Kategorie:Meteorologische Organisation (Deutschland) Kategorie:Forschungseinrichtung in Hamburg Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1987